Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), MdB Thomas Silberhorn, für die Delegation 2017/2018

Ich freue mich, dass die Otto-Friedrich-Universität Bamberg bereits seit mehreren Jahren an der weltweit größten Simulationskonferenz der Vereinten Nationen teilnimmt. Vor allem begrüße ich die Bamberger Konzeption, das Planspiel – mit Unterstützung des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen – als rein studentisches Projekt zu organisieren.

Internationale Verhandlungssituationen stellen die Akteure vor große Herausforderungen. Das ist zur Alltagserfahrung geworden in meiner Funktion als Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ganz besonders gilt dies für die Vereinten Nationen als einzigartigem multilateralen Forum, in dem globale Normen diskutiert und beschlossen werden können. Im September 2015 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die den Rahmen setzt für eine neue globale Partnerschaft zur Umsetzung von 17 Zielen, die das gesamte Spektrum nachhaltiger Entwicklung abdecken. Einer der Schwerpunkte des neuen Generalsekretärs der Vereinten Nation, Antonio Guterres, ist es, durch tiefgreifende Reformen der Strukturen und der Arbeitsweise der Vereinten Nationen diese „fit for purpose“ zu machen, so dass sie einen effektiven Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten können. Das BMZ und die deutsche Bundesregierung unterstützen diese ambitionierten Reformen, um die Kohärenz zwischen den VN-Organisationen sowie nachhaltige Entwicklung in den VN zu stärken. Nur wenn die nachhaltigen Entwicklungsziele integriert und als Ganzes umgesetzt werden, und alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen – auch Deutschland – ihren Teil zur Agenda 2030 beitragen, kann die notwendige weltweite Transformation zu nachhaltiger Entwicklung gelingen.

Es geht in internationalen Verhandlungsprozessen nicht nur um eine detaillierte Kenntnis von Entscheidungsmechanismen und von politischen Positionen zahlreicher unterschiedlicher Akteure, sondern auch um wichtige Zusatzkompetenzen wie Verhandlungsgeschick, Führungsqualität, Team-Building und interkulturelles Wissen.

Die Teilnehmenden an der Simulationskonferenz haben die Chance, sich diesen Herausforderungen bereits während ihres Studiums praxisnah zu stellen. Den Delegierten aus Bamberg wünsche ich dabei viel Erfolg. Nutzen Sie die wertvollen Kontaktmöglichkeiten zu Teilnehmern aus aller Welt und lassen Sie sich von der faszinierenden Atmosphäre dieses internationalen Begegnungsforums inspirieren! Die Simulation bietet die Chance, wichtige Erfahrungen für einen künftigen Berufsalltag zu sammeln. Ich bin mir sicher, dass die Delegation der Otto-Friedrich-Universität ein hervorragender Botschafter Bambergs in New York sein wird!

Mit freundlichen Grüßen