Universität

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Organisation

Energie, Mobilität, Beschaffung

Bei der Umsetzung nachhaltiger Ziele und Ideen hat sich die Verwaltung der Universität sehr stark an rechtlichen Vorgaben zu orientieren. Auch die Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie ist unsere Grundlage. Einige bereits aktive Bereiche sind:

Nachhaltige Energiekonzepte

Die staatlichen Liegenschaften sowie der ERBA‐Bestellbau sind an das Fernwärmenetz in Bamberg angeschlossen. Damit wird einerseits der Verbrauch fossiler Energieträger und demzufolge der CO2-Ausstoß deutlich reduziert. Zudem erspart sich die Universität umfangreiche Wartungen, die ansonsten für entsprechende Kesselanlagen erforderlich wären. Zwischenzeitlich werden nahezu 90 Prozent der universitären Flächen mit Fernwärmeenergie versorgt.

Auf dem Flachdach der Zentralbibliothek ist eine Photovoltaikanlage installiert, die durchschnittlich 14.000 kWh pro Jahr produziert und durch die entsprechende Einspeisevergütung unsere Kosten für den Energieverbrauch reduziert. Mit der Inbetriebnahme des neuen Institutsgebäudes der Orientalistik am Schillerplatz 17 werden weitere Dachflächen mit Photovoltaikelementen ausgestattet, so dass die Kapazität der Stromproduktion deutlich erhöht werden kann.

Bei allen Sanierungs‐ und Neubaumaßnahmen müssen die aktuellen Anforderungen der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht nur eingehalten, sondern ein um 30 Prozent besserer Wert baulich realisiert werden, soweit dies im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden technisch möglich ist. Für den Neubau am Schillerplatz (Institutsgebäude der Orientalistik) wurde beim Energiebedarf ein Wert erzielt, der dem Passivhausstandard angenähert ist.

Die Universität Bamberg deckt ihren Strombedarf zu 100 Prozent aus Öko-Strom. Dies wird einerseits gewährleistet über die zentralen Ausschreibungen für die Lieferung von elektrischer Energie für sog. Großabnahmestellen und ergänzend für alle weiteren Abnahmestellen mit der Festlegung der Tarifvorgabe, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen produziert werden muss.

Umweltfreundliche Dienstfahrten

Seit Mai 2016 ergänzt ein Renault Twizy den Fuhrpark der Universität Bamberg.

Das Besondere: Es handelt sich um das erste Elektrofahrzeug im Besitz der Universität. Twizy ist für umweltfreundliche Dienstgänge von Universitätsangehörigen im Einsatz. [Mehr lesen ...]

Nachhaltige Mobilität

Die Universität ist bemüht, die Kapazitäten für Fahrradstellplätze zu erweitern. Ziel ist, die Studierenden und Beschäftigten der Universität in verstärktem Umfang zu ermutigen, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Mitarbeiter des technischen Dienstes benutzen für Standortwechsel, Reparaturaufträge und Wartungen nach Möglichkeit die bereitgestellten Dienstfahrräder, soweit dies bei geringem Material- und Werkzeugbedarf möglich ist.

Nachhaltige Medientechnik

Die medientechnische Ausstattung soll in ein Nachhaltigkeitskonzept eingebunden werden, in dem sämtliche Beamer über Netzwerk überwacht werden, um anstehende Wartungen bzw. Ausfall der Technik möglichst frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Damit können die Geräte ihrer Nutzungsintensität entsprechend gewartet werden. Zudem ist eine zentrale Abschaltung möglich, womit die Lebensdauer erhöht und der Energieverbrauch reduziert wird.

Nachhaltige Beschaffung

Im Bereich der Beschaffungs‐ und Bestandsverwaltung wird durch eine nachhaltige Beschaffung zur Sicherstellung einer sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung beigetragen. Es werden soziale, ökologische, ökonomische sowie gesundheitliche Aspekte berücksichtigt.

Umweltgerechte Mülltrennung

Im November 2014 wurde an der Universität Bamberg ein Abfallkonzept veröffentlicht, das strikte Mülltrennung vorsieht. Neben einer vorschriftsgemäßen Entsorgung wurde ein besonderes Augenmerk auf die Abfallvermeidung gelegt: Im täglichen Dienst wird z.B. bei der Beschaffung und Nutzung von Produkten der gesamte Wirtschafts- und Produktlebenszyklus betrachtet. Das bedeutet, dass nicht nur der spätere Entsorgungsaufwand, sondern auch bereits die ressourcenschonende Herstellung in die Beschaffungsentscheidung einfließen. Weiterhin gibt es diverse Rohstoff- und Abfallrücknahmeaktivitäten, wie z.B. die Rückgabe von Verpackungsmaterialien an den Lieferanten.
Das Abfallkonzept nimmt jedoch auch nach dem „Verursacherprinzip“ alle Universitätsangehörigen in die Pflicht und sensibilisiert zu einem umweltbewussten Verbraucherverhalten.