Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

SoWi Frauenbeauftragte

Veranstaltung "Durchblick im Dickicht: Karrierewege in der Wissenschaft" am 14.07.2010

„Sich durchkämpfen ist mühsam, kann aber auch bereichernd sein.“

Von Angelika Schulz

Die Wege einer wissenschaftlichen Karriere sind vielseitig. Die Veranstaltung „Durchblick im Dickicht: Karrierewege in der Wissenschaft“ der Frauenbeauftragen der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Nicole Herweg, Kathrin Kolb, Iris-Niki Nikolopoulos und Susann Sachse-Thürer) am 14. Juli 2010 in F380 bot die Möglichkeit sich über die Situationen von Frauen an der Universität zu informieren, mögliche Karrierechancen auszuloten und auch mit ProfessorInnen und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen ins Gespräch zu kommen.

Zunächst hieß die stellvertretende Fakultätsfrauenbeauftragte Dipl.-Soz. Susann Sachse-Thürer alle Anwesenden herzlich willkommen und übergab das Wort an die Universitätsfrauenbeauftragte Frau Prof. Magarete Wagner-Braun, die sich in ihrem Grußwort über die Initiative der Frauenbeauftragten der Fakultät SoWi freute und die Bedeutung der Veranstaltung für die Vernetzung der Frauen an der Fakultät hervor hob. Anschaulich dargestellt an der Entwicklung des Frauenanteils der Fakultät stellte sie fest: „Die Entwicklung des Professorinnenanteils ist sehr erfreulich, aber es ist noch viel zu tun“.

In dem ersten Vortag informierte Rosemarie Fleck, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Frauenbüros, die Anwesenden über die Arbeit des Frauenbüros. Sie stellte Fördermöglichkeiten wie den sog. „Push“, „Preis der Universitätsfrauenbeauftragten für Studentinnen mit hervorragenden Leistungen“, und die Initiative der Frauenbeauftragen zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre, „Step-by-Step“, vor. Ebenso warb sie für das Bamberger Mentoring Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen, sowie für Seminare für Studentinnen und Mitarbeiterinnen. Bewusst wurde, wie vielseitig sich die Frauenbeauftragten engagieren und fördern.

Unterstützung während der Promotion

Der nächste Vortrag von Dr. Marion Hacke zeigte detailliert wichtige Informationen zur Promotion auf und erläuterte die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Promotionsformen. Besonders hilfreich waren die Informationen zu den verschiedenen Finanzierungsformen während der Promotion. Frau Dr. Hacke machte außerdem deutlich, dass der Scientific Career Service bei Problemen und Fragen zur Promotion mit Rat zur Seite steht und auch gerne eine individuelle Beratung in Anspruch genommen werden kann.

Eine Hilfe bei der Entscheidung, ob man eine individuelle oder strukturierte Promotion durchführen möchte, gab der Vortrag von Frau Dr. Sandra Huber. Ihr Bericht über die eigenen Erfahrungen während der Promotion und die Vorstellung einer strukturierten Promotion anhand des Graduiertenprogramms des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung („GradAB“) ermöglichten einen guten Vergleich der beiden Promotionsformen. Dabei wurden alle Aspekte des Programms, wie Lehre, Betreuung, Vernetzung und finanzielle Förderung ausführlich dargestellt.

Der Weg nach der Promotion

Weiter in die Zukunft blickte der Vortag von Herr Dr. Nicolas Giersig von der Trimberg Research Academy. Er betrachtete die Zeit nach der Promotion, die sog. „Post-Doc-Phase“. Dr. Giersig stellte drei mögliche Wege nach der Promotion in Richtung Professur vor: die Juniorprofessur, die Habilitation und die Leitung einer unabhängigen Forschergruppe. Er informierte über die verschiedenen Vorgehensweisen und die Vor- und Nachteile der einzelnen Wege. Anschließend stellte er „TRAc Projects“ vor, einer Initiative zur Förderung von Forscherinnen und Forschern.

Der letzte Vortrag von Prof. Dr. Ursula Hoffmann-Lange beschrieb einen persönlichen Werdegang, der über Umwege auch zu einer Professur führte. Sie schilderte dabei anschaulich die Voraussetzungen und Hürden, die eine wissenschaftliche Karriere mit sich bringen kann. Frau Prof. Hoffmann-Lange beendete ihren Vortrag und somit den offiziellen Teil der Veranstaltung mit der motivierenden Aussage: „Sich durchkämpfen ist mühsam, kann aber auch bereichernd sein“.

Die angeregte Abschlussdiskussion, in der auch die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere thematisiert wurde, wurde auch zum Austausch von Erfahrungen genutzt. Anschließend traten die vielen BesucherInnen bei Kaffee, Getränken und belegten Brötchen (freundlicherweise gefördert durch den Absolventenverein Bamberger Soziologen e.V. sowie BAD e.V. - Bamberger Absolventen des Diplom-, Master- und Bachelorstudiengangs Politikwissenschaft) miteinander ins Gespräch oder informierten sich am Stand des Eltern-Service-Büros über die Aktivitäten der „Familienfreundlichen Hochschule“ ebenso wie am Informationstisch des „Scientific Career Service“ („SCS“) und der „Trimberg Research Academy“ („TRAc“). Alle Beteiligten freuten sich über die sehr gelungene Veranstaltung.