Sankt-Petersburg

St. Petersburg – Venedig des Nordens

Nach einer sehr turbulenten Zeit mit Anträgen für die Sommerschule und den Reisepässen haben wir nach langem Warten die langersehnte Einladung der Universität St. Petersburg (Staatliche Pädagogische Herzen-Universität) und das Visum rechtzeitig bekommen.

Endlich!!! Am 31 Juli. 2016 starteten wir in Nürnberg unsere Reise nach St. Petersburg. Die Freude war riesig! Am Flughafen Pulkovo angekommen, wurden wir vom regnerischen Wetter empfangen, das typisch für die Stadt ist. Wie sich herausstellte, wurde dieses regnerische Wetter unser ständiger Begleiter. Gleich darauf fuhren mit dem Taxi zum Studentenwohnheim, da wir selbst für unser Transfer verantwortlich waren.

Dort angekommen, stellten wir an der Rezeption fest, dass wir leider nicht erwartet wurden. Dementsprechend war auch die Reaktion, der „netten“ Dame an der Rezeption. Doch anschließend nach einem ewigen hin und her bekamen wir ein Zimmer. Das Zimmer war in Ordnung, dass Badezimmer allerdings ließ zu wünschen übrig und wurde nur einmal im Monat geputzt. Da wir in der Nähe des Newski Prospekts lebten, waren alle Verkehrsmittel schnell zu erreichen. Und so fuhren wir am nächsten Tag mit dem Bus zur Uni. Dort mussten wir einen Einstufungstest machen und wurden anschließend je nach unserem Sprachniveau der entsprechenden Gruppe zugewiesen. Und gleich darauf ging es schon mit dem Unterricht los und unsere Sprachkenntnisse wurden auf die Probe gestellt. Unterrichtet wurde Grammatik, Phonetik, Kultur und Konversation etc. Die Atmosphäre im Unterricht war sehr locker und somit konnte man sich ohne Probleme austauschen.

Jede Gruppe hatte ihren eigenen Stundenplan, der sich aber wöchentlich änderte. Der Unterricht fand an vier Tagen die Woche statt, von 10.00-15.00 Uhr, und somit hatten wir genug freie Zeit, um uns alle Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg genauestens anzuschauen.

Kulturell gesehen, ist St. Petersburg eine sehr facettenreiche Stadt. Was uns sofort ins Auge fiel, waren die prunkvollen Kirchen, die nicht nur von außen mit ihrer Schönheit begeisterten, sondern auch von innen mit ihrem Glanz imponierten. Außerdem gibt es in St. Petersburg sehr viele Brücken, und einige von ihnen werden im Sommer nachts für die Schiffe geöffnet. Das Öffnen der Brücken ist eine Attraktion in St. Petersburg, die man sich unbedingt anschauen muss. Die Paläste, wie der Winterpalast in der Stadt, der am Ufer der Newa liegt und der Sommerpalast, der sich im Peterhof befindet, sind architektonisch und visuell gesehen, Meisterwerke, die einem den Atem rauben. Des Weiteren besuchten wir das russische Museum und hatten das große Glück, dass es dort zu der Zeit eine Ausstellung von Kusma Petrow-Vodkin gab, die äußerst beeindruckend war. Außerdem sahen wir uns das Fabergé Museum, die Eremitage (Winterpalast) und die Kunstkammer an. Ein guter Tipp für diejenigen, die vorhaben, die Ermitage zu besichtigen: bringt am besten sehr viel Zeit mit, denn wir verbrachten drei Tage damit, um uns alles anzuschauen.

Kulinarisch gesehen, war das Essen vielfältig und jeder ist auf seine Kosten gekommen. In St. Petersburg ist die georgische Küche sehr präsent und lecker. Was man vielleicht wissen sollte, ist, dass es nicht üblich ist getrennt zu zahlen und das Trinkgeld darf natürlich auch nicht fehlen.

Im Allgemeinen war die Sommerschule eine tolle Erfahrung. Wir würden jedem raten, die Chance zu nutzen, eine Sprachreise nach Russland bzw. St. Petersburg zu machen, denn unsere Sprachkenntnisse haben sich definitiv verbessert und wir sind um einige Erfahrungen reicher geworden. Außerdem lernten wir viele tolle Menschen kennen und schlossen Freundschaften.

von Anastasia Hammerschmidt & Alexandra Folz