Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Philosophie

PD Dr. Marko Fuchs - Wissenschaftlicher Assistent

Anschrift:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl für Philosophie I
96045 Bamberg

Tel.: + 49 951 863 1724
marko.fuchs(at)uni-bamberg.de

Raum: U2/02.24
Sprechzeiten:[Hier klicken]

 

 

 

 

Curriculum Vitae (engl.)(141.7 KB)

2016

Habilitation an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und Ernennung zum Privatdozenten

Thema der Habilitation: Gerechtigkeit als allgemeine Tugend. Die Rezeption der aristotelischen Gerechtigkeitstheorie im Mittelalter und das Problem des ethischen Universalismus

2012 – 2015

Beurlaubung von der Assitenzstelle aufgrund der Bearbeitung eines von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanzierten Forschungsprojekts

Thema: Metaphysik, Theologie und Ethik im Naturrecht der ‚Epochenschwelle‘ von der Spanischen Spätscholastik zur Neuzeit: Gabriel Vázquez und Baruch Spinoza.

seit 2012

Geschäftsführer der Forschungsstelle für Methoden der Normenbegründung

seit 2010

Wissenschaftlicher Assistent (akademischer Rat auf Zeit) am Lehrstuhl für Philosophie I (Prof. Dr. Christian Schäfer) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

WiSe
2009 – 2010

Vertretung einer wiss. Assistenzstelle an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2008 – 2009

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Martin-Grabmann-Institut für mittelalterliche Theologie und Philosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München

2008

Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena bei Prof. Dr. Birgit Sandkaulen und Prof. Dr. Johannes Brachtendorf

Thema der Dissertation: Sum und cogito – Grundfiguren zeitlichen Selbstseins bei Augustinus und Descartes

2003

Magister Artium in den Fächern Philosophie, Anglistische Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte

1995 – 2003

Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

 

Publikationsliste:

1. Monographien

Gerechtigkeit als allgemeine Tugend. Die Rezeption der aristotelischen Gerechtigkeitstheorie im Mittelalter und das Problem des ethischen Universalismus. (Habilitationsschrift 2016, erscheint bei de Gruyter).

Sum und cogito – Grundfiguren endlichen Selbstseins bei Augustinus und Descartes. Paderborn u. a.: Schöningh, 2010. (Dissertation)

 

2. Herausgeberschaften

SOPHISTES: Plato’s Dialogue and Heidegger’s Lecture in Marburg (1924/25). Hg. Diego De Brasi/Marko J. Fuchs. Erscheint bei: Berlin: Duncker & Humblot.

Der Gesetzesbegriff in der Moral-, Rechts- und Politiktheorie der ‚Schule von Salamanca‘ –  The Concept of Law (lex) in Moral, Legal, and Political Thought of the ‚School of Salamanca‘. Hg. Kirstin Bunge/Marko J. Fuchs/Danaë Simmermacher/Anselm Spindler. Erscheint bei Brill.

Funktion und Normativität bei Darwin und Aristoteles. Natur als Entstehungsrahmen von Moral? Hg. Marko J. Fuchs/Annett Wienmeister. Erscheint bei: Bamberg: Bamberg University Press.

 

 3. Aufsätze

‚Die Lehre vom gerechten Krieg im Mittelalter: Thomas von Aquin.‘ In: Handbuch Friedensethik. Hg. Klaus Ebeling/Ines-Jacquline Werkner. Erscheint bei: Hamburg: Springer.

(Mit Annett Wienmeister) ‚Einleitung‘. In: Funktion und Normativität bei Darwin und Aristoteles. Natur als Entstehungsrahmen von Moral? Hg. Marko J. Fuchs/Annett Wienmeister. Erscheint bei: Bamberg: Bamberg University Press.

(Mit Diego De Brasi) ‚Introduction‘. In: SOPHISTES: Plato’s Dialogue and Heidegger’s Lecture in Marburg (1924/25). Hg. Diego De Brasi/Marko J. Fuchs. Erscheint in der Reihe: Philosophische Schriften. Berlin: Duncker & Humblot.

(Mit Alexander Fischer) ‚‘Solidarity at the Time of the Fall’: Adorno and Rorty on Moral Realism.‘ In: Etica & Politica / Ethics & Politics, XVI, 2014, 2, pp. 550-559.

‚Univozität und Distinktion. Metaphysische Grundstrukturen bei Duns Scotus, Suárez, Descartes und Spinoza.‘ In: Lukáš Novák (Hg.). Suárez’s Metaphysics in Its Historical and Systematic Context. Contemporary Scholasticism Bd. II. Berlin u. a.: de Gruyter, 2014, pp. 105-116.

(Mit Diego De Brasi) ‚Heideggers Interpretation des platonischen Sophistes.‘ In: EPEKEINA vol. 4, n. 1 (2014), pp. 343-354. (http://www.ricercafilosofica.it/epekeina/index.php/epekeina/article/view/81/96).

Passio est aequivocumpassiones animae und affectiones voluntatis bei Johannes Duns Scotus.‘ In: Christian Schäfer/Martin Thurner (Hg.). Passiones animae. Die „Leidenschaften der Seele“ in der mittelalterlichen Theologie und Philosophie. Berlin: Akademie-Verlag, 22013.

Philia and Caritas: Some Aspects of Aquinas’s Reception of Aristotle’s Theory of Friendship.‘ In: Tobias Hoffmann/Matthias Perkams/Jörn Müller (Hg.). Thomas Aquinas and the Nicomachean Ethics. Cambridge: Cambridge University Press, 2013.

‚Die Identität des Freundes: Derrida, Spinoza, Aristoteles.‘ In: Christian Schäfer/Uwe Voigt (Hg.). Memoria – Intellectus – Voluntas. Festschrift für Erwin Schadel. Frankfurt/Main (u. a.): Peter Lang, 2011, pp. 51-66. 

‚Ethik und Metaphysik. Strukturelle und systematische Überlegungen zur Gerechtigkeitstheorie bei Martha Nussbaum, Aristoteles und Albertus Magnus.‘ Münchener Theologische Zeitschrift 62 (2011), pp. 236-248.

‚Spiegel und Bild. Die Konstellation von Selbst- und Gotteserkenntnis bei Augustinus.‘ In: S. Neuber/R. Veressov (Hgg.). Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Geschichte der Philosophie. München: Fink, 2010, pp. 79-92.
‚Gesetzesgerechtigkeit, Naturrecht und Naturgesetz bei Thomas von Aquin.‘ In: B. K. Hoppál (Hg.). Aquinói Tamás és a Tomizmus ma – Thomas Aquinas and Thomism Today. Budapest: Harmattan, 2010, pp. 125-149.

‚Grundprobleme endlichen Selbstseins: Husserl, Heidegger, Sartre, Henrich.‘ In: Phänomenologische Forschungen Jg. 2008, pp. 89-111.

 

4. Lexikonartikel

Artikel ‚Si fallor, sum‘. Erscheint in: Augustinus-Lexikon. Hg. Cornelius Mayer. Basel: Schwabe.

Artikel ‚Descartes‘. In: The Oxford Guide to the Historical Reception of St. Augustine. Bd. II. Hg. Karla Pollmann. Oxford: Oxford University Press, 2013, pp. 872-874.

Artikel ‚Descartes‘. In: The Encyclopedia of Time. Hg. H. James Birx. Los Angeles (u.a.): Sage, 2009, Bd. I, pp. 290-294.

 

5. Rezension

Rezension von: Giannis Stamatellos. Plotinus and the Presocratics. A Philosophical Study of Presocratic Influences in Plotinus’ Enneads. New York: State University of New York Press, 2007. In: Bryn Mawr Classical Review 31.09.2007. (http://ccat.sas.upenn.edu/bmcr/2007/2007-09-31.html).

Auf dieser Seite finden Sie eine kurze Übersicht über die Forschungsschwerpunkte von PD Dr. Marko Fuchs. Informationen zu Forschungsprojekten und Kooperationen können Sie hiereinsehen.

Theorien der Gerechtigkeit in Antike und Mittelalter

Ein Forschungsschwerpunkt liegt in der Frage nach der Rezeption antiker Ethik, insbesondere der aristotelischen Theorie der Gerechtigkeit, durch mittelalterliche Autoren wie Thomas von Aquin und Albertus Magnus. Hierbei in von besonderem Interesse, inwieweit durch die von diesen Autoren vorgenommen Integration der Konzeption des Naturrechts die aristotelische Ethik auf neue Grundlagen gestellt wird, die sie auch für heutige normative Modelle praktischer Philosophie anschlussfähig macht.

Ethik als System an der Schwelle von Spätscholastik und neuzeitliche Philosophie

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet das veränderte Verständnis der Grundlegung von praktischer Philosophie an der Schwelle von der Spätscholastik zur Neuzeit. Hierbei steht der paradigmatische Systementwurf Spinozas im Vordergrund, der für die weitere Entwicklung nicht nur der Ethik eine maßgebliche Rolle gespielt hat. Stellt sich in historischer Absicht die Frage, inwieweit der spinozische Zug zum System bereits innerhalb der spanischen Spätscholastik vorbereitet wird, besonders im Entwurf des lange Zeit vernachlässigten Gabriel Vázquez, so ist in systematischer Hinsicht von Interesse, welche intrinsischen Probleme mit dem Entwurf einer Ethik als einem konsequent durchgeführten philosophischen System verbunden sind.

Theorien endlichen Selbstseins

Vor dem Hintergrund der Geisttheorie Augustins liegt das Interesse an historischen Konzeptionen endlichen Selbstseins und dessen philosophischer Selbstvergewisserung. Dabei stehen neben dem klassischen Entwurf Descartes‘ vor allem moderne phänomenologische Ansätze (Husserl, Heidegger, Sartre) im Zentrum.

Theorien der Freundschaft

Das Thema Freundschaft bildet in der Antike einen maßgeblichen Bestandteil der Ethik als Philosophie des guten Lebens. Dagegen tritt die Freundschaft schon im Mittelalter, vor allem aber in der neuzeitlichen Philosophie in den Hintergrund und erfährt erst in jüngster Zeit wieder eine verstärkte Zuwendung. Der Schwerpunkt des Forschungsinteresses liegt auf der Tragfähigkeit klassischer Freundschaftskonzeptionen, vor allem der des Aristoteles, deren Rezeption und Transformation u. a. bei Thomas von Aquin und Spinoza und deren dekonstruktivistischer Kritik durch Derrida.