Elsevier-Forderungen sind für die Wissenschaft inakzeptabel -
Notversorgungs-Artikellieferdienst eingerichtet

Seit Mitte 2016 verhandelt das Projekt „DEAL – bundesweite Lizenzierung der Angebote großer Wissenschaftsverlage“ (www.projekt-deal.de) im Auftrag der Allianz der Deutschen Wissenschaftsorganisationen mit dem Verlag Elsevier über einen zukunftsweisenden Lizenzvertrag für mehrere hundert Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland (Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Forschungseinrichtungen, Staats- und Regionalbibliotheken). Die Verhandlungsziele sind:

  1. Die Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals).
  2. Alle Publikationen von Erstautorinnen und -autoren (submitting authors) aus den Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  3. Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Wegen der nach wie vor überhöhten Forderungen des Verlags Elsevier war ein vorläufiger Abbruch der Verhandlungen mit Elsevier am 03.07.2018 unumgänglich. Elsevier ist weiterhin nicht bereit, einen wissenschaftsadäquaten Leistungsumfang unter den Grundsätzen des Open Access anzubieten, der nachhaltig finanzierbar ist. Weitere Informationen zu den Verhandlungen mit Elsevier finden Sie in der Pressemitteilung der Hochschulrektorenkonferenz.

Um den Druck auf Elsevier zu erhöhen, hat die Universitätsbibliothek Bamberg, wie weitere rund 200 deutsche Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen, mit Zustimmung der Universitätsleitung  ihre Elsevier-Abonnements gekündigt. Wenn Sie unbedingt einen Artikel mit Erscheinungsjahr 2017 oder 2018 aus einer bisher für die Universität Bamberg lizenzierten Elsevier-Zeitschrift benötigen, bieten wir Ihnen einen Notversorgungs-Artikellieferdienst an. Bitte füllen Sie dazu das Bestellformular im Virtuellen Campus aus - wir besorgen Ihnen den gewünschten Artikel dann auf dem schnellstmöglichen Weg. Selbstverständlich versuchen wir, Ihnen den Artikel im elektronischen Volltext zu schicken, können aber nicht ausschließen, dass wir Ihnen aus rechtlichen Gründen nur eine Papierkopie liefern können. Die Archive bis Erscheinungsjahr 2016 der ehemals lizenzierten Zeitschriften sind weiterhin über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek oder über die Plattform ScienceDirect zugänglich!

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Einschränkungen, die dazu beitragen sollen, dass mit Elsevier eine grundsätzliche Einigung über die Rahmenbedingungen eines künftigen Publish&Read-Vertrags hergestellt werden kann. Wir möchten Sie auch bitten, eine eventuelle Tätigkeit im Herausgebergremium und als Gutachterin oder Gutachter für Elsevier-Zeitschriften sowie die Publikation in Elsevier-Zeitschriften zu überdenken.

Weitere Informationen zum Projekt DEAL finden Sie unter www.projekt-deal.de. Bei Fragen können Sie sich gerne an Ihre Fachreferentinnen und Fachreferenten oder an der Direktor der Universitätsbibliothek Dr. Fabian Franke (863-1500) wenden.