Maxim Kantor: Garten des Wissens

Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Bamberg.

Ausstellungseröffnung am Freitag, 26.10.2018, um 19.00 Uhr in der Teilbibliothek 1

Programm

Begrüßung
Dr. Fabian Franke
Direktor der Universitätsbibliothek Bamberg

Prof. Dr. Christian Illies
Lehrstuhl Philosophie II der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Grußwort
Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert
Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Einleitung
Prof. Dr. Harald Wydra
Professor für Politische Theorie (Ost-Europa-Studien) und Politische Anthropologie an der Universität Cambridge, Fellow St Catharine's College

Lesung Rotes Licht
Andreas Ulich liest aus Maxim Kantors Roman Rotes Licht (Zsolnay Verlag, Wien, 2018).
Schauspieler und Autor in Bamberg (Wortkunst)

Empfang und Rundgang
durch die Ausstellung

Der Lehrstuhl Philosophie II der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Universitätsbibliothek Bamberg laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung.

Ausstellungsdauer: 27.10.2018 – 31.03.2019

Ausstellungsort:  Teilbibliothek 1 (Theologie und Philosophie), An der Universität 2 (Westflügel, 1. Obergeschoss)
Hinweis für Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätseinschränkung: bitte den Zugang über die Fleischstraße benutzen.

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag     08.30 - 20.00 Uhr
Samstag                   10.00 - 14.00 Uhr

Eintritt frei

Im Zusammenhang mit der Ausstellung findet am Samstag, dem 27.10.2018 ein philosophischer Workshop zu Kunst, Politik und dem Werk von Maxim Kantor in Anwesenheit des Künstlers statt.
Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.
Voranmeldungen sind jedoch erforderlich
, da die Plätze beschränkt sind.
(Anmeldungen am Lehrstuhl für Philosophie II bei Frau Rita Plüisch.)


Es gibt wenig, was der Universalkünstler Maxim Kantor nicht anpackt: Seit seinem Kunststudium in Moskau, wo er 1957 geboren wurde, trat er schon bald als Maler, Graphiker und Schriftsteller hervor, der aber ebenso Skulpturen schafft, Puppen baut oder mit dem Geiger Gidon Kremer und dessen Orchester gemeinsam auftritt.
Seine ersten Ausstellungen fanden im Untergrund statt, so gründete er die Künstlergruppe „Das rote Haus“, die in den 80er Jahren heimliche Ein-Tages-Ausstellungen in der UdSSR veranstalteten, etwa 1984 am Philosophischen Institut in Moskau. Nach den großen Umbrüchen in Russland konnte er dann bereits 1997 mit einer Einzelausstellung an der Biennale in Venedig teilnehmen und gilt seitdem als einer der international herausragenden Künstler Russlands. Unterdessen lebt Kantor auf einer französischen Insel, arbeitet in Oxford (wo er Honorary Fellow zweier Colleges ist) und Berlin (wo er jüngst zwei Bilder für das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland malte). Seine Bilder wie zahlreichen Bücher leben aus der Spannung zwischen einer großen Achtung für den Einzelnen – etwa in seinem Faustzyklus in Bamberg sichtbar - und einer bildmächtigen Reflexion über dessen Gefährdungen, etwa der Bedrohung durch politische oder ökonomische Strukturen. Egoismus und Kleingeisterei sticht er dabei ebenso mit spitzem Pinsel oder Feder auf wie die totalitären Tendenzen im heutigen Russland. Anfang 2018 erschien Rotes Licht, ein bedrückendes Zeitportrait seiner Heimat Russland in der Tradition der großen russischen Romane.

Kantors Bilder hängen in den großen Museen der Welt, in Australien ebenso wie den USA, in Belfast oder Danzig, in der Tretjakow-Galerie in Moskau, dem British Museum London, der Staatsgalerie Stuttgart oder der Akademie der bildenden Künste in Wien (wo seine Bilder gerade im Dialog mit Werken von Hieronymus Bosch zu sehen sind). Und nun auch in Bamberg, einer Stadt, die vor einigen Jahren sein Herz gewonnen hat.

Flyer zur Ausstellungseröffnung(1.6 MB)