Lebensläufe von WIAI-Studentinnen und -Absolventinnen

Ulrike von Heinemann hat von 1995 bis 2000 Betriebswirtschaftslehre mit Studienvertiefung Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg studiert.
Sie arbeitet als Strategieberaterin im IT-Umfeld.
In ihrem Lebenslauf aus dem Juli 2006 beschreibt sie ihre Ausbildungsstationen und die Tätigkeiten als IT-Strategieberaterin.

Ulrike von Heinemann

  • Derzeitige Position: Managing Consultant bei Capgemini Deutschland GmbH, Berlin, Strategic Consulting mit Schwerpunkt Business & Information Strategy, verantwortlich für den Themenbereich IT Organisation & Portfolio Management.
  • Einstieg als Consultant im August 2000 bei Gemini Consulting GmbH,
  • Management-Beratung, nach Abschluss meines BWL-Studiums in Bamberg

Ausbildung

  • 09/1995: Otto-Friedrich-Universität, Bamberg
    Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Studienvertiefung Wirtschaftsinformatik
    Fokus: Unternehmensführung/Controlling, Personalwirtschaft/Organisation,
    Systementwicklung/Datenbankanwendung
  • Abschluss zum WS 2000: Dipl.-Kauffrau univ., European Master of Business Sciences
  • 09/1997: Ecole de Commerce de Brest, Bretagne/ Frankreich
    Teilnahme am Doppelstudium »European Master of Business Sciences« (EMBSc)
  • 09/1986 - 06/1995: Max-von-Laue Gymnasium, Koblenz

Tätigkeiten als IT-Strategieberaterin

Mit einem Schwerpunkt in Betriebswirtschaftslehre bearbeite ich als Strategieberaterin im IT-Umfeld im Wesentlichen konzeptionelle Fragestellungen rund um das Thema IT Strategie und IT Management an der Schnittstelle zwischen IT und Fachabteilungen, wie z.B. IT Strategie Entwicklung & Positionierung der IT im Unternehmen, IT Organisation & Steuerung, Bewertung von Outsourcingoptionen, Aufbau IT Shared Services, Zusammenarbeit zwischen IT und den Fachabteilungen, IT Projekt Portfolio Management.

Zu meiner Aufgabe als Projektleiterin gehören Tätigkeiten wie klassisches Projektmanagement (Projektstrukturierung, Aktivitätenplanung und -kontrolle, Führung des Beraterteams, Projektkommunikation), Kundengespräche und -betreuung, Vorbereitung und Durchführung von Fokusinterviews und Workshops, Prozess-, Organisations- sowie System-/Architekturanalysen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen als Entscheidungsunterstützung (Business Case), Aufbereitung von Analyseergebnissen und Empfehlungen / Vorbereitung von Entscheidungsunterlagen.

Ein typisches Projekt dauert ca. 3 bis 6 Monate und besteht aus einer kurzen Analysephase zur Beurteilung der Istsituation und Identifikation der wesentlichen Problembereiche, gefolgt von einer Konzeptionsphase, in der gemeinsam mit dem Kundenteam mehrere Lösungsoptionen entwickelt, auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bewertet und priorisiert werden. Abschließend wird ein Implementierungsplan für die Umsetzung der gewählten Option erstellt. In meinen Projekten in den unterschiedlichsten Industrien (Banken & Versicherungen, Prozessindustrie, Telekommunikation, Pharma, Chemie) arbeite ich typischerweise mit IT Führungskräften sowie Vertretern der Fachabteilungen zusammen und berichte an den CIO / Leiter der IT-Funktion oder direkt an den Vorstand oder die Geschäftsleitung. Bisher habe ich im Rahmen meiner Beratertätigkeit in Deutschland, Finnland, Frankreich und der Schweiz gearbeitet. Die Projekte sind überwiegend in englischer Sprache, da die meisten Kunden international tätig sind.

Spannend und herausfordernd an der Arbeit als Strategieberaterin sind

  • Vielseitigkeit und Anspruch der Aufgabenstellungen und Kunden in unterschiedlichsten Industrien und Unternehmenskulturen
  • die hohe Geschwindigkeit und Intensität der Projektarbeit im Team, die zu einer steilen Lernkurve führt
  • Eigenständigkeit, konzeptionelles und kreatives Arbeiten, es gibt kaum Routinearbeiten oder Standardlösungen für die Anforderungen des Kunden
  • Arbeiten mit hochmotivierten Kolleginnen und Kollegen, in wechselnden Teams und internationalem Umfeld

Der Beruf als Beraterin verlangt aber auch ein hohes persönliches Engagement in Form von langen Arbeitszeiten und sehr viel Reisetätigkeit.

Ulrike von Heinemann, 7.7.2006