Tagungsband - Exposé

 

Soziale Arbeit mit Geflüchteten – Bilanz und Ausblick 

Zwei Jahre nachdem die Bundesregierung einen weltweit beachteten Umschwung in der Asylpolitik vollzogen hat, der zwischenzeitlich an vielen Stellen wieder zurückgenommen worden ist, gilt es Bilanz zu ziehen. Wo steht die Soziale Arbeit mit Geflüchteten derzeit? Wie wird mit Asylsuchenden umgegangen und welche konzeptionellen sowie institutionellen Neuorientierungen lassen sich nachzeichnen? 

Der Band zur Tagung Soziale Arbeit mit Geflüchteten – Bilanz und Ausblick, die im April 2017 in Bamberg stattfand, versteht sich als Reflexions- und Diskussionsrahmen aktueller Entwicklungen auf professioneller sowie disziplinärer Ebene und richtet sich explizit an alle im Feld tätigen und interessierten Kolleginnen und Kollegen und wird in nachfolgende Arbeitsbereiche gegliedert. 

1. Bildungs- und Teilhabechancen geflüchteter Menschen – Recht auf Bildung 

Es stellt sich die Frage, mit welchen institutionellen Bildungsarrangements geflüchteten jungen Menschen derzeit begegnet wird: Welche Herausforderungen ergeben sich für die Institution Schule, aber auch für die Soziale Arbeit? 

2. Arbeit mit, von und für Ehrenamtliche 

Was ist die Rolle und was sind die Zielen Freiwilliger und welche Herausforderungen ergeben sich in der Zusammenarbeit mit eben diesen Akteur*innen. 

3. Soziale Arbeit und Abschiebung – Professionelle und disziplinäre Perspektiven 

Nach Manching wurde 2015 in Bamberg die zweite sogenannte ‚Ankunfts- und Rückführungseinrichtung‘ (ARE II) eröffnet. An diesem und an anderen Beispielen werden Handlungsspielräume und Perspektiven Sozialer Arbeit im Kontext von Abschiebungen diskutiert. 

4. Politische Entwicklungen – Populäre Debatten und Geflüchtetenproteste 

 

Auch jenseits der Parlamente und Verwaltungen ist Asyl resp. Fluchtmigration eines der zentralen Themen gesellschaftlicher Auseinandersetzung geworden. Welche gesellschaftlichen Positionierungen unterschiedlicher Akteur*innen sind als Reaktion auf die Fluchtmigrationsprozesse und deren mediale Repräsentation in den vergangenen Jahren sichtbar geworden? 

 

Sollten Sie Interesse an einer Beteiligung haben, melden Sie sich bitte mit einem vorläufigen Titel bis zum 30. Juli 2017 unter tagung.sozpaed(at)uni-bamberg.de.