Digitalisierung, Transhumanismus, KI-Forschung sind nur einige der Stichworte, die in wissenschaftlichen und breiten öffentlichen Debatten immer wieder dominieren. Mal wird dabei vor Gefahren gewarnt (bspw. vor Datenmissbrauch, totaler Transparenz und damit möglicher Überwachung) oder gar Ängste geschürt  (so prophezeite Stephen Hawkings, dass in ca. 50 Jahren die Menschen Kontrolle und Herrschaft an Roboter abgeben müssten), mal werden die großen Möglichkeiten und Chancen, die die technologischen Erneuerungen bringen, begrüßt, beworben oder gar  enthusiastisch gefeiert (bspw. im Bereich der Medizintechnologie, der Arbeitserleichterung, der Demokratisierung der Medien und Märkte bis hin zur Entdeckung neuer und virtueller Welten). Was früher utopisch schien und als Science Fiction und Fantasie abgetan wurde, ist teils schon Realität geworden oder rückt in greifbare Nähe. Auch für die Philosophie ergeben sich damit neue und interessante Aspekte und Themenfelder. Relevant sind nicht allein die ethischen Probleme rund um Datensicherung und -schutz, FakeNews, diskriminierender Programmierung und damit verbundener umfassender Medienkompetenz. Auch aus anthropologischer Sicht sind die Entwicklungen der Computer- und Robotertechnologie interessant. Längst ist der Vergleich des Menschen mit KI ebenso bedeutsam geworden wie der mit Tieren. Wir versuchen, uns selbst besser zu verstehen, und nutzen dieses Wissen, um den Bau von Robotern voranzutreiben. Einerseits schaffen wir uns so unsere eigenen Ebenbilder und machen uns wieder mal zu Göttern. Andererseits  nutzen wir die Technik, um unsere Schwächen, unsere Leiden und Krankheiten zu kompensieren, wie insbesondere in der Medizintechnik. Wir verändern uns damit selbst, greifen immer tiefer in unsere Evolution ein und werden zu Cyborgs.

Die Ringvorlesung wird schlaglichtartig einige Aspekte dieses breiten Diskurses beleuchten und der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Termine und Ort

Die Ringvorlesung findet an den angegebenen Terminen, Mittwochs von 18-20 Uhr im Raum U2/00.25, statt:


Termine

08.05.2019Dr. Sandra Frey: Digitalisierung im Philosophieunterricht. Einsatz von Software zur Vermittlung philosophischer Methodenkompetenz
15.05.2019Thomas Thein: Informationsethische Implikationen semantischer Suchmaschinen
29.05.2019 Prof. Dr. Ute Schmid: Künstliche Intelligenz als Partner – Cognitive Enhancement statt Digitale Verdummung
12.06.2019 

Jana Funk, M.A.: Die Freiheit und das Politische. Zwischen Indifferenz und Paternalismus.

26.06.2019Prof. Dr. Andreas Henrich: Möglichkeiten und Grenzen digitaler Methoden am Beispiel der Datenintegration und der Bildanalyse in geisteswissenschaftlichen Sammlungen
10.07.2019

Prof. Dr. Walter Ch. Zimmerli: Künstliche Intelligenz oder Cyborg? Digitalisierung als Koevolution von Mensch und Technologie

24.07.2019Jun.-Prof. Dr. Sascha Dickel: Mensch und Maschine. Zur Problematik einer Differenz

 

Die Ringvorlesung wird organisiert von der Fränkischen Gesellschaft für Philosophie e. V. Bitte senden Sie Ihre Rückfragen an: praesidium(at)fgph.de.

Die Fränkische Gesellschaft für Philosophie finden Sie unter folgender Adresse: http://fgph.de.