Master-Arbeiten

Allgemeine Informationen

Voraussetzungen:

  • Für alle Arbeiten: zumindest begonnener Besuch des Wahlpflichtmoduls Kognitionspsychologie
  • Nur bei Arbeiten mit ereigniskorrelierten Hirnpotenzialen (EKP): Kenntnis über die Erhebung und Auswertung von EKPs, d.h. ...
    • erfolgter Besuch des Moduls „Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft“ im Bachelor-Studium Psychologie an der Uni Bamberg ODER ...
    • erfolgter Besuch vergleichbarer Module an anderen Universitäten ODER ...
    • vorheriges Forschungspraktikum, das z.B. in unserer Abteilung absolviert werden kann.

Aktuelle Themenvorschläge

  • Wie wird unbewusstes Wissen bewusst? Beeinflussen irrelevante Handlungseffekte das Erlernen von sensomotorischen Sequenzen und die Bewusstheit des erworbenen Wissens? Handlungsabfolgen spielen im Alltag eine wichtige Rolle: beim Autofahren, Kaffee kochen oder auch beim Klavier spielen. Häufig haben Handlungen Effekte, die für das Handlungsergebnis irrelevant sind (z.B. unterschiedliche Töne beim Druck der verschiedenen Wahltasten eines Telefons). Diese Effekte werden als irrelevante Handlungseffekte bezeichnet. Es soll der Frage nachgegangen werden, unter welchen Bedingungen irrelevante Handlungseffekte förderlich für Lernprozesse sind. Weiterhin wird die Frage untersucht, wie unbewusstes Wissen bewusst wird.
  • EKP-Studie: Persönlichkeit und Handlungsüberwachung: Für eine erfolgreiche Handlungsausführung ist es unerlässlich, das Ergebnis einer Handlung kontinuierlich mit der Handlungsintention abzugleichen. Diesen Prozess bezeichnet man als Handlungsüberwachung oder Performanzmonitoring. Handlungsüberwachung ist ein zentrales Forschungsthema der kognitiven Psychologie, nicht zuletzt weil Defizite der Handlungsüberwachung, die z.B. als Folge von Verletzungen des Gehirns oder bei neurodegenerativen Erkrankungen auftreten können, zu massiven Beeinträchtigungen im Alltag der davon Betroffenen führen können. In den geplanten Arbeiten soll untersucht werden, wie die Ausprägung von bestimmten Persönlichkeitseigenschaften (insbesondere Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus) mit verschiedenen behavioralen (z.B. post-error slowing) und elektrophysiologischen Korrelaten der Handlungsüberwachung (z.B. error-related negativity, ERN) zusammenhängt.   
  • Aufdeckung der Simulation von Lese- und Rechtschreibproblemen: Sowohl in der Schule als auch an Universitäten kann bei Vorliegen einer Lese- und Rechtschreib- Schwäche ein Nachteilsausgleich beantragt werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig auszuschließen, dass die Leseprobleme nicht vorgetäuscht oder übertrieben werden. Wir haben zwei Tests zur Aufdeckung der Vortäuschung von Leseproblemen entwickelt. In den Master-Arbeiten soll es um die Validierung bzw. Weiterentwicklung dieser Tests gehen.

 

Bei Interesse an diesen Themen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Prof. Rüsseler (per Mail oder in der Sprechstunde Di, 16 – 18 Uhr).