Jahrestagung der AEPF 2001

In der Zeit vom 19. bis 21. März 2001 fand die gemeinsame Tagung der Arbeitsgruppe Empirisch Pädagogische Forschung (AEPF) und der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB), die zusammendie Sektion Empirische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) bilden, in Bamberg im Markushaus statt. Sie stand unter dem Themenschwerpunkt: „Kompatibilität der Erhebung, Auswertung und Gestaltung von Erziehungs- und Ausbildungsprozessen“.

Diese scheinbar etwas umständliche Formulierung spielte einerseits auf die Kompatibilitätsprobleme einer Modellbildung im Rahmen einer Theorie des Messens sensu Gigenzer (1981) an. Andererseits sollte sie das Augenmerk auf eine nur ganzheitlich zu bewerkstelligende Gestaltung und Evaluation der Gegenstandsbereiche der Erziehung, des Lehrens und des Lernens lenken. Ziel dieses wissenschaftlich-eleganten Brückenschlags war es auch, der oben erwähnten neu konstituierten Sektion etwas mehr Leben einzuhauchen, um ihr ein Dasein als ein „retortengezeugter Papiertiger“ zu ersparen. Die Chancen, die stärker bildungssoziologischen, bildungspolitischen und bildungsrechtlichen Aspekte der Erziehung und von Lehren und Lernen, wie sie in der KBBB vertreten sind, mit den eher pädagogischen und psychologischen Aspekten der AEPF-Mitglieder  wieder zusammenzuführen, sollten und konnten genutzt werden.

Im Rahmen der zweieinhalbtägigen Veranstaltung fanden 7 Symposien und über 100 Einzelbeiträge statt. Diese waren nach dem bewährten Raster 40 + 5 – also 20 bis 25 Minuten Präsentation mit 15 bis 20 Minuten Diskussion, anschließend 5 Minuten für den Raumwechsel – organisiert. Inhaltliche Höhepunkte waren der Plenumsvortrag des aus Bamberg stammenden Professor Dr. Andreas Krapp (Universität der Bundeswehr München) mit dem Titel „100 Jahre empirisch-pädagogische Forschung: eine Zwischenbilanz“ und der Plenarvortrag von Prof. Dr. Norbert Seel (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) „Implementationsforschung: Möglichkeiten und Grenzen aus der Sicht der experimentellen Forschung“. 

Insgesamt nahmen rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Europa – etwa 50 Gäste der KBBB und ca. 200 Mitglieder und Gäste der AEPF – an der Tagung teil und machten die zweieinhalbtägige Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Dies bestätigt auch eine unter den Teilnehmern mittels eigens entworfener Evaluationsbögen durchgeführte Befragung. Sowohl diese als auch aus die mündlichen Rückmeldungen der Teilnehmer ließen einen hohen Zufriedenheitsgrad erkennen.