ScanGov: Gesundheit am Arbeitsplatz

Beteiligte

Prof. Dr. Judith Volmer (Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie)
Prof. Dr. Daniela Nicklas (Lehrstuhl für Informatik, insbesondere Mobile Softwaresysteme/Mobilität) – beratende Funktion

Kurzbeschreibung

Bei der Arbeit erleben Beschäftigte sowohl positive (z.B. Zielerreichung, Lob) als auch negative
Ereignisse (z.B. Konflikte, Zeitdruck) (Ohly & Schmitt, 2015; Volmer & Fritsche, 2016). Stressvolle Ereignisse sind negativ mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Beschäftigten verbunden (vgl. Sonnentag, 2015). Es gibt allerdings nur wenige Studien (Ilies et al., 2010; Stawski et al., 2013; Volmer & Fritsche, 2016), die psychologische und psychologische Maße miteinander kombinieren. Das ist allerdings unverzichtbar, da nur so ein vollständiges Bild der Reaktionsmuster von Beschäftigten auf Erlebnisse bei der Arbeit möglich ist. Durch E-Government verändern sich die Tätigkeiten von Verwaltungsbeschäftigten. So kommt es zu weniger direkter, sozialer Interaktion, höherem Aufkommen an E-mails und Führungsprozesse verändern sich, da die Arbeitsflexibilisierung (z.B. Home-office, Topsharing) steigt. Das Ziel des Projekts ist (1) auf Basis eines ereignisbezogenen „fixedoccasion“ und festgelegten Zeitpunkts, d.h. „time-contingent“- designs (Kudielka et al., 2021), die tatsächlichen Belastungen und Beanspruchungen von Beschäftigten in der Stadtverwaltung Bamberg zu untersuchen und (2) mit Hilfe von Online-Fragebögen/Smartphones einerseits die tägliche, psychische Belastung zu erfassen (z.B. emotionale Erschöpfung, Affekt) und andererseits mithilfe einer Scanwatch (z.B. Wi-Watch) physiologische Maße, wie EKG, Herzfrequenz, Aktivität etc. zu messen. Das Ziel und der Nutzen des Projekts liegt in der Erfassung von Belastungen und Beanspruchungen im Arbeitskontext, der Untersuchung der Konvergenz verschiedener Maße und der Ableitung von Handlungsimplikationen.