Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Romanische Sprach- und Kulturwissenschaft

Romanische Sprach- und Kulturwissenschaft

Die romanische Sprachwissenschaft in Bamberg berücksichtigt, im Rahmen ihrer vergleichenden Ausrichtung, nicht nur die studierbaren Schulsprachen, sondern bezieht auch die anderen romanischen Sprachen (Portugiesisch, Galicisch, Katalanisch, Okzitanisch, Rätoromanisch, Sardisch, Rumänisch und die romanischen Kreolsprachen) in Forschung und Lehre mit ein.

Institutionell vertreten wird die Sprachwissenschaft durch den Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft (Prof. Haase) und die Professur für Romanische Sprachwissenschaft/Hispanistik (Prof. Radatz). In der Forschung decken beide Professuren die gesamte Bandbreite der Romanistik ab; in der Lehre vertritt generell der Lehrstuhl die Sprachwissenschaft des Französischen und des Italienischen, die Professur dagegen die der iberoromanischen Sprachen.

Die romanistische Kulturwissenschaft widmet sich der Analyse und Interpretation unterschiedlicher Erscheinungsformen der Kulturen romanischsprachiger Länder. Der Tradition der Cultural Studies folgend, liegt ein Interessensschwerpunkt auf der Erforschung kollektiver Identitäten und kulturell geprägter gesellschaftlicher Machtrelationen. Statt enger methodischer und theoretischer Festlegungen wird aber ein breiter interdisziplinärer Ansatz gewählt. Da Kultur nicht ohne eine historische Dimension zu verstehen ist, umfasst der Gegenstandsbereich des Faches auch historische Entwicklungen.

Die Kulturwissenschaft ist neben den beiden klassischen Teildisziplinen der Romanistik erst spät hinzugetreten. In Bamberg verteilen sich kulturwissenschaftliche Forschung und Lehre auf alle Lehrstühle und Professuren, wobei vonseiten der Literaturwissenschaft primär Themen aus dem Bereich der Kunst (Film, Musik) und von der Professur für Literaturwissenschaft / Hispanistik zudem auch narrative Identitätsdiskurse thematisiert werden; die sprachwissenschaftlichen Professuren behandeln demgegenüber vor allem Themen aus dem Bereich gesellschaftlicher Identitätskonstitution und kulturwissenschaftlicher Diskursanalyse (Regionalismus, Geschichtsdiskurse). Eine solche komplementär vom gesamten Institut repräsentierte Kulturwissenschaft ist, zumindest im deutschen Raum, innovativ und noch ungewöhnlich.

Aktuelle Informationen können Sie über die Mailinglist für Romanisten erhalten.

Wenn Sie weitergehende Fragen haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:

Prof. Dr. Martin Haase (Schwerpunkt: Gallo- und Italoromania)

Prof. Dr. Hans-Ingo Radatz (Schwerpunkt: Iberoromania)