VProf.'in Dr. Juliane Engel

Vertretende Professorin des Lehrstuhls für Schulpädagogik

Anschrift

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl für Schulpädagogik
Markusplatz 3, Raum 00.13
96047 Bamberg

Kontakt

Telefon: 0951 / 863 1814

juliane.engel(a)uni-bamberg.de

Sprechstunde während des Sommersemesters 2020: nach Vereinbarung (via Skype, Teams oder telefonisch)

Anmeldung per E-Mail im Sekretariat :angelika.schacht(a)uni-bamberg.de

  • Seit Oktober 2019 Vertretende Lehrstuhlinhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik an der Universität Bamberg 

  • Laufendes Habilitationsverfahren „Relationale Praxeologie der Subjektivation – ein grundlagentheoretischer und rekonstruktiv-methodologischer Beitrag zur Erziehungswissenschaft“ [Zwischenevaluation erfolgreich absolviert]

  • Seit September 2018 Vorstandsmitglied der Kommission Qualitative Bildungs- und Biografieforschung (QBBF) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE)

  • Seit April 2016: Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Projektleitung im interdisziplinären DFG-Projekt „Glokalisierte Lebenswelten: Rekonstruktion von Modi des ethischen Urteilens im Geographieunterricht“ (Laufzeit 2015-2019)
  • Dezember 2013 bis März 2016: Post-Doc-Stelle im DFG-Graduierten-Kolleg 1718 „Präsenz und implizites Wissen“ an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen
  • Juli 2011 bis November 2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Freien Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsbereich Qualitative Bildungsforschung bei Prof. Dr. Ralf Bohnsack
  • Juli 2010: Abgeschlossenes Promotionsverfahren an der Freien Universität Berlin; Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie: „Evaluation und Imagination. Eine praxeologische Studie zu den Bewertungslogiken pädagogischer Akteure im Übergang vom Elementar- in den Primarbereich“ (Erstgutachter Prof. Dr. C. Wulf, Zweitgutachter: Prof. Dr. R. Bohnsack, summa cum laude)
  • April 2008 bis Juni 2011: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich I Pädagogik, Philosophie, Psychologie in der Abteilung Sozialpädagogik I (Prof. Dr. Birgit Althans) an der Universität Trier
  • Januar 2007 bis Dezember 2008: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Repräsentationen und Praktiken der Geburt in Familie, Kliniken und Medien“
  • Dezember 2006 Erlangung des akademischen Grades Dipl. Päd. (mit Auszeichnung)
  • Oktober 2002 – Dezember 2006: Studium der Erziehungswissenschaften, Studienrichtung Erwachsenenbildung; Studienspezifischer Schwerpunkt: Historische Anthropologie, Qualitative Bildungsforschung
  • Prozesse der Subjektivierung in Schule und Unterricht

  • Qualitativ-rekonstruktive Videographieforschung

  • Glokalisierte Praktiken ethischen Urteilens

  • Responsive Organisations-, Schul-, Bildungs- und Biografieforschung

Publikationen:

Schriften, Vorträge, Tagungen(542.8 KB)

 

Forschungsprojekte:

Aktuell

Raum und Biographie – Zur Verortung des Fremden in Schule und Unterricht

Finanzierung: eti (emerging talent initiative, FAU-Erlangen-Nürnberg Juli 2019-Juli 2020)

Projektbeschreibung und Zielsetzung:

In dem Projekt werden (Bildungs-)Biographien (ehemaliger) Schüler*innen sogenannter „Türken- und Übergangsklassen“ in der Region Erlangen-Nürnberg und Berlin untersucht. Dabei soll nicht zuletzt der gesellschaftshistorische und -politische Kontext der sogenannten türkischen Arbeitsmigration in den Blick genommen werden und die (damals) alltäglich praktizierte Form der (räumlichen) Selbst- und Fremdverortung in Schule und Unterricht in ihren biographisierenden Potentialen untersucht werden. Hierzu kann an die an Ergebnisse des  interdisziplinären DFG-Projekts „Glokalisierte Lebenswelten -Rekonstruktion von Modi ethischen Urteilens im Geografieunterricht“ angeschlossen und auf die räumlich subjektivierenden Praktiken im Klassenzimmer sowie die damit verbundenen (Bildungs-) Prozesse der Minorisierung und Marginalisierung fokussiert werden. Diese Spur wird nun in dem speziellen Kontext türkischer Arbeitsmigration in einem Stadt-Land-Vergleich (Berlin und Region Nürnberg) kontrastierend aufgenommen und erweitert. So zeigen die videobasierten Analysen biographischer Interviews bereits, dass wir es hier mit einer vulnerablen Gruppe zu tun haben. Praktiken der separierenden Platzierung/Verortung sowie damit verbundene, verletzte Biografien im Kontext minorisierender und marginalisierender Zugehörigkeits(an-)ordnungen lassen sich empirisch rekonstruieren und bildungstheoretisch erfassen. Auf diese Weise werden Ansätze der relationalen Raum- und bildungsorientierten Biographieforschung auf neue Weise verbunden. Die Verschränkung von empirischen Daten (Fragebogenerhebungen, biografische Erzählungen, organisational bzw. kontextuelle Bedingungen der sog. „Türken- und Willkommensklassen“, videographic walks mit den ehemaligen Schüler*innen durch Schul- und Unterrichtsräume) erlauben einen differenzierten Blick auf ein bisher bildungsgeschichtlich wenig beachtetes Phänomen deutsch-türkischer Geschichte und Gegenwart.

Mitarbeiter*innen: Matthias Damerow und Lena Priebe

 

Abgeschlossen

DFG-Forschungsprojekt „Glokalisierte Lebenswelten: Rekonstruktion von Modi des ethischen Urteilens im Geographieunterricht“

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von insg. 363.846 €.

Laufzeit: 2015 – 2019

Mitarbeiterin: Elke Möller, M.A. (wissenschaftliche Mitarbeiterin / FAU Erlangen-Nürnberg)

Partner*innen:

Prof. Dr. Rainer Mehren (Didaktik der Geographie, Universität Gießen)
PD. Dr. Stefan Applis, OStR (Praktische Philosophie / FAU Erlangen-Nürnberg)
Jan Hofmann (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Eva-Marie Ulrich-Riedhammer, M.A. (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Projektbeschreibung und Zielsetzung:

Die steigende Komplexität von Relationierungsmöglichkeiten gilt als prägendes Phänomen unserer Zeit und Welt. Der Begriff der Glokalisierung (Robertson 1995, Dürrschmidt 2011) beschreibt dieses Komplexer-Werden von potentiellen Zusammenhängen als Dynamik von lokalen und globalen Entwicklungen. Indem Komplexität bzw. Multidirektionalität des Globalisierungsbegriffs selbst angezeigt werden, lassen sich Lokalität und Globalität auch terminologisch in ihrer Synkretisierung erfassen und dem in vielen Teilen eurozentristisch geprägten Verständnis von Globalisierung entgegentreten (Löw 2011, Featherstones 1994).

Die empirischen Ergebnisse der bereits durchgeführten Pilotierungsstudien zeigen deutlich, dass glokalisierte Lebenswelten von Schülerinnen und Schülern von heterogenen Deutungsangeboten geprägt sind, die ihre Entscheidungen und somit Differenzierungsleistungen herausfordern. So wird differenztheoretisch untersucht, wie sich Schülerinnen und Schüler in immer schon auf virtuelle und damit globale Zusammenhänge hin entwerfenden Identitätskonstruktionen gegenüber ethischen Fragestellungen verorten.

Diese werden auf der Grundlage eines methodentriangulierten Forschungsdesigns mit Videographie, Gruppendiskussionen und Fragebögen analysiert, um so komplexe Modi der ethischen Urteilsbildung zu rekonstruieren. Das Projekt verbindet hierzu medienwissenschaftliche Ansätze (Jäger 2006) und Erkenntnisse der qualitativen Bildungsforschung (Reh 2012, 2014; Wagner-Willi/Sturm 2015, 2016; Fritzsche 2015).

 

Vorlesungen

Vorlesung Schulpädagogik 2
SWS
Juliane Engel

Übung/Blockseminar

Willkommens-, Übergangs- und Deutschklassen - zu (aktueller) Theorie und Praxis schulischer Segregation
2 SWS
Juliane Engel

Seminare

Diskurse und Praktiken der Anerkennung - zur Entstehung von Leistungskulturen in Schule und Unterricht
2 SWS
Juliane Engel

Blockseminare

Und dann kam alles ganz anders: zur Planung, Analyse und Gestaltung von Unterricht
2 SWS
Juliane Engel