Forschung

Unsere Forschungsprojekte folgen der Grundidee theoriegeleiteter empirischer Forschung. Im Mittelpunkt stehen Prozesse des Lehrens, Lernens und Entwickelns über die Lebensspanne in schulischen, beruflichen und sozio-ökonomischen Kontexten. Wir richten den Blick damit auf die individuelle Förderung und Potenzialentfaltung, Kompetenzentwicklung und Professionalisierung und untersuchen, gestalten und evaluieren Lehr-Lern-Prozesse. Dabei betrachten wir verschiedene Lernorte und Tätigkeitsfelder von Wirtschaftspädagogen: von der kaufmännischen Erstausbildung, über betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Hochschul- und insbesondere die Lehrerbildung. Organisationale, strukturelle und kulturelle Rahmenbedingungen werden vorwiegend als Einflüsse individueller Entwicklung modelliert.

Derzeitige Forschungsprojekte

Wegweisende Entwicklung in der Lehrerbildung (WegE) - Teilprojekt Berufliche Bildung (BeBi)

Das Projekt WegE (Wegweisende Entwicklung in der Lehrerbildung) ist Teil der bundesweiten Initiative Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Ziel des Projektes ist es, die Lehrerbildung am Standort Bamberg weiterzuentwickeln und zu profilieren. Dazu sollen sowohl die unterschiedlichen Fächer und Fachdidaktiken als auch die Phasen der Lehrerbildung besser miteinander verzahnt werden.

Die Wirtschaftspädagogik geht neben dem Studiengang Berufliche Bildung Fachrichtung Sozialpädagogik als ein Vertreter der beruflichen Bildung in das Projekt ein. Beide Fächer sind im Rahmen des Projektes bestrebt, sich aktuellen Herausforderungen der Lehrerbildung inhaltlich und methodisch zu stellen. So steht für die Wirtschaftspädagogik insbesondere der Umgang mit Heterogenität und kultureller Diversität an beruflichen Schulen im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Projekt sind unter https://www.uni-bamberg.de/wege/ verfügbar.

Kontakt: bebi.wege(at)uni-bamberg.de 

Der Übergang vom Studium in den Beruf – Eine Längsschnittstudie zur Relevanz der Polyvalenz des Masterstudiengangs Wirtschaftspädagogik

Polyvalente, d.h. mehrfachqualifizierende, Studiengänge stellen eine Möglichkeit dar, sich den dynamischen Rahmenbedingungen und Anforderungen im Berufsleben anzupassen. Eine Besonderheit bietet hierbei der Studiengang Wirtschaftspädagogik, dessen Abschluss auf vielfältige  Berufsfelder vorbereitet: Dieser ermöglicht den Absolventen des Masterstudiums einerseits die Aufnahme vielfältiger Tätigkeiten in Wirtschaft, Wissenschaft und anderweitigen Organisationen. Andererseits berechtigt ein wirtschaftspädagogischer Abschluss auch zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen (Wirtschaftsschulen, Berufsschulen, Fach- und Berufsoberschulen). Jedoch mangelt es an wissenschaftlichen Untersuchungen und somit auch an Erhebungsinstrumenten, welche die Polyvalenz des Studienganges Wirtschaftspädagogik systematisch erfassen. Es stellt sich unter anderem die Frage, welchen Stellenwert die Studierenden der Mehrwertigkeit Ihres angestrebten Abschlusses beimessen, von welchen Kriterien die individuell wahrgenommene Polyvalenzattraktivität abhängt und wie sich diese im Studienverlauf möglicherweise verändert. Hierfür werden Bamberger Studierende der Wirtschaftspädagogik im Rahmen einer Längsschnittstudie auf ihrem Weg zum Abschluss jedes Semester befragt. Dieses Projekt soll dazu dienen, den Studiengang Wirtschaftspädagogik zu stärken und Impulse für Lehramtsstudiengänge und deren Umstrukturierungen hin zu polyvalenten Studiengängen liefern.