Fakultät Humanwissenschaften

Sportdidaktik

Das 4 - Säulen - Modell

Säule 1: Das Studium des Faches Sportdidaktik

Seit die Universität Bamberg aus der alten Pädagogischen Hochschule hervor gegangen ist, hat die Lehrerbildung im Kontext der anderen Studiengänge große Bedeutung. Insofern ist das Studium der Sportdidaktik nach wie vor fester Bestandteil für Studierende des Lehramts an Grund- und Hauptschulen, zumal dieser Studiengang mit Beginn des Wintersemesters 2005/6 an der Universität Bayreuth eingestellt wurde. Die Universität Bamberg bietet somit die einzige Studienmöglichkeit des Faches Sportdidaktik in Oberfranken.

In den letzten Jahren greifen verstärkt Studierende weiterer Fachrichtungen auf den Sport zu. So hat die Zahl der Sport-Studierenden aus den Bachelor-Studiengängen rapide zugenommen. Einen Schwerpunkt bilden in diesem Kontext seit acht Semestern die Wirtschaftspädagogik-Studierenden. Sie belegen zunehmend das Fach Sportdidaktik als studienbegleitende Weiterbildungsmaßnahme. Dies ermöglicht ihnen (mit einer kurzen Nachqualifikationsmaßnahme nach dem Referendariat) das Fach Sport an Berufsschulen zu unterrichten.

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Studium im Fach Sportdidaktik kann auf Antrag vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) der Allgemeine Übungsleiterschein erworben werden.  

Säule 2:  Der Allgemeine Hochschulsport

Einer bayernweiten Bestandserhebung aus dem Jahr 2005 zu Folge ist die Otto-Friedrich-Universität Bamberg die Hochschule in Bayern mit der prozentual höchsten Teilnehmerzahl an den Kursen des Allgemeinen Hochschulsports im Vergleich zur Gesamtstudierendenzahl. Annähernd ein Drittel aller Studenten nehmen das breit gefächerte Angebot des Universitätssportzentrums wahr. Dabei reicht das Spektrum in über 70(!) Kursen von Kampf-, Ball- und Tanzsportarten bis hin zu Rückenschule und Yoga oder vielen Formen von körperbildend-ästhetischen Aktivitäten wie Ballett, Aerobic oder body conditioning u.v.m. (siehe Homepage). Gerade die gesundheitsorientierten Kurse erlangen auf Grund des wachsenden Gesundheitsbewusstseins an Relevanz und werden von den Studierenden und von den Bediensteten stark frequentiert.

Aus diesem breit gefächerten Kursangebot generieren sich bisweilen Wettkampfmannschaften, die zusammen mit den Startern in den Individualsportarten die Universität Bamberg bei bayerischen oder deutschen Hochschulmeisterschaften mit teilweise beachtlichen Erfolgen vertreten.

Säule 3:  Forschungsstelle für Angewandte Sportwissenschaften (FfAS)

Das Phänomen Sport verlangt gleichsam von einem modernen Universitätssportzentrum eine Öffnung des universitären Sports „nach außen“, wodurch der Sport an der Universität Bamberg ein innovatives Profil bekommt.

  • Partnerhochschule des Spitzensports
  • Unternehmen
  • Verbände
  • Vereine (Brose Baskets)
  • Schulen
  • Externe Organisationen </span>

Im Januar 2005 wurde die Otto-Friedrich-Universität vom Allgemeinen deutschen Hochschulsportverband (adh) zur „Partnerhochschule des Spitzensports“ ernannt. Ziel der Vereinbarung ist es, dass Spitzensportler (Kaderathleten) an der Universität Bamberg neben ihren enormen Trainings- und Wettkampfbelastungen ein universitäres Studium bewältigen können. Mittlerweile sind dem Projekt mehr als zehn nationale Spitzenathleten beigetreten, die an der Universität Bamberg Studienerleichterungen organisatorischer (nicht inhaltlicher!) Art erfahren und ihren Leistungssport parallel ausüben können.

In den letzten Jahren suchten alle Sportverbände auf Grund der gesellschaftlichen Veränderungen (Wertewandel etc.) nach Optimierungsmöglichkeiten ihrer Ausbildungsrichtungen für die jeweiligen Übungsleiter und Trainer. So fanden in den letzten Jahren viele Trainerfortbildungen mit sportpädagogisch-psychologischem Schwerpunkt v.a. in Kooperation mit dem Bayerischen Basketballverband an der Universität Bamberg statt. Verschiedene Verbände haben bereits signalisiert, universitäres know how v.a. auf den Gebieten Sportpädagogik und Sportpsychologie künftig verstärkt nutzen zu wollen.

Im Dezember 2008 wurde zwischen den „brose baskets“ und der Universität Bamberg ein offizieller Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist es, Synergieeffekte zwischen dem Spitzenbasketball in Bamberg und der universitären Sportwissenschaft zu erzielen.

Auf Grund der raschen Veränderungen im Wirtschaftsleben traten Unternehmen an das Universitätssportzentrum heran, um die Kernkompetenzen des Phänomens Sport ins Wirtschaftleben hinein zu transportieren. Unter dem programmatischen Titel „Erfolgsfaktor Sport für Unternehmen“ gestaltete deshalb das Kompetenzteam des Universitätssportzentrums (bestehend aus Prof. Dr. Sigurd Baumann, Prof. Dr. Stefan Voll und Doktorand Roland Back) wiederholt Führungskräfteschulungen für Unternehmen. So fanden eine Reihe von Vorträgen, Workshops oder Seminare zu verschiedenen Themenbereichen statt.

Gerade Schulen müssen gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren. Insofern ist die Organisation Schule im Rahmen ihrer Schulentwicklungsprogramme gefordert, den Sport vielfältig und zeitgemäß zu nutzen. Hierfür bedarf es entsprechender Konzepte, die bereits vom Universitätssportzentrum an der MODUS21-Hauptschule Scheßlitz implementiert wurden. Der nachfolgende Artikel von Herrn Roland Back (Doktorand am Universitätssportzentrum) präzisiert exemplarisch den Wissenstransfer von der Sportwissenschaft in die Schulentwicklung.

Derzeit laufen einige sportwissenschaftliche Projekte – vornehmlich im sportpädagogischen und sportpsychologischen Forschungsbereich (siehe Homepage) -, deren Ergebnisse in sportwissenschaftliche Publikationen münden.    

Die knapp gehaltene Auflistung der diversen sportiven Aktivitätsfelder zeigt wie breit gestreut das durchaus zukunftstaugliche Leistungsspektrum des Sports an der Universität Bamberg ist, bietet es doch auf vielen Kompetenzfeldern einen erkennbaren „Mehr-Wert“. Gerade die forcierte Vernetzung sowohl nach innen als auch nach außen verstärkt die Präsenz des universitären Sports spürbar und

verändert und erweitert sein Profil von einem ursprünglich reinen Lehrerbildungsinstitut zu einem facettenreichen sportwissenschaftlichen Dienstleistungsunternehmen.

Dafür stehen das Universitätssportzentrum an der Feldkirchenstraße und die Hochschulsportanlage im Volkspark (Armeestraße) zur Verfügung. Eine detailliertere Beschreibung der einzelnen Kompetenzfelder gibt es auf der Homepage des Universitätssportzentrums unter http://www.uni-bamberg.de/wissenschaftl_einrichtungen/sportzentrum/

oder www.uszb.de.vu

Säule 4:  Partnerhochschule des Spitzensports