Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

SoWi Frauenbeauftragte

Diskussionsveranstaltung "Frauen in Netzwerken - Ohne Vitamin B läuft nichts!?" am 10.07.2012

In alter Tradition luden die Frauenbeauftragten der Fakultät SoWi Iris-Niki Nikolopoulos, Dr. Julia Warwas, Doris Böhme und Sonja Sperber auch in diesem Sommersemester alle Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Interessierten zur Veranstaltung ein: Dieses Semester widmete sich die Diskussionsveranstaltung, die am 10. Juli 2012 in der Feki stattfand, dem Thema „Frauen in Netzwerken – Ohne Vitamin B läuft nichts!?“.

Neben einem spannenden Impulsreferat von Professor Dr. Monika Jungbauer-Gans von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zu „Karrierewegen von Frauen in der Wissenschaft“ wurden die zahlreichen Besucher, die an diesem Sommernachmittag die Veranstaltung verfolgten, anschließend Zeuge einer höchst interessanten wie ebenso abwechslungsreichen Diskussion zwischen Professor Dr. Maike Andresen (Lehrstuhl für BWL, insb. Personalmanagement), Professor Dr. Alexander Fliaster (Lehrstuhl für BWL, insb. Innovationsmanagement), Professor Dr. Johannes Giesecke (Lehrstuhl für Soziologie, insb. Methoden der empirischen Sozialforschung) sowie der Referentin.

Zu Beginn des Impulsreferats wurde dabei von Professor Dr. Jungbauer-Gans die These aufgegriffen, dass der Frauenanteil mit der Höhe der erreichten wissenschaftlichen Position abnimmt und ebenso, dass Frauen in der gleichen wissenschaftlichen Position weniger Veröffentlichungen vorzuweisen haben. Doch woran kann dies liegen? Kann daran ein unterschiedliches Netzwerkverhalten zwischen Männern und Frauen als Erklärung dienen?

In Bezug auf die Frage nach dem geringeren Frauenanteil in den höheren wissenschaftlichen Positionen kommt die Referentin zu dem Ergebnis, dass hier die Tatsache, dass sich Frauen seltener auf diese Positionen – auch häufig bedingt durch die Unterbrechung im Zuge der Kinderbetreuung und die damit verbundene Forschungspause – bewerben, ausschlaggebend ist. Doch welchen Anteil spielen die Netzwerke in diesem Zusammenhang?

Die anschließende Podiumsdiskussion, durch die Frau Katja Auer als Journalistin der Süddeutschen Zeitung führte, sollte hierauf Antworten finden. Neben der Rolle der Netzwerke im beruflichen Werdegang, die besonders im Hinblick auf internationale Kontakte und den Aufbau eines von Vielfalt geprägten Netzwerkes entscheidend zu sein scheint, wurde der Frage nachgegangen, welche Netzwerke in der beruflichen Laufbahn wichtig sind und wie große diese sein sollten. Hierbei kamen die Diskussionsteilnehmer, auch im offenen Austausch mit dem Publikum, zu dem Ergebnis, dass Netzwerke durchaus – sowohl für berufliche als auch private Belange – eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings hängen sowohl Größe als auch Zusammenstellung des Netzwerkes stark von den im Netzwerk verfolgten Zielen und der Beziehungsstärke zwischen den einzelnen Mitgliedern ab. Darüber hinaus waren sich am Ende sowohl Diskussionsteilnehmer als auch das Publikum einig, dass ein Netzwerk und die daraus entstehenden Vorteile nicht nur rein durch die Kompetenz der Mitglieder geprägt ist, sondern auch stark durch die Sympathie untereinander und daher – sowohl für Frauen als auch für Männer – ein lebenslanges Vertrauensgebilde sein kann, bei dem nicht nur der Karriereaspekt im Vordergrund steht, sondern besonders der persönliche bereichernde Austausch mit den persönlich geschätzten Personen.

Anschließend luden die Frauenbeauftragten die an der Podiumsdiskussion teilnehmenden Professoren sowie alle Studierenden und Gäste zu weiteren Gesprächen bei Snacks und Getränken ein; diesem Angebot folgte eine große Anzahl und nutzte die Gelegenheit zum weiteren thematischen Austausch.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren fleißigen Hilfskräften und allen an der Organisation beteiligten Personen sowie unseren Sponsoren!