Forschung

Unsere Forschungsprojekte folgen der Grundidee theoriegeleiteter empirischer Forschung. Im Mittelpunkt stehen Prozesse des Lehrens, Lernens und Entwickelns über die Lebensspanne in schulischen, beruflichen und sozio-ökonomischen Kontexten. Wir richten den Blick damit auf die individuelle Förderung und Potenzialentfaltung, Kompetenzentwicklung und Professionalisierung und untersuchen, gestalten und evaluieren Lehr-Lern-Prozesse. Dabei betrachten wir verschiedene Lernorte und Tätigkeitsfelder von Wirtschaftspädagogen: von der kaufmännischen Erstausbildung, über betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Hochschul- und insbesondere die Lehrerbildung. Organisationale, strukturelle und kulturelle Rahmenbedingungen werden vorwiegend als Einflüsse individueller Entwicklung modelliert.

Aktuelle Forschungsprojekte

Assessment Tools for new learning environments in higher education institutions (ASSET)

Several previous TEMPUS/ERASMUS+ projects were aimed at building capacity for HEIs to advance innovative teaching and lifelong learning. However, there has never been a project in Israel (IL) or Georgia (GE) focusing on course assessment tools. ASSET recognizes the main limitation of those former projects, namely their inability to effectively evaluate the developed and/or piloted learning environments, by means of Formative Assessment (FA). As FA is perceived as an integral part of student-centered education, the ASSET project will initially develop strategies to effectively integrate it into the practiced learning environments.

The ASSET consortium provides the knowledge and pedagogical expertise aimed at developing and piloting creative and innovative assessment tools and methods adapted to the learning environments in use, and improving the effectiveness of teaching and learning within the IL and GE HE system, thus, bridging the gap between current educational goals and outcomes of teaching, learning, and assessment processes based on the principles set out in the Bologna process.

Coordinator for the University of Bamberg: Prof. Dr. Barbara Drechsel
Research associate : Julian Klaus, M. Sc.

CO-FUNDED by the Erasmus+ programme of the European Union
visit us: www.asset-erasmus.com

Der Übergang vom Studium in den Beruf – Eine Längsschnittstudie zur Relevanz der Polyvalenz des Masterstudiengangs Wirtschaftspädagogik

Polyvalente, d.h. mehrfachqualifizierende, Studiengänge stellen eine Möglichkeit dar, sich den dynamischen Rahmenbedingungen und Anforderungen im Berufsleben anzupassen. Eine Besonderheit bietet hierbei der Studiengang Wirtschaftspädagogik, dessen Abschluss auf vielfältige  Berufsfelder vorbereitet: Dieser ermöglicht den Absolventen des Masterstudiums einerseits die Aufnahme vielfältiger Tätigkeiten in Wirtschaft, Wissenschaft und anderweitigen Organisationen. Andererseits berechtigt ein wirtschaftspädagogischer Abschluss auch zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen (Wirtschaftsschulen, Berufsschulen, Fach- und Berufsoberschulen). Jedoch mangelt es an wissenschaftlichen Untersuchungen und somit auch an Erhebungsinstrumenten, welche die Polyvalenz des Studienganges Wirtschaftspädagogik systematisch erfassen. Es stellt sich unter anderem die Frage, welchen Stellenwert die Studierenden der Mehrwertigkeit Ihres angestrebten Abschlusses beimessen, von welchen Kriterien die individuell wahrgenommene Polyvalenzattraktivität abhängt und wie sich diese im Studienverlauf möglicherweise verändert. Hierfür werden Bamberger Studierende der Wirtschaftspädagogik im Rahmen einer Längsschnittstudie auf ihrem Weg zum Abschluss jedes Semester befragt. Dieses Projekt soll dazu dienen, den Studiengang Wirtschaftspädagogik zu stärken und Impulse für Lehramtsstudiengänge und deren Umstrukturierungen hin zu polyvalenten Studiengängen liefern.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Karin Heinrichs
Operative Leitung: Dr. Clemens Frötschl, Benjamin Jäcklin, M. Sc. und Simone Ziegler, M. Sc.