3D-Scan der vier Götzen aus dem Historischen Museum in Bamberg

Im März 2008 wurden von der Professur der Restaurierungswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg die vier Götzen aus dem Historischen Museum in Bamberg berührungslos dreidimensional erfasst. Ziel des Scans war es zum einen die geometrische Darstellung auf den Steinstelen besser sichtbar zu machen, zum anderen wird das erzeugte Datennetz für die Reproduktion der Figuren mit Methoden des Rapid-Prototyping verwendet.

Zur berührungslosen Digitalisierung der Geometrie der Götzen kam der 3D-Weißlich-Streifenprojektionsscanner (Comet VarioZoom der Fa. Steinbichler Optotechnik GmbH in Neubeuern) der Professur für Restaurierungswissenschaft zum Einsatz. Dieser kann mit dem verwendeten Objektiv auf einer Fläche in der Größe eines DIN-A3-Blattes über 1,5 Mio. Einzelpunkte mit den jeweiligen x-y-z-Raumkoordinaten erfassen. Die Einzelscans werden anschließend manuell zu einem großen Modell zusammengesetzt. Auf die Anbringung von Messmarken, die das Zusammenfügen der Scans deutlich erleichtern würde, wurde absichtlich verzichtet. Zum einen soll die Digitalisierung völlig berührungslos von statten gehen, was bei dem Aufkleben von Marken nicht mehr der Fall war, zum anderen können die Oberflächeninformationen von den Stellen, an denen die Marken angebracht sind, nicht mehr erfasst werden.

Die generierten Punktwolken wurden anschließen in ein Dreiecksnetz überführt; die verbliebenen Lücken im Datenmodel geschlossen. Diese entstehen zum Beispiel dadurch, dass im Objekt Hinterschneidungen vorhanden sind, die der Scanner systembedingt nicht erfassen kann. 

In der Tabelle sind die Anzahl der jeweils verwendeten Einzelscans, die Anzahl der Einzelpunkt, sowie der generierten Dreiecke aufgeführt.

 

Anzahl Einzelscans

Anzahl Punkte

Anzahl Dreiecke

Götze 01

56

6.044.052

4.552.714

Götze 02

132

18.417.506

8.572.684

Götze 03

104

14.782.510

7.910.844

Götze 04

84

10.190.539

4.692.368

Projektteilnehmer:

Paul Bellendorf
Stephan Hahn
Max Rahrig

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an paul.bellendorf(at)uni-bamberg.de.