Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft

Dictionnaire étymologique des créoles français d’Amérique (DECA)

gefördert durch die / financé par la Deutsche Forschungsgemeinschaft

 

Leitung / Direction

Prof. em. Dr. Annegret Bollée, Universität Bamberg

Dominique Fattier, Professeur de linguistique, Université de Cergy-Pontoise

Prof. Dr. Ingrid Neumann-Holzschuh, Universität Regensburg

 

Mitarbeiterinnen / Collaboratrices

Katharina Kernbichl, Regensburg

Dr. Ulrike Scholz, Bamberg

 

in Zusammenarbeit mit / avec le concours de

Dr Philip Baker, Professor of Contact Linguistics, University of Westminster, London (retired)

Jean-Paul Chauveau, Directeur de recherche émérite au CNRS (ATILF/Nancy-Université), ancien directeur du FEW

Hector Poullet, Écrivain et professeur, Guadeloupe

 

Kontakt / Contact

Dictionnaire étymologique des créoles français d’Amérique

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

An der Universität 5, Zi. 01.09 / Bureau 01.09

D-96045 Bamberg

Tel. 0951-863-2150 / +49-951-863-2150

E-Mail: deca.romling1@uni-bamberg.de

 

 

DECOI und DECA

 

Von 1993 bis 2007 sind die vier Bände des Dictionnaire étymologique des créoles français de l’Océan Indien (DECOI) erschienen, 1980-1994 gefördert durch Sachbeihilfen der DFG. Als Fortsetzung bzw. Ergänzung des DECOI ist jetzt ein Dictionnaire étymologique des créoles français d’Amérique (DECA) in Vorbereitung, für das im Juni 2011 eine weitere Sachbeihilfe der DFG bewilligt wurde. Beide Wörterbücher sind als Supplement zum Französischen Etymologischen Wörterbuch (FEW) von Walther von Wartburg konzipiert, als Bausteine für die Erforschung der überseeischen Varietäten des Französischen, besonders für das seit Kurzem stark beachtete Regional-französische der Karibik. Ziel des DECA ist in synchronischer Sicht ein möglichst vollständiges Inventar des Wortschatzes der in Louisiana, Haiti, auf den Kleinen Antillen und in Französisch-Guayana gesprochenen Frankokreolsprachen, die sich dort seit dem 17. Jahrhundert entwickelt haben. In diachronischer Sicht eröffnen die Kreolsprachen ein Fenster in die französische Sprachgeschichte, ermöglichen Blicke auf interne lautliche und morphologische Entwicklungen sowie auf die Sprachkontaktsituationen der Kolonialzeit und der Plantagen-gesellschaft, in denen Wörter aus verschiedenen amerindischen und afrikanischen Sprachen sowie aus dem Spanischen und Portugiesischen übernommen wurden. Ebenfalls erfasst werden Entlehnungen im Rahmen späterer Sprachkontakte im 19. Jahrhundert und Übernahmen aus dem Französischen und Englischen im Zuge des Sprachausbaus ab dem 20. Jahrhundert.