Bachelor-Arbeiten

Aktuelle Themenangebote:

  • Aus den Augen, aus dem Sinn? Untersuchungen zur Frage, warum die bloße Präsenz eines Mobiltelefons im Gesichtsfeld die Performanz in kognitiven Aufgaben beeinträchtigt. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass die bloße Anwesenheit des eigenen Handys im Gesichtsfeld die Leistung in kognitiven Aufgaben beeinträchtigt. Es wird diskutiert, dass das Handy Aufmerksamkeit auf sich lenkt, die dann der primären Aufgabe nicht mehr zur Verfügung steht. Bislang ist allerdings unklar, wie robust dieser Effekt ist, bei welchen kognitiven Anforderungen er auftritt und worauf genau die Leistungseinbußen zurückführbar sind (diskutiert wird „mind wandering“, das Aufmerksamkeit benötigt und durch das sich im Gesichtsfeld befindende Handy hervorgerufen wird). Diesen Fragen soll weiter nachgegangen werden.
  • Konsolidierungsprozesse im expliziten Gedächtnis: Wie werden Wortlisten im Gedächtnis gespeichert? Inwieweit kann der Konsolidierungsprozess beeinflusst werden (z.B. durch Musik, emotionale Erregung, physische Erregung? Welchen Einfluss hat der zeitliche Abstand der emotionalen oder physiologischen Erregung zum Lernzeitpunkt auf die Gedächtniskonsolidierung? Diesen Fragen soll in der / den Bachelor-Arbeiten nachgegangen werden.
  • Implizites Lernen und Stimmung: Unter implizitem Lernen wird Lernen verstanden, dass ohne Intention abläuft und zu anwendbarem Wissen führt, das jedoch nicht verbalisiert werden kann. Ein Beispiel ist der Spracherwerb: Kinder können grammatisch korrekte Sätze bilden, ohne die zugrundeliegenden syntaktischen Regeln verbal wiedergeben zu können. In den Untersuchungen geht es um die Frage, wie bzw. ob Stimmung / Emotionen implizite Lernprozesse beeinflusst.
  • Aufdeckung der Simulation von Lese- und Rechtschreibproblemen: Sowohl in der Schule als auch an Universitäten kann bei Vorliegen einer Lese- und Rechtschreib- Schwäche ein Nachteilsausgleich beantragt werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig auszuschließen, dass die Leseprobleme nicht vorgetäuscht oder übertrieben werden. Wir haben zwei Tests zur Aufdeckung der Vortäuschung von Leseproblemen entwickelt. In den Bachelor-Arbeiten soll es um die Validierung bzw. Weiterentwicklung dieser Tests gehen.
  • Eigene Themenvorschläge aus dem Bereich der Kognitions- und Emotionspsychologie: Experimentelle Studien werden bevorzugt; reine Fragebogenuntersuchungen sind nicht möglich.

 

Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Prof. Rüsseler (per Mail und/oder in der Sprechstunde, Di 16-18).