Diagnostizieren und Fördern sozial-emotionaler Kompetenzen von jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der beruflichen Bildung

Ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt

 

Als Kernkompetenzen für den Schul- und Arbeitskontext zählen unter anderem Kreativität, Kommunikation, Zusammenarbeit, kritisches Denken, Problemlösung, sowie Medien- und Informationskompetenzen. Diesen „21st Century Skills“ wird großer Einfluss auf Erfolg im Beruf zugeschrieben. Für junge Menschen mit Lernbehinderung oder geistiger Behinderung besteht aufgrund der Komplexität der Anforderungen die Gefahr, exkludiert zu werden und sowohl in der eigenen Weiterentwicklung als auch bei Möglichkeiten der Weiterbildung benachteiligt zu sein. Das von der Europäischen Kommission geförderte Erasmus+ Projekt SEC4VET entwickelt in einem internationalen Konsortium Instrumente für Erfassung und Training sozial-emotionaler Kompetenzen.

Die beiden Zielgruppen des Forschungskonsortiums sind Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen, die sich gerade in der Berufsvorbereitung oder der Berufsausbildung befinden und zum anderen Lehr- und Fachkräfte der beruflichen Rehabilitation und inklusiven Berufsbildung.

Der Lehrstuhl ist einer der acht Partner des Erasmus+ Projektes „SEC4VET – Sozial-emotionale Kompetenzen in der beruflichen Bildung bei jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen“. Im Rahmen dieses Projektes wird am Lehrstuhl ein mehrstufiges diagnostisches Verfahren zur Messung sozialer und emotionaler Kompetenzen von Jugendlichen mit kognitiven Beeinträchtigungen entwickelt. Das Verfahren erhebt Kompetenzen der Wahrnehmung und Regulation eigenen inneren Erlebens auf Basis von Selbsteinschätzung und mittels eines Leistungstests. Diese beiden Aspekte werden durch eine Fremdeinschätzung der emotionalen Kompetenz der Zielgruppe ergänzt. Fachkräfte der beruflichen Bildung werden anschließend durch das Team des Lehrstuhls in der Nutzung des diagnostischen Verfahrens geschult. Auf Basis der Ergebnisse sollen so individuelle Fördermaßnahmen für die Jugendlichen geplant werden.

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