Kulinarische Streifzüge durch das östliche Europa

Kochrezepte mit kulturhistorischen Begleittexten von Studierenden

Das Seminar "Kultur geht durch den Magen - Streifzüge durch die Kulinarik(en) der Slavia" unter der Leitung von Magdalena Burger, M.A. M.Sc. (Professur für Slavische Kunst- und Kulturgeschichte) beschäftigte sich im Wintersemester 2020/21 mit dem Kulturthema "Essen" in den slavischsprachigen Ländern. Gemeinsam mit den Studierenden wurde eine Broschüre erarbeitet, die der Frage nachgeht:

Wie schmecken die slavischen Küchen?

„Deftig. Fettig. Fleischlastig!“, lautete zunächst der Tenor im Seminar. Ganz so simpel ist die Antwort dann allerdings doch nicht.

In dieser kleinen Rezeptsammlung finden sich zahlreiche „Klassiker“ der slavischen Küche(n), wie Borschtsch, Pelmeni, Ajvar, Bigos oder Salat Olivier. Aber auch süße Rezepte wie Buchteln, Torte Napoleon, weihnachtliche Pryaniki (Lebkuchen) oder Zwetschkenknödel sind enthalten. Damit können wir gewiss nur eine kleine Kostprobe von der Vielfältigkeit der slavischen Küche(n) präsentieren, möchten aber Appetit auf mehr machen.

Da sich die Beiträge vorwiegend aus Familienrezepten der Studierenden speisen, liegt die Herkunft der Gerichte häufig in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, also in den ostslavischen und zentralasiatischen Regionen, seltener in den west- und südslavischen Ländern. Wie die kleinen Steckbriefe mit Angaben zu den Bezeichnungen und zur Verbreitung der einzelnen Rezepte erkennen lassen, existieren oftmals viele Varianten der Gerichte (mit teilweise unterschiedlichen Namen) und einem großen Verbreitungsgebiet, das sich nicht auf einzelne Nationalstaaten begrenzen lässt. So war es gerade die Küche, die als trennendes, aber v.a. verbindendes und politische Herrschaftsgebilde überdauerndes Element zwischen unterschiedlichen Ethnien und Religionen gewirkt hat – und noch heute wirkt.

Kurze Begleittexte sollen nicht nur einen Einblick in das breite Themenspektrum der kulturwissenschaftlichen Beschäftigung mit Esskultur(en) geben, sondern zudem Informationen zum kulturhistorischen Hintergrund der Rezepte liefern – und natürlich die eine oder andere Wartezeit beim Kochen verkürzen. Doch überzeugen Sie sich selbst mit allen Sinnen von der Geschmacks- und Themenvielfalt der Kulinarik(en) der slavischsprachigen Länder.

Wir wünschen viel Freude beim Schmökern und Nachkochen der Rezepte!

Guten Appetit! Приятного аппетита! Smacznego! Dobrou chut‘! Dobar tek! Пријатно!