Gut zu wissen:

Studierende des BA-Studiengangs Islamischer Orient können für eine Teilnahme am Bayerischen Orientkolloquium 2 ECTS angerechnet bekommen. Sie müssen sich dafür bei jedem Vortrag in eine Liste eintragen, die eine/r der Professoren dabei haben wird. Für eine Anwesenheit bei mind. 6 Vorträgen des BOK gibt es 2 ECTS im Studium Generale.

Bayerisches Orient-Kolloquium

Das 1985 ins Leben gerufene Bayerische Orient-Kolloquium ist eine Vorlesungsreihe, die im Wintersemester an der Universität Erlangen-Nürnberg und im Sommersemester an der Universität Bamberg durchgeführt wird. Das Orient-Kolloquium ist zudem das Forum der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen der Sektion Vorderer Orient des Erlanger Zentralinstituts für Regionalforschung und des Instituts für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients, Islamwissenschaft und Judaistik an der Universität Bamberg.

Es soll darüber hinaus den Studierenden der orientalistischen Fächer der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg sowie allen Interessierten einen Einblick in verschiedene Teilgebiete der Orientforschung ermöglichen.

Die Referenten - viele von ihnen werden aus dem Ausland eingeladen - berichten über orientspezifische Themen. Das Kolloquium wird seit 1989 vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziell gefördert.

Im Sommersemester 2019 wird das Bayerische Orient-Kolloquium vom Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg organisiert.
Hier das Programm des Bayerischen Orient-Kolloquiums im Sommersemester 2019(806.0 KB) im pdf-Format zum Herunterladen.

 

  • Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Institut für Orientalistik, Schillerplatz 17, 96047 Bamberg, Raum 00.13.

  • Zeit: Donnerstags, 18.15 Uhr

Hinweise:

  • Der für den 29. Mai geplante Vortragstermin muss entfallen!
  • Der Termin am 13. Juni findet abweichend von der regulären Zeit um 14:15 Uhr statt und zwar im Raum Schillerplatz 17,  01.19!
  • Bitte beachten Sie, dass der Vortrag von Prof. Fragner am 11. Juli im GebäudeAn der Universität 5 stattfindet!

Hier das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2019

The Gülhane Edict of 1839 which proclaimed the Tanzimat era in the Ottoman Empire is a curious text whose composition has puzzled historians. The edict starts by citing deviation from Islam and Sharia as the cause of Ottoman decline and concludes with the remark that old ways are transformed and new measures are initiated. Some scholars observed a paradox here while others considered it as a mere lip-service to tradition. My research, however, shows that Tanzimat was based on a particular conception of reform which was a matter of discussion since the late 18th century: namely renewal (tecdîd). Demonstrating the conceptual genealogy of Ottoman reform, the lecture will also reflect on the practice of conceptual history in the Ottoman context.

Cairo is essentially a 20th-century city. From 1900 to the present, Egypt's architectural culture witnessed an immense transformation, flourished after the 1919 revolution and declined after the fall of Nasserism. The talk will introduce the forthcoming book Cairo Since 1900: An Architectural Guide, and shed light on 20th-century architecture in Egypt, introduce the main architects and their publications, discuss questions of patronage and the relationship between Egypt's architectural modernism to the country's turbulent politics.

This presentation will be about the low representation level of women in the Turkish parliament and in the municipalities. The fact that political representation level of women is lower than of men will be examined in the context of public-private sphere division and the male-dominated politic culture. It will be asserted that implementation of gender quotas is an important tool to promote the women’s representation, but because the structure of political parties and the whole politic culture is based on the culture of strong leaders, more than gender quota is needed to succeed in this goal.

Der Vortrag beleuchtet wichtige Aspekte muslimischen Lebens in Bayern, die in einer Studie des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa für die bayerische Staatsregierung untersucht wurden. Hierbei geht es um muslimische Teilhabe in der Öffentlichkeit und Kooperationen mit dem Staat bis hin zu Problemen des islamischen Extremismus und der Islamfeindlichkeit.

Beschreibung folgt.

In the early 20th century, the Iranian Jewish communities were largely disenfranchised, marginalized, and impoverished. About 80 percent belonged to the lowest social and economic classes, 10 percent were part of the emerging middle class, and 10 percent counted among the country’s elites. By the 1979 revolution, that situation had changed. 10 percent were impoverished, 80 percent belonged to the middle classes, and 10 percent remained in the elite. By the 1979 revolution, Jews played a role in every Iranian political camp: as supporters of the monarchy or the revolutionary movements. This talk analyzes the institutional history of the Jewish communities in Iran—and the pivotal role they played in facilitating integration and other social developments. The examples to be discussed will help us understand how Iran’s Jews adjusted to a rapidly changing post-revolutionary society, especially in light of the regional conflict between their respective spiritual and national homelands, Israel and Iran.

 

Der Damaszener Gelehrte Muhammad Ibn Tulun ist heutzutage vor allem als Historiker bekannt. Aber sein Gesamtwerk ist weitaus größer als die mehr als seine vierzig historiographischen Texte. Laut einer Werkliste, die auf ihn selbst zurückgeht, schrieb er über siebenhundert verschiedene Werke in 72 verschiedenen Wissensdisziplinen.

Der Vortrag beleuchtet Ibn Tuluns Korpus und seine interne Organisation, bevor er zeigt, wie sich dieser Korpus räumlich verteilte, ausgehend von der ursprünglichen Bücherstiftung durch den Autor zunächst über eine lokale und regionale Verteilung, die selten über die Grenzen seiner Heimatstadt Damaskus hinausging, bis hin zu einer globalen Verteilung, die zwischen der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Gestalt annahm. Der Vortrag argumentiert, dass Ibn Tuluns Organisation seines geschriebenen Werkes ebenso wichtig für das Überdauern seiner Werke war wie der Inhalt und die Argumentation der individuellen Werke.

Der Begriff Iranistik ist inzwischen schon an die zwei Jahrhunderte alt. Er hat nicht zu allen Zeiten die gleichen Inhalte bezeichnet, aber im Laufe der Zeit haben sich innerhalb des Oberbegriffs „Orientalistik“ unter dieser Fachbenennung mehrere wissenschaftliche Ausrichtungen beheimatet, die zunehmend kompatibel geworden sind und seit einigen Generationen eine „Diskursgemeinschaft“ gebildet haben. Ein Streiflicht soll diese Entwicklung einer orientalistischen Disziplin (in Deutschland und weltweit) anschaulich machen. In dem Vortrag wird auch eine Standortbeschreibung der Bamberger Iranistik vorgeschlagen und zur Diskussion gestellt.

Der koranische Gottesbegriff steht nicht nur im Gespräch mit jüdischen und christlichen Konzeptionen; er weist auch eine beträchtliche Kontinuität mit altarabischen Vorstellungen auf, die in der gegenwärtigen Forschung häufig nicht hinreichend gewürdigt wird. Anhand inschriftlicher Befunde, Belegen aus der vorislamischen Dichtung sowie einschlägigen Koranstellen wird der Vortrag umreißen, wie sich die pagane Gottheit /Allāh /(„der Gott“) bereits in vorkoranischer Zeit zu einem souveränen Herrscher über Natur und Geschichte entwickelte, dem zudem die Ahndung bestimmter moralischer Übertretungen oblag. Dabei werden zugleich wichtige Differenzen zur koranischen Gottesvorstellung in den Blick treten.

 

Hier können Sie sich über die Vorträge im Orientkolloquium der vergangenen Semester informieren:

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2018/19
(2.2 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2019(1.2 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2017/18(78.3 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2017(1.0 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2016/17

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2016(2.3 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2015/16(1.6 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2015(2.4 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2014/15(1.2 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2014(564.7 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2013/14(51.7 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2013(310.2 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2012/13(1.6 MB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2012(324.4 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2011/12(5.7 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2011(367.5 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2010/11(5.7 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2010(102.4 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2009/10(257.5 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2009

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2008/09

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2008

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2007/08(680.0 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2007(213.6 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2006/07(11.2 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Sommersemester 2006(11.2 KB)

Das Programm des Bayerischen Orientkolloquiums im Wintersemester 2005/06(34.6 KB)