Montag, 17. Februar 2020

10:00 Begrüßung durch die Viepräsidentin Prof. Dr. Margarete Wagner-Braun im Irmler Musiksaal WE5/00.033

10:15 Key note speech "Interdisziplinarität: Bedeutung, Chancen und Grenzen" von Dr. Michael Jungert im Irmler Musiksaal WE5/00.033

11:00 Podiumsgespräch mit der Universitätsleitung und Fachvertretern: „Kleine Fächer- (zu) große Erwartungen“ – Moderation: Prof. em. Dr. Sebastian Kempgen – Irmler Musiksaal WE5/00.033

12:00 Light Lunch

12:30 – 13:30 Vortrag: „Was wäre eine vertrauenswürdige Wissenschaft? Einige erkenntnistheoretische und wissenschaftsethische Herausforderungen.“ mit Dr. Jon Leefmann in WE5/00.043

Hinsichtlich des Wissens, das wir aus wissenschaftlichen Quellen beziehen, geht es uns als Wissenschaftler*innen nicht anders als allen anderen Menschen. Sobald dieses Wissen unseren persönlichen Kompetenzbereich überschreitet, haben wir kaum Möglichkeiten, die Zuverlässigkeit dieser Quellen durch eigene Erkenntnisbemühungen zu überprüfen. Um ihrer gesellschaftlichen Funktion gerecht werden zu können, sind die Wissenschaften deshalb auf Vertrauen angewiesen; und zwar sowohl hinsichtlich der epistemischen Angemessenheit ihrer Erkenntnismethoden als auch hinsichtlich der Werte, welche die Forschungspraxis anleiten.

Der Vortrag wird zunächst die Besonderheiten der Einstellung des Vertrauens in die Wissenschaft erläutern. Auf wen oder was müssen wir uns dabei in welchen Hinsichten verlassen können? Welche normativen Erwartungen spielen dabei eine Rolle? Daraus werden einige Schlussfolgerungen für die wissenschaftliche Praxis und die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gezogen. Was macht eine Wissenschaft vertrauenswürdig? Wie kann sie sich öffentliches Vertrauen verdienen und es bewahren? Und wie sollte sie agieren, wenn ihre Glaubwürdigkeit in Teilen der Öffentlichkeit lautstark in Frage gestellt wird?

Zielgruppe: Master-Studierende, Promovierende und Postdocs

Zeit: Montag, 17.02.2020 von 12:30 bis 13:30 Uhr

Vortragsleitung:Dr. Jon Leefmann

Dr. Jon Leefmann forscht und lehrt seit 2016 am Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, seit 2018 im Rahmen seines eigenen DFG-Projektes „Wissen durch Vertrauen? Zur Epistemologie der Zeugnisse wissenschaftlicher Experten“. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten in den Bereichen Bio- und Forschungsethik an der Universität Mainz und der Universitätsmedizin Göttingen. Er wurde 2015 an der Universität Tübingen im Fach Philosophie promoviert.

13:45 - 15:15 Workshop: „Gute wissenschaftliche Praxis“ mit Dr. Antonia Widmer-Leitz und Dr. Martin Rehfledt in WE5/00.043

Beim Stichwort „gute wissenschaftliche Praxis“ werden die meisten wahrscheinlich an das Gegenteil denken – an schlechte wissenschaftliche Praxis, konkret an Plagiate oder manipulierte Forschungsergebnisse, denn derartige Fälle, insbesondere, wenn sie bei Personen des öffentlichen Lebens aufgedeckt werden, erfahren öffentliche Aufmerksamkeit. Oder man denkt zurück an das „wissenschaftliche Arbeiten“ der ersten Studiensemester, in dem es um Zitationsweisen und Literaturrecherche ging. Doch das Konzept der guten wissenschaftlichen Praxis, wie es die Universität Bamberg in ihren „Forderungen guter wissenschaftlicher Praxis“ und die DFG in ihrem 2019 neu erschienenen Kodex niedergelegt haben, ist deutlich weiter gefasst. Vom Forschungsdesign über rechtliche und ethische Rahmenbedingungen und Fragen der Autorschaft bis zur Zugänglichmachung von Forschungsergebnissen und schließlich der Archivierung werden alle Phasen der Forschungstätgkeit in den Blick genommen.

Ablauf:

Zunächst werden die verschiedenen Aspekte guter wissenschaftlicher Praxis anhand der aktuellen Regelungen der Universität sowie der DFG-Leitlinien vorgestellt; anschließend werden einige sich daraus ergebende Konsequenzen anhand von fiktiven Grenzfällen in Gruppen erarbeitet und abschließend diskutiert.

Lernziele:

- Kenntnis der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis

- Fähigkeit zum Transfer auf die eigene Forschungsarbeit, z.B. zur selbständigen Identifikation potentieller Probleme

Methode: Vortrag, Gruppenarbeit, Diskussion

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen

Zielgruppe: Master-Studierende, Promovierende und Postdocs

Zeit: Donnerstag, 17.02.2020 von 13:45 bis 15:15 Uhr

Workshopleitung: Dr. Antonia Widmer-Leitz / TRAc und Dr. Martin Rehfeldt / TRAc

Dr. Antonia Widmer-Leitz war über 13 Jahre für die Europäische Union im Bereich Programmmanagement des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung tätig. Sie wechselte 2018 an die Universität Bamberg und ist in der TRAc unter anderem für die Postdoc-Beratung und das Qualifizierungsprogramm zuständig.

Dr. Martin Rehfeldt ist nach 12 Jahren in Forschung und Lehre an der Universität Bamberg in den wissenschaftsstützenden Bereich gewechselt und an der Trimberg Research Academy u.a. für die Postdoc-Beratung zuständig; außerdem ist er im Welcome Center für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tätig.

15:30 - 17:30 „Messe der Graduiertenschulen“ im Irmler Musiksaal

Auf der „Messe der Graduiertenschulen“ präsentieren sich alle Bamberger Graduate Schools und informieren über Ihre Angebote. Für promotionsinteressierte Master-Studierende werden allgemeinen Informationen über die Vorteile einer strukturierten Promotion angeboten. Promovierende haben die Möglichkeit sich über außeruniversitären Berufsperspektiven mit Promotion, vorgestellt von Alumni und Alumnae der Graduiertenschulen, zu informieren.

Ablauf:

  • Einführung: „Vorteile einer strukturierten Promotion, insbesondere in Kleinen Fächern“ Dr. Antonia Widmer-Leitz, Dr. Martin Rehfeldt
  • Infostände aller Graduiertenschulen
  • World Café: Berufsinformation über  außeruniversitäre Karrieremöglichkeiten für promovierte Absolventinnen und Absolventen mit Alumni und Alumnae der Graduiertenschulen

Zielgruppe: Master-Studierende/ Promovierende/ Postdocs