Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

SoWi Frauenbeauftragte

Veranstaltung "Frauen in die Wissenschaft! (Erfahrungs-) Berichte über Stolpersteine und Meilensteine" am 14.07.2011

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“

von Sophie Strauß

Stolpersteine und Meilensteine auf dem Weg in die Wissenschaft zeigten am Mittwoch, den 14. Juli 2011, die Frauenbeauftragten der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften bei ihrer Veranstaltung „Frauen in die Wissenschaft – (Erfahrungs-)Berichte über Stolpersteine & Meilensteine“ im Innenhof der Standorts Feldkirchenstraße auf. Die Veranstaltung bot allen Interessierten Gelegenheit, sich über die Situation von Frauen an der Universität zu informieren, mögliche Karrierechancen kennen zu lernen und sich mit Professorinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen auszutauschen. Zunächst hieß die Veranstalterin, Fakultätsfrauenbeauftragte Dipl.-Soz. Kathrin Kolb alle Anwesenden herzlich willkommen und übergab das Wort an die Universitätsfrauenbeauftragte Frau Prof. Dr. Ada Raev, die sich in ihrem Grußwort über die Initiative der Frauenbeauftragten der Fakultät SoWi freute und die Bedeutung der Veranstaltung für die Vernetzung der Frauen an der Fakultät hervor hob. Anschaulich dargestellt an der Entwicklung des Frauenanteils der Fakultät stellte sie fest: „Die Entwicklung des Professorinnenanteils ist sehr erfreulich, aber es ist noch viel zu tun“.

Förderung auf allen Ebenen

Im ersten Vortrag des Nachmittages informierte deshalb Frau Dipl.-Soz. Johanna Bamberg-Reinwand über die Arbeit des Frauenbüros, in dem sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Sie stellte neben den Fördermöglichkeiten wie dem Stipendienprogramm „Step by Step“ oder dem „Preis der Universitätsfrauenbeauftragten für Studentinnen mit hervorragenden Leistungen“, kurz „PUSh“ genannt, auch die verschiedenen Veranstaltungen der Universitätsfrauenbeauftragten vor.  Am Schluss wurde deutlich: Die Frauenbeauftragten fördern Frauen auf allen Ebenen der wissenschaftlichen Laufbahn auf vielfältige Weise.

Wege in die Wissenschaft

Im Anschluss referierte Frau Dr. Marion Hacke vom Scientific Career Service über verschiedene „Wege zur Promotion“. Zunächst erläuterte Frau Dr. Hacke die Bedeutung einer Promotion als erster wissenschaftlicher Qualifizierungsphase, informierte dann über die Promotionsordnung und den Promotionsausschuss sowie die Immatrikulation in einem Promotionsstudiengang. Anschließend stellte die Referentin verschiedene Promotionsformen vor und gab schließlich hilfreiche Tipps zur Finanzierung sowie zur Gestaltung der Postdoktorandenphase und dem Einstieg in die Berufstätigkeit. Die für Studentinnen und Absolventinnen wohl wichtigste Botschaft des sehr gelungenen Vortrags: „Sie werden nicht allein gelassen“. Für alle Fragen und Probleme rund um das Thema Promotion, außer natürlich für die fachliche Beratung,  ist der Scientific Career Service zuständig.

Den Weg in die Wissenschaft strategisch angehen

Im dritten Vortrag des Nachmittages gab Frau Prof. Dr. Henriette Engelhardt-Wölfler den „Erfahrungsbericht einer Professorin“. Sie stellte ihre wissenschaftliche Karriere vor, deren Stationen sie vom Studium an der Universität Mannheim über die Promotion und Habilitation an der Universität Bern nach Bamberg führte, wo sie schließlich 2006 die Professur für Bevölkerungswissenschaft übernahm. Frau Engelhardt-Wölfler betonte, dass der Start einer wissenschaftlichen Karriere mit der Wahl des Themas beginnt und dieses strategisch ausgewählt werden sollte. Das Forschungsthema sollte darüber hinaus nicht nur innovativ sein und eine freie Nische besetzten, sondern vor allem auch mit großer Leidenschaft verfolgt werden. Zur weiteren fachlichen Profilierung empfahl die Referentin, das Themenspektrum auszuweiten und verschiedene Kompetenzen zu entwickeln. Mehrere Standbeine erleichtern die Positionierung im wissenschaftlichen Feld ebenso wie die Bewerbung um geeignete Stellen. Frau Engelhardt-Wölfler wies schließlich noch auf die Bedeutung von Netzwerken hin, deren Aufbau man während einer wissenschaftlichen Karriere aktiv betreiben sollte.

Wo ein Wille ist, ist ein Weg!

Die angeregte Abschlussdiskussion, in der auch die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere thematisiert wurde, brachte Frau Raev auf den Punkt: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Anschließend traten die vielen Besucherinnen und wenigen Besucher bei Kaffee und Kuchen (freundlicherweise bereitgestellt durch den Absolventenverein Bamberger Soziologen e.V.) miteinander ins Gespräch oder informierten sich am Stand des Eltern-Service-Büros über die Aktivitäten der „Familienfreundlichen Hochschule“ ebenso wie am Informationstisch des „Scientific Career Service“ („SCS“) und der „Trimberg Research Academy“ („TRAc“). Alle Beteiligten freuten sich über die sehr gelungene Veranstaltung und waren sich sicher, dass diese nicht die letzte gewesen sein sollte.