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            <title>Uni Bamberg News</title>
            <link>https://www.uni-bamberg.de</link>
            <description>Latest news | Aktuelle Informationen</description>
            <language>de-de</language>
            
                <copyright>Uni Bamberg</copyright>
            
            
            <pubDate>Wed, 20 May 2026 00:17:04 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Tue, 19 Apr 2022 10:26:41 +0200</pubDate>
                        <title>Was haben Kühe mit Forschungsdaten zu tun?</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/forschungsdatenmanagement-2022/</link>
                        <description>Universität Bamberg bietet Unterstützung beim Forschungsdatenmanagement an und stellt Forschungsdaten zur Verfügung.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder gerät die Landwirtschaft in die Kritik, wenn es um das Thema Tierhaltung geht. Milchkühe gesund zu halten, ist anspruchsvoll. Dabei werden Landwirt*innen inzwischen durch Technik unterstützt. So hat etwa <a href="/mobi/team/daniela-nicklas/">Prof. Dr. Daniela Nicklas</a>, <a href="/mobi/">Inhaberin des Lehrstuhls für Informatik, insbesondere Mobile Softwaresysteme/Mobilität</a>, gemeinsam mit einem Forschungsteam und dem <a href="https://www.lfl.bayern.de/ilt/" target="_blank" rel="noreferrer">Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ITL) an der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft</a> ein maschinelles Lernmodell für die sensorgestützte Überwachung des Liegeverhaltens von Milchkühen auf der Weide und im Stall entwickelt. „Durch die kontinuierliche Überwachung verschiedener Verhaltensmuster wie etwa Liegen, Wiederkäuen und Fressen kann das System Verhaltensänderungen erkennen, die mit Gesundheitsstörungen einhergehen“, erklärt Daniela Nicklas. Das hilft den Landwirt*innen, aber was hat das mit Forschungsdatenmanagement zu tun?</p>
<p>„Wir wollten die Bewegungsdaten der Kühe, die wir bei diesem Projekt erhoben hatten, veröffentlichen“, erzählt Nicklas. Bisher können die Daten noch nicht bei der Universität selbst gehostet werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen also auf externe Anbieter zurückgreifen. „Wir haben ein Portal gefunden, das auf Bewegungsdaten von Tieren spezialisiert ist. Eines unserer Kriterien war, dass die GPS-Daten soweit anonymisiert werden, dass nicht ersichtlich ist, auf welchem Hof die Tiere stehen“, erläutert Nicklas. Das war bei dem Anbieter nicht möglich. Ein universitätseigenes sogenanntes Repositorium, in dem die Daten gespeichert werden können, wäre hier nützlich gewesen: „Bei einer eigenen Plattform kann man selbst für den Datenschutz sorgen und auf spezielle Anforderungen passgenauer reagieren“, meint die Professorin.</p>
<h2>Forschungsmetadaten im FIS</h2>
<p>Und genau das soll jetzt entstehen. Seit Anfang 2022 können Forschungsdaten im <a href="https://fis.uni-bamberg.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Forschungsinformationssystem (FIS) </a>der Universität verzeichnet werden. Dabei werden noch nicht die Daten selbst im FIS abgelegt, sondern die Metadaten. Man kann etwa nachvollziehen, wer die Daten wann erhoben hat, in welcher Sprache diese erschienen sind und ganz wichtig: Wo diese bei externen Anbietern zu finden sind. In den kommenden Monaten wird darüber hinaus ein universitätseigenes Repositorium entstehen, in dem die Bamberger Wissenschaftler*innen ihre Forschungsdaten speichern und veröffentlichen können. „Wir wollen es den Forschenden so einfach wie möglich machen, weshalb es verschiedene Importmöglichkeiten für die Metadaten gibt“, sagt <a href="/ub/so-erreichen-sie-uns/mitarbeiterinnen-und-mitarbeiter/">Janina Kühner</a>. Sie ist die Ansprechpartnerin an der Universität, wenn es um Forschungsdatenmanagement geht. Umgekehrt können die Daten auch leicht exportiert und nachgenutzt werden. In Zukunft möchte Kühner Schulungen für Bamberger Wissenschaftler*innen anbieten. Auch eine individuelle Beratung ist möglich. Dabei kann es um Fragen rund um die Veröffentlichung, die Optimierung der Metadaten, Datenmanagementpläne oder Datenschutz gehen.</p>
<p>„Forschungsdaten als Grundlage und Ergebnis wissenschaftlicher Forschung nehmen vor dem Hintergrund der immer weiter wachsenden Verfügbarkeit von Daten, Speicher- und Rechenkapazitäten in ihrem Umfang und in ihrer Relevanz stetig zu“, sagt Janina Kühner. Forschungsdaten sind meist digitale Daten, die während wissenschaftlicher Tätigkeit etwa durch Befragungen, Messungen oder Quellenarbeit entstehen. „Forschungsdatenmanagement beginnt mit der Erfassung und Digitalisierung der Daten und reicht über eine nachvollziehbare Verwaltung während eines Forschungsprojekts bis hin zur Veröffentlichung und Archivierung der Daten“, erklärt <a href="/ub/ueber-uns/abteilungen/">Dr. Fabian Franke, Leiter der Universitätsbibliothek,</a> an die das Forschungsdatenmanagement angegliedert ist.</p>
<h2>Vorteile für Wissenschaftler*innen</h2>
<p>„Unser Forschungsinformationssystem ist das umfangreichste, das es derzeit an deutschen Universitäten gibt“, erläutert Franke. „Dass nun auch Forschungsmetadaten und in Zukunft die Forschungsdaten selbst dort zu finden sind, stärkt unsere Stellung weiter, denn wir können so die ganze Forschungschronologie abbilden und Personen mit Projekten, Daten und Publikationen verknüpfen.“ Für Wissenschaftler*innen bietet das ebenfalls viele Vorteile. Der erste Professor, dessen Forschungsmetadaten bereits im FIS eingetragen wurden, ist <a href="/allgpsych/leitung/">Prof. Dr. Claus-Christian Carbon</a>, <a href="/allgpsych/">Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre</a>. „Es ist eine wichtige Tugend, die Forschungsarbeit sauber zu dokumentieren, denn so bleiben wichtige Daten erhalten und die Replizierbarkeit wird gewährleistet, sodass Ergebnisse auch überprüft werden können“, erklärt er. „Die Universität trägt mit dem Forschungsdatenmanagement entscheidend zur Nachhaltigkeit der Daten bei.“ Die dauerhafte Verfügbarkeit der Daten wird inzwischen von Förderorganisationen verlangt. Insgesamt werde auch die Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschenden immer wichtiger, so Carbon. „An der Universität gibt es mehr als 190 Lehrstühle und Professuren. Eine zentrale Datenbank kann dabei helfen, Synergien zu erzeugen und Cluster zu bilden.“ Auch Daniela Nicklas bestätigt: „Daten können die Keimpunkte für interdisziplinäre Forschung sein.“</p>
<h2>Eigenes Forschungsdatenmanagement trägt zur Open-Access-Strategie bei.</h2>
<p>Bei einem eigenen Repositorium liegen die Daten dauerhaft direkt bei der Universität Bamberg. Forschende müssen sich deshalb keine Sorgen um die Kommerzialisierung ihrer Daten machen. Bei privaten Anbietern von Repositorien steht außerdem immer die Gefahr der Insolvenz im Raum, in deren Fall ein Verlust der Daten möglich wäre. „Zum Selbstverständnis der Universität Bamberg gehört es, das an der Universität entstandene Wissen für die Gesellschaft und die Wissenschaftsgemeinschaft umfassend, nachhaltig und ohne Einschränkungen zugänglich zu machen“, erklärt Fabian Franke. Das Vorhaben trägt demnach auch zur Open-Access-Strategie der Universität bei, denn die Daten sollen frei verfügbar sein.</p>
<p>Weitere Informationen zum Forschungsdatenmanagement an der Universität Bamberg unter: <a href="https://www.uni-bamberg.de/ub/forschen-und-publizieren/forschungsdatenmanagement/" target="_blank">www.uni-bamberg.de/ub/forschen-und-publizieren/forschungsdatenmanagement/</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 05 Apr 2022 14:05:12 +0200</pubDate>
                        <title>Nie wieder ein Brett vor dem Kopf, wenn es um Statistik geht</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/statistische-beratung/</link>
                        <description>Bamberger Centrum für Empirische Studien bietet statistische Beratung an.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Statistical Literacy ist für mich eine der Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts“, betont <a href="/stat-oek/team/prof-dr-timo-schmid/">Prof. Dr. Timo Schmid</a>. Er hat den <a href="/stat-oek/">Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie</a> an der Universität inne und leitet zugleich das <a href="/baces/">Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES)</a>. Durch die Digitalisierung werden immer mehr Daten erhoben, aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. „Das ist ein großer Schatz an Informationen, der verarbeitet werden muss. Dafür muss man diese Informationen aber verstehen und interpretieren können“, erklärt Schmid. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte gerade in Zeiten von sogenannten Fake News zumindest im Ansatz etwas davon verstehen, meint Schmid. Das BACES bietet dabei für Universitätsangehörige Unterstützung an – seit Kurzem auch in Form einer kostenlosen statistischen Beratung.</p>
<p>Seit Anfang des Jahres können sich Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität an das BACES wenden, wenn sie konkrete statistische Fragen haben, zum Beispiel bei einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit. „Quantitative Analysen gehen einher mit vielen Fragen, die während der Bearbeitung auftauchen können“, sagt Timo Schmid. Ist die Methode richtig? Wie werden Ergebnisse interpretiert? Das BACES bietet dazu eine Soforthilfe für kurze Fragen zu Problemen bei der Auswertung von Daten. Bei längerem Beratungsbedarf kann aber auch ein Beratungstermin vereinbart werden, bei dem projektspezifische und umfangreichere Fragen zu statistischen Analysen geklärt werden können. „Das BACES verfolgt dabei den Grundsatz ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘“, erklärt Timo Schmid. Eine vollständige Auswertung der Daten inklusive Interpretation der Ergebnisse ist demnach nicht möglich. Kleine Berechnungen sowie Analyseschritte von geringem Umfang können aber gemeinsam beispielhaft durchgeführt werden.</p>
<h2>Niedrigschwelliges Angebot in entspannter Atmosphäre</h2>
<p>Im Vorfeld der Beratung sollten die Forschungshypothesen genau präzisiert sowie die Daten hinreichend für die statistische Analyse aufbereitet werden. Darüber hinaus muss die Betreuerin oder der Betreuer der Arbeit vorab über die geplante Zusammenarbeit mit dem BACES informiert werden und dieser zustimmen, damit die Inanspruchnahme der Beratung prüfungsrechtlich abgesichert ist. Seit Anfang Januar konnte das BACES auch schon bei einigen Fragen behilflich sein. So hat sich etwa Doris Lettmann an die statistische Beratung gewandt. Sie promoviert im Fach Urgeschichte und beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit frühkeltischen Gräberfeldern. Die statistische Beratung konnte ihr dabei helfen herauszufinden, wie die verschiedenen Daten, die sie zu den Gräbern erhoben hat, zusammenhängen. „Als Archäologin hat man während des Studiums häufig keine Ausbildung in Statistik, obwohl man durchaus auch mit statistischen Fragen konfrontiert sein kann“, erklärt Doris Lettmann. Sie hat sich im Selbststudium die nötigen Methoden für ihre Arbeit beigebracht. „Ich habe mir vieles im Internet zusammengesucht. Ob das alles richtig war, wusste ich nicht.“ Dann kam die Beratung ins Spiel: „Mir hat es ungemein geholfen, meine Fragen mit einer Person zu besprechen, die wirklich Ahnung von Statistik hat. Für mich war das eine totale Erleichterung.“ Bald gibt Doris Lettmann ihre Dissertation ab. „Ich würde die Beratung allen empfehlen, die mit einem statistischen Problem zu kämpfen haben. Das Angebot ist niedrigschwellig und die Atmosphäre ist entspannt, sodass man sich auch ohne viele Statistikvorkenntnisse wohlfühlt“, betont sie.</p>
<p>Neben der statistischen Beratung bietet das BACES auch verschiedene Schulungen für Universitätsangehörige an, die in Kürze online zu finden sein werden. Dabei geht es etwa um konkrete Fragen zu quantitativer Statistik, aber auch darum, Grundkenntnisse in damit eng verbundener Software, wie etwa SPSS, Stata oder R zu erlernen. „Das Ziel unserer Angebote ist es, einerseits die Statistical Literacy unter den Universitätsangehörigen zu steigern und andererseits auch bei konkreten Problemen zu unterstützen“, fasst Schmid das Angebot zusammen.</p>
<p>Weitere Informationen zur statistischen Beratung und allen weiteren Angeboten des BACES sind zu finden unter:&nbsp;<a href="/baces/">www.uni-bamberg.de/baces</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 30 Mar 2022 11:53:57 +0200</pubDate>
                        <title>&quot;Emanze der ersten Stunde&quot;</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/interview-ruhestand-maria-steger/</link>
                        <description>Maria Steger, Leiterin der Studierendenkanzlei und des Eltern-Service-Büros, geht in den Ruhestand.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehr als 30 Dienstjahren an der Universität Bamberg verabschiedet sich Maria Steger am 31. März in den Ruhestand. Sie hat die <a href="/studierendenkanzlei/">Studierendenkanzlei</a> und das <a href="/familienbuero/">Eltern-Service-Büro</a> geleitet und war Vorsitzende der Projektgruppe „<a href="/fgh/audit-familiengerechte-hochschule/die-projektgruppe/">Familiengerechte Hochschule</a>“. Sie hat die Universität Bamberg maßgeblich zu einer familiengerechteren Hochschule gemacht und wird von Kolleginnen und Kollegen wie Studierenden gleichermaßen geschätzt. Bei Kaffee und Kuchen gibt Maria Steger zum Abschied einen Einblick in ihre Jahre an der Universität, erzählt von bewegenden Geschichten und warum ihr Familienfreundlichkeit so wichtig war und ist.</p>
<p><strong>Liebe Frau Steger, Sie waren Leiterin der Studierendenkanzlei. Wie viele Studierende haben sich während Ihrer Zeit dort an der Universität eingeschrieben?</strong></p>
<p><i>Maria Steger:</i> Ganz genau weiß ich das nicht. Aber hochgerechnet waren es etwa 70.000 bis 75.000 Studierende in den mehr als 25 Jahren, in denen ich in der Studierendenkanzlei gearbeitet habe. In den Jahren zuvor war ich in der Personalabteilung der Universität tätig.</p>
<p><strong>So viele Menschen. Das bedeutet auch viele Einzelgeschichten. Ist Ihnen davon eine besonders bewegende in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p>Ich kann mich noch an viele Geschichten erinnern – damit könnte man ganze Bücher füllen. Es gab lustige, aber auch viele traurige Geschichten. Ich habe die Arbeit in der Studierendenkanzlei deshalb so gerne gemacht, weil man viel Kontakt zu Menschen hat, die zu einem kommen, wenn sie Sorgen haben, aber auch, wenn sie glücklich sind und erzählen wollen. Das hat mir in den vergangenen zwei Jahren während der Pandemie sehr gefehlt.</p>
<p>Eine ganz emotionale und traurige Geschichte, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Ein Student hat seinen Vater gepflegt bis er verstorben ist. Am Anfang kam er natürlich zu uns, um sich Informationen zu holen, welche Möglichkeiten er mit Beurlaubungen oder ähnlichem hat. Weil aber die ganze Familie so sehr betroffen war, sodass es zu Hause immer nur um das eine Thema ging, ist er alle paar Wochen vorbeigekommen, um einfach zu quatschen. Wir haben gemeinsam geweint und gelacht. Das war überaus emotional und hat mich sehr berührt.</p>
<p><strong>Fristen an der Universität sind oft sehr streng und immer wieder gibt es Studierende, die einen Abgabetermin einer Hausarbeit oder auch die Rückmeldung zum neuen Semester verpassen.&nbsp;Gab es viele Tränen von Studierenden, die bei Ihnen im Büro standen?</strong></p>
<p>Da gab es ganz viele. Meistens war das „große Problem“ aber kein Problem. Die Studierendenkanzlei ist nicht das Prüfungsamt. Bei Prüfungsterminen ist das etwas anderes, weil es da oft keinen Spielraum gibt. Unsere Fristen wie etwa die Rückmeldung sind etwas lockerer. Solange der Exmatrikulationslauf noch nicht gestartet ist, ist eine Rückmeldung auch nach der Frist noch möglich. Und selbst wenn die Exmatrikulation eingeleitet ist, können die Leute weiterstudieren, sofern sie nicht in einen zulassungsbeschränkten Studiengang eingeschrieben sind. Sie müssen sich nur wieder einschreiben. Aber in Sachen Exmatrikulation hatten wir schon alles – auch weinende Eltern. Klar ist der Exmatrikulationsbrief im ersten Moment ein Schock, wenn man die Zahlung des Rückmeldebetrages vergessen hat. Wir versuchen schon extra die Briefe am Montag wegzuschicken, damit sie nicht am Freitag ankommen und die Studierenden das ganze Wochenende Ängste und Sorgen haben, sondern gleich anrufen können. Wir haben ungefähr 1.000 Studierende pro Semester, die sich nicht fristgemäß rückmelden. Es wäre für uns eine irrsinnige Arbeitserleichterung, wenn die Studierenden das pünktlich erledigen würden.</p>
<p><strong>Sie haben die Universität Bamberg maßgeblich zu einer familiengerechteren Hochschule gemacht. Was waren dabei aus Ihrer Sicht die wichtigsten Meilensteine?</strong></p>
<p>Das wichtigste überhaupt ist meiner Meinung nach, dass Familienfreundlichkeit gelebt wird. Das Umdenken in den Köpfen der Mitglieder der Universität anzustoßen war mein zentrales Anliegen. Als ich anfing haben mir schwangere Studentinnen noch erzählt, dass ihnen Professoren, mit denen sie aufgrund der Schwangerschaft das Gespräch suchten, gesagt haben: „Meine Frau hat mit dem Studium aufgehört als sie schwanger war.“ Solche Geschichten habe ich in den vergangenen Jahren Gott sei Dank nicht mehr zu hören bekommen.</p>
<p>Ein wichtiger Meilenstein war, dass die Projektgruppe „<a href="/fgh/audit-familiengerechte-hochschule/die-projektgruppe/">Familiengerechte Hochschule</a>“, die es seit 2001 gibt, eine Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes erwirken konnte. Bis dato war es so, dass sich studierende Eltern beurlauben, aber trotzdem Prüfungsleistungen ablegen konnten. Studierende, die Angehörige pflegen, hatten diese Möglichkeit nicht. Sie konnten sich zwar beurlauben lassen, aber es Stand nicht im Gesetz, dass sie während dieser Zeit Prüfungsleistungen erbringen können. Ich fand das ganz ungerecht. Ein Kind zu erziehen ist eine schöne Sache. Aber wenn man jemanden pflegt ist es noch viel wichtiger hin und wieder die Uni besuchen zu können, um auch mal rauszukommen und dann trotzdem eine Prüfung ablegen zu dürfen. Gerade auch für den Studenten, der seinen kranken Vater gepflegt hat, war diese Möglichkeit sehr wichtig.</p>
<p>Außerdem halte ich Kinderbetreuungseinrichtungen für essentiell. Die Universität hat in meiner Amtszeit zwei Einrichtungen eröffnet: Die <a href="/beauftragte/familienbuero/kinderbetreuung/kindervilla-an-der-universitaet/">Kindervilla</a> an der Universität und die <a href="/universitaet/aktuelles/baumassnahmen/grosstagespflegestelle-erba/">Großtagespflegestelle</a> auf der ERBA. Die sehr gut funktionierende Projektgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen Statusgruppen der Uni zusammensetzt, sollte meiner Meinung nach weitergeführt werden. Sie ist eine Ideenschmiede für weitere Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit.</p>
<p><strong>Warum liegt Ihnen persönlich das Thema familiengerechte Hochschule am Herzen?</strong></p>
<p>Ich liebe Kinder über alles und ich hatte das Glück in den letzten Jahrzehnten so viele Kinder von Studierenden im Arm halten zu dürfen. Das war mir eine große Freude. Außerdem würde ich mich als Emanze der ersten Stunde bezeichnen. Ich komme selbst von einem Bauernhof und fand es immer gut, dass meine Eltern gemeinsam gearbeitet haben. Jeder hatte seine Aufgabe, aber niemand hatte dabei eine bestimmte Rolle und so sollte es eigentlich in allen Bereichen sein. Für mich persönlich war immer klar, dass ich Familie und Beruf verbinden möchte. Diesen Balanceakt zu schaffen ist nicht immer einfach. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden. Dazu gehört auch, dass beide Eltern volle Verantwortung übernehmen –&nbsp; nicht nur die Frau.</p>
<p><strong>Sie wurden und werden an der Universität vor allem für Ihre Nahbarkeit und Ihren wertschätzenden Umgang mit anderen Universitätsangehörigen geschätzt. Welche Aspekte waren Ihnen im Umgang mit den anderen Menschen an der Universität immer besonders wichtig?</strong></p>
<p>Bei dieser Frage fällt mir zuerst das Stichwort „Zuhören“ ein. Ich glaube das ist das Allerwichtigste. Und natürlich der Wille zu helfen.</p>
<p><strong>Wir haben gehört, dass Sie oft Kuchen mit in die Arbeit gebracht haben. Was denken Sie, wie viele Kuchen es insgesamt waren?</strong></p>
<p>Diese Frage kann ich tatsächlich nicht beantworten. Wir haben zum Beispiel 15 Jahre lang alle vier beziehungsweise sechs Monate Eltern-Kind-Treffen veranstaltet, für die ich immer jeweils drei bis fünf Kuchen gebacken habe. Aber das ist selbstverständlich für mich. Am meisten haben wir die Kolleginnen und Kollegen beim deutschlandweiten Treffen der Sekretariatsleiterinnen und Sekretariatsleiter verblüfft. Damals sind mehr als 300 Leute nach Bamberg gekommen. Meine Kolleginnen und Kollegen der Studierendenkanzlei und ich haben für das Event alle Kuchen selbst gebacken. Aber ich backe auch wirklich leidenschaftlich gerne.</p>
<p><strong>Gibt es etwas, das Sie an der Universität besonders vermissen werden?</strong></p>
<p>Vor kurzem habe ich einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung gelesen, in dem der Pressesprecher der Kanzlerin interviewt wurde. Er hat gesagt, dass das Aufhören auch zur Aufgabe gehöre. Das spricht mir aus der Seele. Ich habe immer gewusst, dass es ein Leben nach der Uni gibt und, dass mir das Leben gut gefallen wird. Ich bin jeden Tag gerne in die Arbeit gegangen und ich hatte einfach gerne mit den Studierenden zu tun. Die Kolleginnen und Kollegen sind teilweise auch Freunde geworden. Sie werde ich auch im Ruhestand noch treffen. Ich habe meine Arbeit geliebt, aber das Leben nach der Uni wird auch großartig sein.</p>
<p><strong>Sie starten jetzt in einen neuen Lebensabschnitt. Haben Sie schon Pläne dafür?</strong></p>
<p>Ich halte nicht viel von Plänen, weil man heutzutage kaum Pläne machen kann, wie man ja seit zwei Jahren sieht. Aber auch vorher habe ich nie große Pläne gemacht, denn wenn man einen Plan macht, kommt es ganz sicher anders als man es sich vorgestellt hat. Aber ich habe viel zu tun: Ich habe einen großen Garten und einen Brotbackofen, gehe viel wandern und vermiete eine Ferienwohnung, in die immer ganz interessante Gäste kommen. Man muss sich bewusst machen, dass man in die letzte Phase des Lebens startet und man sollte es sich schön und gemütlich machen, solange man kann. Und das mache ich jetzt!</p>
<p><i>Vielen Dank für das Interview!</i></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 23 Mar 2022 11:43:47 +0100</pubDate>
                        <title>„Künstliche Intelligenz ist nicht mehr wegzudenken aus unser aller Zukunft“</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/neuer-professor-benzmueller/</link>
                        <description>Christoph Benzmüller hat die erste der sieben neuen KI-Professuren inne und stellt sich im Interview vor.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Leidenschaft für Künstliche Intelligenz (KI) wurde bei <a href="/wiai/faecher/faecher/">Prof. Dr. Christoph Benzmüller</a> bereits während seines Informatik-Studiums entfacht. Seit Februar 2022 hat er nun den <a href="/wiai/faecher/faecher/">Lehrstuhl für KI-Systementwicklung (AI Systems Engineering) </a>an der Universität Bamberg inne. Das ist der erste der sieben neuen Lehrstühle und Professuren, die die Universität im Sommer 2020 im KI-Wettbewerb des Freistaats Bayern bewilligt bekommen hat. Als außerplanmäßiger Professor ist er zudem mit dem Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin verbunden. Im Interview verrät Christoph Benzmüller unter anderem, mit welcher Aussage ihn sein damaliger Professor für das Thema KI begeistern konnte, wie er selbst diese Leidenschaft bei seinen Studierenden wecken möchte und zu welchen Schwerpunkten er forscht.</p>
<p><strong>Sie sind seit Februar 2022 KI-Professor an der Universität Bamberg. Wie sind Sie zur KI gekommen?</strong></p>
<p><i>Christoph Benzmüller:</i> Dass ich mich mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftige, reicht zurück bis in die Anfänge meines Studiums in Saarbrücken. Ein Professor, bei dem ich später auch promoviert habe, hat mich mit einer Aussage in einer Vorlesung gefangen. Diese Aussage steht für mich bis heute noch im Zentrum meiner Arbeit: Er hat damals behauptet, dass wir in einer unheimlich interessanten zeitgeschichtlichen Phase angekommen sind, in der aus Evolutionsperspektive ein neuer Ast entsteht, der Intelligenz ausbilden kann, die sich eventuell selbst reproduzieren und fortpflanzen kann. Diese Aussage hat mich tief bewegt und ich habe mich gefragt, was dran ist an diesem dann nicht mehr bestehenden Unterschied zwischen Mensch und Maschine oder einer Maschine, die sogar mit vielerlei Befähigungen ausgestattet ist, die über die menschlichen hinausgehen.</p>
<p><strong>War es also schon immer Ihr Ziel, Professor in diesem Bereich zu werden?</strong></p>
<p>Nein. Ich war früher Leistungssportler und habe nebenbei angefangen Informatik zu studieren, um „was Sinnvolles zu machen“. Damals habe ich dem Langstreckenlauf alles untergeordnet. In der Mannschaft waren wir sogar einmal deutscher Meister und ich war Athlet am Olympiastützpunkt. Alles war also aufs Laufen fokussiert und ich wollte danach eigentlich Sport oder Sportmedizin studieren. Die Berührung mit der KI war dann aber so einschneidend, dass ich dabei geblieben bin. Heute kann ich übrigens noch ganz gut zehn Kilometer laufen.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte – jetzt, wo Ihr Fokus auf KI liegt?</strong></p>
<p>Ich beschäftige mich seit den 90er Jahren mit der Automatisierung von mathematischem Schließen, also damit, wie Maschinen automatisch Mathematik betreiben können. Über diesen Einstieg hinaus beschäftige ich mich mittlerweile mit vielen andere Projekten und Fragestellungen, wie etwa der ethischen und rechtlichen Kontrolle von KI-Systemen. Ich frage mich zum Beispiel, ob man mit einem mathematisch formalen Vorgehen Grenzen für solche Systeme entwickeln kann. Darüber hinaus untersuche ich, ob es eine universelle symbolische Wissensrepräsentation gibt. Also Formalismen, die Wissen in vielfältiger Hinsicht im Computer modellieren und automatisieren können. Es gibt einen ganzen Zoo von Logiken – aus der Philosophie, Mathematik, der KI und vielen Bereichen mehr. Diesen Zoo würde ich gerne bändigen mit einem Ansatz, den ich universelles logisches Schließen nenne und der mit einer Metalogik arbeitet, der sich alle anderen Logiken unterordnen. Teilweise konnten wir schon nachweisen, dass das funktioniert. Dabei ergeben sich Schnittstellen zur Philosophie und zur Theologie. Das könnte auch hier in Bamberg zu spannenden Interaktionen mit den Geisteswissenschaften führen.</p>
<p><strong>Haben Sie dazu ein Beispiel?</strong></p>
<p>Seit einigen Jahren führe ich Untersuchungen zum ontologischen Gottesbeweis in der Philosophie durch. In seiner ursprünglichen Variante nach Anselm von Canterbury unterstützt dieses Argument die Aussage, dass es ein Wesen gibt, über dessen Größe man nicht hinausdenken kann. Mein Interesse gilt den aktuell diskutierten Varianten dieses Arguments, etwa der von Kurt Gödel. Das Ziel ist es nicht, zu beweisen, dass es Gott gibt, sondern ich will die detaillierten Argumentationsschritte im Computer abbilden. Konkret haben wir überprüft, ob diese Argumentationsschritte im Computer nachvollzogen werden können, also ob diese formal logisch korrekt sind. Ob die Annahmen wirklich vertretbar sind, haben wir dabei aber nicht überprüft. Wir konnten auf diese Weise einen partiellen Nachweis der Korrektheit der von Kurt Gödel vorgeschlagenen Variante des Arguments erbringen. Zuletzt hat uns der Computer sogar aufgezeigt, wie diese Variante des Arguments weiter vereinfacht werden kann.</p>
<p><strong>Im Laufe der kommenden Monate werden weitere KI-Professorinnen und -Professoren nach Bamberg kommen. Wie stellen Sie sich hier die Zusammenarbeit vor?</strong></p>
<p>Ich möchte mit den Kolleginnen und Kollegen diese einzigartige Situation nutzen. Denn an der Universität Bamberg werden nach Besetzung all der neuen Professuren und Lehrstühle so gut wie alle relevanten Themenbereiche der KI abgedeckt sein. Damit haben wir die Möglichkeit über ganz neue Projektlandschaften nachzudenken, die an anderen Standorten so nicht durchführbar wären. Aber das hängt natürlich an uns Neuberufenen und an den Professorinnen und Professoren, die schon länger in Bamberg sind. Wir müssen Möglichkeiten aufzeigen und Projektanträge schreiben. Es gibt auf jeden Fall viel Potential. Ich bringe auch einige Kontakte mit an die Universität Bamberg. Beispielsweise kooperiere ich sehr eng mit der Universität Luxemburg. Aber auch nach China gibt es interessante Kontakte. Das halte ich für sehr relevant, weil gerade China eine Nation ist, bei der man in Sachen KI durchaus auch mal kritisch hinschauen kann. Durch die Interaktion– so meine Hoffnung – kann man zumindest auf akademischer Ebene gemeinsames Verständnis und gemeinsame Wertevorstellungen aufbauen und hinterfragen.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen in der Lehre besonders wichtig?</strong></p>
<p>Ich versuche immer Hierarchien abzubauen, weil ich es wichtig finde, dass Studierende ohne Vorbehalte ihre eigene Meinung im Rahmen von Lehrveranstaltungen einbringen und auch ruhig mal danebenliegen können, ohne dass das gleich negative Folgen hätte. Deshalb ist mir insbesondere die Interaktion in den Lehrveranstaltungen wichtig. In manchen Bereichen ist das sogar zwingend notwendig, weil die Antworten zu Fragestellungen, wie etwa „Wie sollen wir das Thema verantwortungsvolle KI eigentlich gestalten?“ noch gar nicht klar auf dem Tisch liegen. Idealerweise möchte ich bei den Studierenden das hervorrufen, was der Professor in Saarbrücken damals bei mir entfacht hat: Eine intrinsische Motivation für das Thema.</p>
<p><strong>Warum sollte man heute Ihr Fach studieren?</strong></p>
<p>Das Thema KI hat immer wieder Wellen des Hypes durchlebt, die auch wieder abgeflacht sind. Einige davon habe ich auch selbst miterlebt. KI ist aber nicht mehr wegzudenken aus unser aller Zukunft. Selbst wenn es weitere Wellenbewegungen geben wird, ist KI in den vergangenen Jahrzehnten zu einer fundamental wichtigen Schlüsseltechnologie herangewachsen, die für die Zukunft ganzer Gesellschaften richtungsweisend sein kann. Hier werden zunehmend Expertise und hervorragend ausgebildete Leute gebraucht. Und zwar nicht nur im akademischen Bereich, sondern auch in der Wirtschaft und vor allen Dingen auch in gesellschaftlichen Positionen und der Politik. Deshalb plädiere ich dafür, dass auch Leute, die sich mit Geistes- oder Sozialwissenschaften auseinandersetzen, nicht an der KI vorbeischauen sollten, weil sie eben so eine fundamental wichtige Rolle hat und haben wird.</p>
<p><strong>Was möchten Sie Studierenden besonders mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>Momentan haben wir wieder eine unglaubliche Dynamik im Feld der KI. Ich möchte den Studierenden mit auf den Weg geben, die Dinge tiefgründig zu hinterfragen und nicht einfach den momentanen Trends hinterherzulaufen. Es ist wichtig, nicht einfach auf die Welle aufzuspringen, sondern einen eigenen Weg zu finden. Wissenschaft kann nicht immer sofort zwischen richtig und falsch unterscheiden. Hier sind Leute gefragt, die eine gewisse eigene Position haben und diese Position auch vertreten. Gewissermaßen möchte ich die Entwicklung der Studierenden hin zu eigenständigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterstützen.</p>
<p><i>Vielen Dank für das Interview!</i></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 21 Mar 2022 08:57:26 +0100</pubDate>
                        <title>Von Schicksals- und Hoffnungsklängen</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/benefizkonzert-ukraine/</link>
                        <description>Benefizkonzert des Universitätsorchesters für die Ukraine-Nothilfe</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ein in den Lichtfarben gelb und blau getauchter Konzertsaal war der Austragungsort für das Benefizkonzert des Universitätsorchesters für die Ukraine-Nothilfe am vergangenen Donnerstagabend - ein musikalischer Abend, der von Hörgenuss und Solidaritätsbekundung gleichermaßen geprägt war. Das Programm bestand aus drei Werken, die allesamt als Reaktion auf Schicksalsschläge entstanden sind und welche mit den Mitteln der Musik Erlebtes verarbeiten und der Sprachlosigkeit Ausdruck verleihen.</p>
<p>Paul Hindemiths Trauermusik für Viola Solo und Streichorchester aus dem Jahr 1936 wurde anlässlich des Todes von König Georg V. von England binnen kürzester Zeit komponiert und uraufgeführt. Der Komponist selbst übernahm dabei den Solo-Part. Wen Xiao Zheng, Solo-Bratschist der Bamberger Symphoniker, erwies sich als faszinierender Interpret der Hindemith‘schen Musik. Beeindruckend, wie sich der Klang der Bratsche aus dem Streicherklang heraushob und den drei Sätzen „Langsam“, „Ruhig bewegt“ und „Lebhaft“ ein je eigenes klangliches Gepräge auf spieltechnisch höchstem Niveau verlieh. Im abschließenden vierten Satz erklang der Choral „Vor deinen Thron tret‘ ich hiermit“, der einige Male von den kadenzierenden Einwürfen der Bratsche unterbrochen wurde, und der der Komposition einen traurigen und berührenden, zugleich aber auch hoffnungsspendenden Charakter verlieh. Wen Xiao Zheng verstand es ausgezeichnet, die emotionale Bandbreite dieses Werkes in seinem Spiel zu bündeln.</p>
<p>Aus dem Jahr 1877 erklang die groß angelegte Sinfonie Nr. 4 in f-Moll op. 36 von Peter Tschaikowsky. Im Zeichen des russisch-osmanischen Krieges entstanden, ist das Werk wie kein anderes durch persönliche Empfindungen des Komponisten geprägt: Politisch bewegte Zeiten treffen auf innere Krisen. Wilhelm Schmidts manövrierte das Orchester gewohnt souverän durch dieses spieltechnisch anspruchsvolle und harmonisch dichte Werk und machte das seelisch-dramatische Leidmoment des Komponisten und seiner Zeit hörbar, ohne dabei in klangliche Sentimentalität abzurutschen. Zwar haben viele Stellen einen melancholisch-süßlich anmutenden Charakter, doch wird man stets davor bewahrt, diese Musik zu sehr zu genießen und so immer wieder in die „leidvolle“ Realität zurückgeholt. Die farbenreiche Instrumentierung des Werkes kam durch die in feinsten Nuancen abgestufte Dynamik bestens zum Vorschein und bewies einmal mehr die hohe Professionalität des Universitätsorchesters.</p>
<p>Den Abschluss bildete das für das internationale Friedensfest 2004 komponierte „Da Pacem Domine“ von Arvo Pärt. Als Vertonung der gregorianischen Antiphon „Da pacem, Domine in diebus nostris“ für Chor a capella geschrieben, kam das Werk an diesem Abend in der Fassung für Streichorchester zu Gehör. Die typisch zeitlos fließende Schönheit seines Klanges lässt vordergründige Virtuosität, übermäßige Dynamik oder effektbeladenes Ausdrucksspiel abprallen, um jedem einzelnen Ton den Raum zu vollkommener klanglicher Entfaltung zu geben. Die in der Musik vertonte Bitte „Gib Frieden, Herr, in unseren Tag“ erschloss sich vollkommen ohne gesungenes Wort. Mit der sich anschließenden Stille der rund 500 Zuhörerinnen und Zuhörer wurde dieser Wunsch nach Frieden zusätzlich bekräftigt. Ein würdiger und ergreifender Abschluss!</p>
<p>Der gesamte Erlös des Konzertes ist für die Ukraine-Nothilfe der „Aktion Deutschland Hilft“ bestimmt. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler erklärten bereits im Vorfeld, auf Honorare verzichten zu wollen. Oberbürgermeister Andreas Starke und die Stadt Bamberg sowie die Bamberg Congress + Event GmbH ermöglichten dankenswerterweise die kostenfreie Nutzung der Konzerthalle. Aus dem Kartenverkauf und zusätzlichen Spenden konnte die stolze Summe von 8.000 Euro erzielt werden. Ein hoffnungsvolles Zeichen in schicksalshaften Tagen!</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 08 Mar 2022 08:19:00 +0100</pubDate>
                        <title>Aktueller Stand: Prüfungsphase und Rückkehr zur Präsenzlehre</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/pruefungsphase-praesenzlehre/</link>
                        <description>Vizepräsident für Lehre und Studierende Stefan Hörmann blickt auf die kommenden Monate.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das vierte Corona-Semester ist fast zu Ende, die Inzidenzzahlen sind nach wie vor hoch, Prüfungsphase und Planungen des Sommersemesters 2022 sind in vollem Gange. Im Interview sondiert Vizepräsident für Lehre und Studierende <a href="/vp-lehre/">Prof. Dr. Stefan Hörmann</a> die Lage und betont: „Das kommende Semester wird ein Präsenzsemester werden!“</p>
<p><strong>Lieber Herr Hörmann, die Vorlesungszeit ist vorbei, die Universität Bamberg erlebt die letzten Wochen des vierten Corona-Semesters. Wie fällt Ihr Fazit aus?</strong></p>
<p><i>Stefan Hörmann</i>: Differenziert. Wir alle haben im Herbst auf ein Semester mit hohem Präsenzanteil gehofft, das sich dann innerhalb weniger Wochen wieder als weitgehendes Onlinesemester entpuppt hat. Zu dieser enttäuschten Erwartungshaltung bei vielen Studierenden und Lehrenden kommen staatlich verordnete Infektionsschutzmaßnahmen, die nun schon über lange Zeit sehr gravierende Einschränkungen auch im universitären Leben mit sich bringen.</p>
<p>Lösungen zu finden, um Bildungserwerb unter sich oftmals kurzfristig ändernden und immer wieder schwierigen Bedingungen trotzdem für unsere vielen Studierenden zu ermöglichen, ist eine enorme Herausforderung – für mich die größte in der bisherigen Pandemiezeit. Dass uns dies im jeweils erlaubten Rahmen vielfach gut gelungen ist, verdanken wir dem außerordentlichen Engagement und beherzten Einsatz aller Beteiligten. Dafür bedanke ich mich im Namen der gesamten Universitätsleitung sehr herzlich.</p>
<p><strong>Können Sie die Auswirkungen der Infektionsschutzmaßnahmen an einem Beispiel verdeutlichen?</strong></p>
<p>Wenn wir jungen Menschen, die bei uns studieren wollen, aufgrund der 2G-Regelung den Zutritt zu unseren Lehrveranstaltungen und Bibliotheken nicht mehr gewähren dürfen, weil sie nicht oder nicht ausreichend geimpft sind und ein negativer Corona-Test allein nicht mehr ausreicht, dann trifft uns das existenziell. Denn es berührt unseren Grundauftrag, den wir als Universität in dieser Gesellschaft wahrnehmen wollen und müssen.</p>
<p><strong>Wir sind mitten in der Prüfungszeit, zugleich sind die Corona-Inzidenzzahlen nach wie vor sehr hoch. Finden die Prüfungen regulär statt? </strong></p>
<p>Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht kurzfristig deutlich ändern, wovon im Moment nicht auszugehen ist, werden wir die Prüfungen bis zum Schluss regulär durchführen können. Wir haben ein mittlerweile sehr erprobtes und gut funktionierendes Sicherheitskonzept mit verschiedenen Maßnahmen wie Abstands-, Masken- und 3G-Regelungen.</p>
<p><strong>Was müssen Studierende beachten, die nicht an Prüfungen teilnehmen können – entweder, weil sie selbst an Corona erkrankt sind oder sich in Quarantäne befinden? </strong></p>
<p>Bereits im letzten Jahr haben wir den rechtlichen Rahmen geschaffen, um auf diese Situation flexibel reagieren zu können. Grundsätzlich haben bei universitären Prüfungen alle betroffenen Studierenden die Möglichkeit, bei ihren Prüferinnen und Prüfern einen Nachtermin zu beantragen. Die Universitätsleitung hat darum gebeten, über diese Anträge – wann immer möglich – positiv zu entscheiden, insbesondere dann, wenn eine versäumte Prüfung eine Verlängerung der Studienzeit nach sich ziehen würde.</p>
<p>Bei mündlichen und praktischen Einzelprüfungen ergeben sich in der Regel ohnehin kaum Probleme. Schon vor der Pandemie wurden hier bei krankheitsbedingten Ausfällen großzügig Nachtermine gewährt. Gleiches gilt für Fristverlängerungen von Hausarbeiten. Selbst bei größeren dezentralen Klausuren, die in der direkten Verantwortung der Lehrenden liegen, ließen sich schon immer in vielen Fällen flexible Lösungen finden.</p>
<p><strong>Die Beispiele, die Sie gerade genannt haben, umfassen dezentrale Prüfungen. Wie geht die Universität mit Nachterminen bei zentralen Prüfungen um?</strong></p>
<p>Etwas schwieriger gestaltet sich die Lage hier tatsächlich, weil wir aus organisatorischen Gründen nicht von vorneherein eine verdoppelte Prüfungsplanung vorsehen können: Wir haben in der jetzigen Prüfungsphase circa 17.000 Klausuren mit circa 300 verschiedenen Einzelprüfungen zu bewältigen, die alle organisiert und beaufsichtigt werden müssen. Hinzu kommt noch das Staatsexamen. Aber auch im zentralen Bereich nehmen alle, die für Prüfungen Verantwortung tragen, Nachprüfungsanträge sehr ernst. Sollte im konkreten Fall dennoch keine sofortige Prüfungswiederholung angeboten werden können, muss niemand länger als bis zum nächsten Semester darauf warten.</p>
<p><strong>Gibt es vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemiesituation noch andere Erleichterungen für Studierende? </strong></p>
<p>Bayernweit gilt, dass auch das aktuelle Corona-Semester nicht auf die Regelstudienzeit oder die BAföG-Höchstdauer angerechnet wird. Zusätzlich hat die Universität Bamberg beschlossen, dass es auch im Wintersemester 2021/22 nun schon zum vierten Mal keine Anrechnung von Fehlversuchen bei Prüfungen gibt. Die Studierenden sollen in dieser schwierigen Situation bestmöglich unterstützt werden, deshalb haben wir uns erneut für diesen Schritt entschieden.</p>
<p><strong>Die Universität plant ein Sommersemester in Präsenz. Für wie realistisch halten Sie diese Vorgabe angesichts der derzeitigen Pandemiesituation? </strong></p>
<p>Auf der Basis der für die nächsten Wochen prognostizierten Entwicklung bin ich sehr optimistisch. Die Einschätzungen des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, die Erfahrungen aus dem letzten Jahr mit einer deutlichen Entlastung im Sommer sowie die derzeitigen politischen Signale stimmen mich zuversichtlich. Dazu passt auch der eindringliche Appell des Bayerischen Wissenschaftsministeriums an alle Hochschulen im Freistaat, in dem der Wunsch, zur Präsenzlehre zurückzukehren, nochmals sehr klar formuliert wurde.</p>
<p><strong>Lässt unsere Raumsituation ein Präsenzsemester unter Pandemiebedingungen überhaupt zu?</strong></p>
<p>Derzeit gibt es keine politischen Vorgaben, die Abstandsregelungen einfordern. Wenn die Pandemiesituation sich so positiv entwickelt, wie derzeit angenommen, sieht die Universitätsleitung keinen Anlass, eine solche Vorsichtsmaßnahme trotzdem zu ergreifen. Nach heutigem Stand gehen wir deshalb davon aus, dass wir – gegebenenfalls unter Einhaltung bestimmter Infektionsschutzmaßnahmen – alle Räume voll belegen können.</p>
<p><strong>Wie definiert sich ein Präsenzsemester angesichts der zahlreichen digitalen Lehr-Lernformate, die sich in den letzten Semestern seit Beginn der Pandemie entwickelt haben? Wird es diese weiterhin geben?</strong></p>
<p>Unsere Lehre hat sich durch die digitalen Lehr-Lernformate enorm weiterentwickelt. Mit unserem interdisziplinären Projekt „<a href="/dikule/">Digitale Kulturen in der Lehre entwickeln</a>“ (DiKuLe) werden wir diese Entwicklung noch verstärken und dafür in den nächsten Jahren rund 4 Millionen Euro investieren. Über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller vier Fakultäten arbeiten in diesem Projekt, das von drei Koordinatorinnen und -koordinatoren betreut wird, zusammen. Es entstehen Video-Umgebungen für synchrone und asynchrone Formate oder Blended-Learning-Formate in digitalen Lehr-Lernlaboren. Wir vergessen also nicht, was wir in den letzten Semestern gelernt haben, im Gegenteil: Die Bamberger Präsenzlehre der Zukunft wird selbstverständlich digitale Elemente enthalten. Wie hoch und welcher Art genau der digitale Anteil an der Lehre sein wird, lässt sich nicht pauschal sagen. Das ist eine individuelle Entscheidung der Lehrenden und dürfte sicherlich den einzelnen Fachkulturen gemäß unterschiedlich gehandhabt werden.</p>
<p><strong>Wenn die Lehre weiterhin digitale Elemente enthält, ist es dann überhaupt nötig, zum Studium in Bamberg zu sein?</strong></p>
<p>Ja, das ist es unbedingt. Denn Präsenzlehre bedeutet ganz grundsätzlich, dass auch die digitalen Lehr-Lernformate, die zum Einsatz kommen, prinzipiell von einer Vor-Ort-Anwesenheit ausgehen. Es gibt für die Dozierenden keine Verpflichtung mehr, eine rein digitale Teilhabe an den Lehrveranstaltungen zu ermöglichen. Studierende, die ausschließlich aus der Ferne teilnehmen wollen, müssen also damit rechnen, dass sie zu bestimmten Lehrinhalten oder -formaten, wie zum Beispiel Gruppendiskussionen, nur eingeschränkt oder gar keinen Zugang haben, und dass sie die für manche Lehrveranstaltungen erforderliche regelmäßige Anwesenheit in Präsenz nicht erbringen können.</p>
<p><strong>Gibt es noch etwas, was Sie Lehrenden und Studierenden für die kommenden Wochen mit auf den Weg geben wollen?</strong></p>
<p>Vor allen Dingen: Optimismus. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im kommenden Sommersemester endlich wieder ein akademisches Leben im eigentlichen Sinne führen können und eine Form von Gemeinschaft erfahren dürfen, die wir in den letzten Semestern alle schmerzlich vermisst haben. Ganz besonders freue ich mich auch auf unsere ausländischen Studierenden, die wir hoffentlich wieder zahlreich vor Ort begrüßen können.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
<p><i>Das Interview führte Tanja Eisenach.</i></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 04 Mar 2022 15:20:50 +0100</pubDate>
                        <title>Exzellente Lehre an der Universität Bamberg</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/preise-fuer-gute-lehre-2021/</link>
                        <description>Die Fakultäten haben ihre Preise für gute Lehre im Jahr 2021 verliehen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Evi Plötz, <a href="/cogsys/team/rabold-johannes/">Johannes Rabold</a>, <a href="/vwl-wipo/team/dr-noemi-schmitt/">Dr. Noemi Schmitt</a> und <a href="/kunstgesch1/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/magdalena-tebel-ma/">Magdalena Tebel</a> – diese Namen sollte man sich merken, wenn es um hervorragende Lehre an der Otto-Friedrich-Universität geht. Sie alle haben für ihre exzellente Lehre Preise erhalten. Die Fakultäten würdigen mit ihren Lehrpreisen jährlich Dozentinnen und Dozenten aus dem akademischen Mittelbau. Aus dem Kreis der Ausgezeichneten geht außerdem die Person hervor, die für den jährlichen Preis für gute Lehre des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst nominiert wird. Dies geschieht per Senatsbeschluss auf Vorschlag einer Auswahlkommission und mit Unterstützung der Universitätsleitung. Der Preis des Wissenschaftsministeriums ist mit 5.000 Euro dotiert und wird für 2021 zum 24. Mal verliehen.</p>
<p>An der Universität Bamberg wurden 2021 Evi Plötz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik, der Informatiker Johannes Rabold, Noemi Schmitt, Akademische Rätin am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik, sowie die Kunsthistorikerin Magdalena Tebel mit den Fakultätspreisen ausgezeichnet. Für die Nominierung zum Preis des Wissenschaftsministeriums wurde schließlich Johannes Rabold ausgewählt. „Exzellente Lehre erfordert großes Engagement, die Bereitschaft, viel Zeit zu investieren, und ein hohes Maß an Motivation“, sagt <a href="/vp-lehre/">Prof. Dr. Stefan Hörmann</a>, Vizepräsident für Lehre und Studierende. „Umso mehr freue ich mich darüber, dass auch 2021 wieder vier herausragende Lehrende mit den Preisen ausgezeichnet werden konnten, die ebendieses Engagement und die Motivation mitbringen. Sie sind eine große Bereicherung für die Universität Bamberg.“</p>
<h2>Diskursiver Austausch steht im Zentrum der Lehre von Evi Plötz.</h2>
<p>Die <a href="/huwi/">Fakultät für Humanwissenschaften</a> (Huwi) hat ihren Preis für exzellente Lehre an Evi Plötz vergeben. Sie ist seit 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a href="/allgpaed/">Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik</a> tätig und beschäftigt sich in ihrer Lehre unter anderen mit Themen der interkulturellen Pädagogik, Menschenrechtsbildung und pädagogischer Professionalität im Kontext migrationsbedingter Heterogenität. „Frau Plötz fokussiert in ihrer Lehre gesellschaftlich und pädagogisch hochrelevante Themen und legt dabei großen Wert auf den diskursiven Austausch der Studierenden“, heißt es in der Würdigung der Studiendekanin der Fakultät Huwi. Dass sie in der Lehre insbesondere auf Gruppenarbeiten setzt, erwies sich auch in der Pandemie als gewinnbringend, weil sie so die digitale Gemeinschaftsbildung der Studierenden fördern konnte. Zusätzlich zu ihrem Lehrdeputat bietet Evi Plötz unter anderem Lesetreffen zur vertieften Diskussion der in den Seminaren bereitgestellten Lektüre oder auch eine „Happy Hour“ zum sozialen Austausch der Studierenden in der Pandemie an. In Lehrevaluationen, die Evi Plötz auch während des Semesters durchführt, um Anpassungen vornehmen zu können, betonen Studierende vor allem die sehr gute Strukturierung, die methodisch-didaktische Vielfalt sowie Evi Plötz‘ sympathische, offene, engagierte und hilfsbereite Art. „Gute Lehre bedeutet für mich, Studierende in ihrem eigenständigen Lernprozess zu begleiten. Über die Wertschätzung meiner Lehre und meines Engagements, die durch diesen Preis zum Ausdruck kommt, freue ich mich sehr“, sagt Plötz.</p>
<h2>Johannes Rabold hat für Studierende stets ein offenes Ohr.</h2>
<p>Seit 2017 hält Johannes Rabold Veranstaltungen an der <a href="/kogsys/">Professur für Angewandte Informatik, insbesondere Kognitive Systeme</a>. Dabei unterstützt er die Vorlesungen und hält eigenständig Übungen, Seminare und Projektveranstaltungen für Bachelor und Masterstudierende. Für sein Engagement hat er den Preis für gute Lehre der <a href="/wiai/">Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik</a> erhalten. Sein Lehrangebot ist breit aufgestellt, und er erhält regelmäßig hervorragende Lehrevaluationsergebnisse, wie die Auswahlkommission der Fakultät bestätigt. Johannes Rabold steche insbesondere deshalb heraus, weil er sich nicht nur in der Lehre, sondern auch darüber hinaus für die Studierenden der Fakultät einsetze und immer ein offenes Ohr für sie habe. So hat er etwa in den vergangenen Semestern den „KI-Club“ angeboten. Dabei konnten sich Studierende auf der Plattform „UniAdventure“ virtuell treffen, um über alle möglichen Themen zu diskutieren und neue Leute kennenzulernen. Außerdem ist er Co-Moderator eines kritischen Podcasts über KI, bei dem er versucht, Studierenden das Thema näherzubringen und sie zur Reflexion anzuregen. „Meine Studierenden kommen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Bereichen; sowohl von der universitären Laufbahn als auch aus der Industrie oder praktischen Ausbildung“, erklärt Johannes Rabold. „Lehre ist für mich nie ein einseitiger Wissenstransfer, sondern ein Austausch vielfältiger Erfahrungen. Der Preis ist für mich ein persönlicher Höhepunkt und spornt mich weiter an, mein Bestes in der Lehre zu geben.&quot;</p>
<h2>Noemi Schmitts Lehrphilosophie zeichnet sich durch starke Forschungsnähe aus.</h2>
<p>An der <a href="/sowi/">Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften</a> (SoWi) hat Noemi Schmitt den Preis für ihre hervorragende Lehre erhalten. Sie startete ihre Lehrtätigkeit bereits 2012 und ist seit 2018 als Akademische Rätin am <a href="/vwl-wipo/">Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik</a>, tätig. Aktuell ist sie vor allem für zwei Lehrveranstaltungen aus dem Masterprogramm des Studiengangs European Economic Studies verantwortlich. Die Vorlesung „Dynamische Wirtschaftspolitik“ hat Noemi Schmitt vollständig neu konzipiert und so moderne Lehrformen integriert. Ihre Lehrphilosophie zeichnet sich vor allem durch eine starke Forschungsnähe aus. „Um die Inhalte formal anspruchsvoller Kurse zu veranschaulichen, nutze ich computergestützte Analysen und Simulationen, damit mathematische Methoden anhand konkreter ökonomischer Modelle angewandt werden können“, schildert Schmitt. Darüber hinaus möchte Noemi Schmitt insbesondere das selbstständige Lernen fördern. „Durch das gemeinsame Programmieren, Analysieren, Simulieren und Diskutieren von Modellen aus der einschlägigen Literatur werden Studierende auch optimal auf das wissenschaftliche Arbeiten in ihrer Disziplin vorbereitet“, so die Auswahlkommission der Fakultät.</p>
<h2>Magdalena Tebel setzt auf eine Mischung verschiedener Lehrmethoden.</h2>
<p>Magdalena Tebel ist seit 2021 Akademische Rätin am <a href="/kunstgesch1/">Lehrstuhl für Kunstgeschichte, insbesondere Mittelalterliche Kunstgeschichte</a>. An der Universität Bamberg ist sie jedoch schon seit fast zehn Jahren fest verwurzelt, hat hier studiert und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. „Magdalena Tebel zeichnet sich im besonderen Maße durch ihr hohes Engagement bei der vielfältigen Gestaltung ihrer Kurse sowie innovativen Lehrkonzepten aus“, so die Auswahlkommission der <a href="/guk/">Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften</a>. Sie lädt unter anderem verschiedene Fachexpertinnen und -experten in ihre Seminare ein, macht Rollenspiele in ihren Kursen, bietet unterschiedliche Exkursionen und Tandemreferate an, bei denen jeweils eine Studienanfängerin oder ein Studienanfänger und fortgeschrittene Studierende zusammenarbeiten. „Eine wertschätzende, motivierende Lern- und Arbeitsatmosphäre, gemeinsames praktisches Üben und ein lebendiger Diskurs liegen mir in der Lehre besonders am Herzen“, erklärt Magdalena Tebel. Ihr außerordentliches Engagement zeigt sich auch in den studentischen Evaluationen. So ist etwa in einer Evaluation zu lesen: „Frau Tebel brennt für die Kunstgeschichte und entfacht bei uns Studierenden ein Feuer der Begeisterung für das Fach.“</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 24 Feb 2022 14:32:38 +0100</pubDate>
                        <title>Hermann Reifenberg ist verstorben</title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/nachruf-reifenberg/</link>
                        <description>Der Professor lehrte bis 1993 das Fach Liturgiewissenschaft an der Universität Bamberg.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität trauert um Prof. Dr. Hermann Reifenberg, der am 15. Februar 2022 im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Er lehrte von 1965 bis zu seiner Emeritierung 1993 als ordentlicher Professor das Fach Liturgiewissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.</p>
<p>Hermann Reifenberg wurde am 6. Juni 1928 in der rheinhessischen Stadt Oppenheim geboren. Theologie studierte er an den Universitäten von München und Mainz. Er wurde 1952 in Mainz zum Priester geweiht und übte sein Priesteramt von 1961 bis 1965 in der Gemeinde Ebersheim aus, die ihm 1964 für sein großes Engagement die Ehrenbürgerwürde verlieh, sodass Hermann Reifenberg seit der Eingemeindung Ebersheims 1969 als Ehrenbürger der Stadt Mainz geführt wird. Ein Schwerpunkt seiner pastoralen Tätigkeit lag auf der Jugendarbeit.</p>
<p>1965 wurde Hermann Reifenberg auf die Professur für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft der damaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule Bamberg berufen. Mit Gründung der Gesamthochschule Bamberg wurde er Professor für Liturgiewissenschaft in der Fakultät Katholische Theologie. 1979 beantragte er, vom Zölibat dispensiert zu werden. Daraufhin wurde ihm die kirchliche Lehrbefugnis entzogen und der Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft in die Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg umgesetzt.</p>
<p>Die Leitung des Instituts für Katholische Theologie spricht in ihrem Nachruf den Angehörigen des Verstorbenen ihr tiefes Mitgefühl aus. Mit Hermann Reifenberg habe die deutsche Theologie einen versierten Denker, kritischen Zeitgenossen und engagierten Seelsorger verloren.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 18 Feb 2022 08:47:11 +0100</pubDate>
                        <title>Mit einem Koffer und einer Portion Vorfreude in die Welterbestadt </title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/ilka-wolter/</link>
                        <description>Ilka Wolter ist neue Professorin an der Universität Bamberg. Im Interview stellt sie sich vor.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Lediglich mit einem großen Koffer und einer Portion Vorfreude ist Prof. Dr. Ilka Wolter 2014 in Bamberg angekommen und hat zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a href="https://www.lifbi.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Leibniz-Institut für Bildungsverläufe</a> (LIfBi) gearbeitet. Seit Januar 2022 ist sie Professorin für Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Entwicklung und Lernen an der Otto-Friedrich-Universität. Zugleich leitet sie die <a href="https://www.lifbi.de/Institut/Organisation/Abteilung-Kompetenzen-Pers%C3%B6nlichkeit-Lernumwelten" target="_blank" rel="noreferrer">Abteilung „Kompetenzen, Persönlichkeiten, Lernumwelten“</a> des LIfBi. Welcher Weg sie in die Welterbestadt geführt hat, wie sich ihr Berufswunsch während ihres Studiums gewandelt hat und wo heute ihre Forschungsschwerpunkte liegen, verrät sie im Interview.</p>
<p><strong>Sie sind jetzt Professorin. War das schon immer Ihr Berufswunsch?</strong></p>
<p><i>Ilka Wolter</i>: Während meines Psychologiestudiums habe ich eigentlich immer gedacht, dass ich gerne einmal Psychotherapeutin werden möchte. Das war das Berufsfeld, das für mich – wie für viele andere auch – in der Psychologie am sichtbarsten war. Nachdem ich das Grundstudium in Magdeburg absolviert hatte, bin ich für das Hauptstudium nach Marburg gezogen. Dort habe ich als studentische Hilfskraft in der Entwicklungspsychologie gearbeitet und hatte mit vielen interessanten Themen zu tun, wie etwa der Eltern-Kind-Bindung bei Neugeborenen. Dadurch wurde mein Interesse an der Wissenschaft geweckt und ich bin dabei geblieben. Das konkrete Ziel einer Professur hat sich erst in den vergangenen Jahren herausgebildet.</p>
<p><strong>Welcher Weg hat Sie nach dem Studium zur Professur geführt?</strong></p>
<p>Nach dem Studium habe ich an der Freien Universität Berlin promoviert und als PostDoc gearbeitet. Mit einem DFG-Forschungsstipendium konnte ich anschließend als Gastwissenschaftlerin ein Jahr an der University of Sussex in England an einem eigenen Forschungsprojekt arbeiten. Das war eine tolle Erfahrung, weil ich dort sehr selbstbestimmt forschen konnte. Generell schätze ich an der Wissenschaft, dass man immer Neues lernt, neue Kooperationen eingeht und viele freie Räume hat, sich mit Themen zu beschäftigen. Man kann sozusagen seine eigene Arbeitswelt gestalten. Nach der Station in England bin ich direkt nach Bamberg an das damals neu gegründete LIfBi gekommen, wo ich im Bereich der Kompetenzentwicklung vor allem mit den Daten des <a href="https://www.lifbi.de/#main_bottom" target="_blank" rel="noreferrer">Nationalen Bildungspanels</a> (NEPS) gearbeitet habe. Dort wurde ich dann bald Nachwuchsgruppenleiterin und anschließend vertrat ich kommissarisch die Direktorin des Instituts Prof. Dr. Cordula Artelt als Abteilungsleiterin. Die Abteilungsleitung bedeutete für mich bereits eine viel stärkere Verbindung zur Universität. Die Bewerbung auf die Professur war für mich der logische nächste Schritt. Zusätzlich leite ich jetzt auch offiziell die Abteilung „Kompetenzen, Persönlichkeiten, Lernumwelten“ am LIfBi.</p>
<p><strong>Zu welchen Schwerpunkten forschen Sie?</strong></p>
<p>Einer meiner Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich Kompetenzen und Kompetenzentwicklung. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit dem Sekundarschulbereich. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einfluss von Geschlechterrollen und -stereotypen. Interessieren sich Schülerinnen und Schüler geschlechtsabhängig für unterschiedliche Dinge? Wie entwickeln sich Kompetenzen, Motivationen und auch Selbstkonzepte und hat das Geschlecht darauf einen Einfluss? Am LIfBi schaue ich mir aber auch an, wie sich der Umgang mit digitalen Medien über die Lebensspanne entwickelt oder wodurch soziale Ungleichheiten in kognitiven und sozio-emotionalen Kompetenzen sowie Lebensläufen entstehen.</p>
<p><strong>Können Sie von einem besonders interessanten Forschungsprojekt berichten?</strong></p>
<p>In einem Projekt haben wir uns Kompetenzentwicklungsprofile angeschaut und uns die Frage gestellt: Wie entwickeln sich im Sekundarschulbereich Mathematik- und Lesekompetenz im Verhältnis zueinander? Entwickeln sie sich ähnlich? Oder spezialisieren sich Kinder und Jugendliche auf eins von beidem? Wir konnten herausfinden, dass sich die Kompetenzen zwischen der 5. und 9. Klasse parallel zueinander entwickeln. Ab der Oberstufe sehen wir einen stärkeren Zuwachs in den Mathematikkompetenzen im Vergleich zu den Lesekompetenzen. Das Projekt werden wir weiterführen und im nächsten Schritt schauen, inwiefern bestimmte Kompetenzprofile zum Ende der Pflichtschulzeit erklären, welchen weiteren Weg Jugendliche einschlagen. Dabei fragen wir uns etwa, ob Jugendliche mit höheren Mathematikkompetenzen sich eher für einen Beruf oder ein Studium im MINT-Bereich entscheiden. Möglicherweise hängt das auch mit den Selbstkonzepten der Schülerinnen und Schüler zusammen.</p>
<p><strong>Sie haben Psychologie studiert und auch Ihre Professur ist in der Psychologie angesiedelt. Warum sollte man das Fach heute studieren?</strong></p>
<p>Psychologie ist ein sehr vielfältiges Fach, das Spaß macht. Es ergeben sich innerhalb des Studiums viele Anwendungsbezüge, weil sich die Psychologie mit zentralen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Neben vielen interessanten Themen im Bereich der klinischen Psychologie geht es zum Beispiel auch darum, wie wir lebenslang Lernen oder wie wir mit digitalen Medien oder Fake News umgehen. Wir behandeln aber auch Themen in der Sozialpsychologie, wie etwa Stereotype oder Vorurteile, die in Forschungsfeldern zur Entstehung und Aufrechterhaltung beispielsweise von Rassismus und Sexismus relevant sind.</p>
<p><strong>Was haben Sie für die Lehre geplant?</strong></p>
<p>Ich habe bereits vorher gelegentlich Seminare gegeben, insbesondere in der Psychologie, aber auch in Lehramtsstudiengängen. Diese Studiengänge werden für mich auch in Zukunft in der Lehre besonders im Fokus stehen. Wichtig sind mir eine gute Diskussionskultur und der Anwendungsbezug der besprochenen Theorien und Forschungsbefunde. Anhand von praktischen Beispielen lassen sich etwa im Lehramt vor allem Fragestellungen zur Heterogenität in Klassen behandeln. Dazu zählen beispielsweise Geschlecht und Migration, aber auch Leistungsheterogenität oder Personen mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf. Außerdem möchte ich gerne das Forschungskolloquium, das ich seit einigen Jahren in Kooperation mit den Professorinnen <a href="/bil/team/cordula-artelt/">Cordula Artelt</a> und Sabine Weinert an der Universität Bamberg im Rahmen der <a href="/bamberg-graduate-schools-promotionsprogramme/bagss/">Bamberg Graduate School of Social Sciences</a> (BAGSS) anbiete, weiterführen.</p>
<p><strong>Und was ist Ihnen dabei in der Lehre besonders wichtig?</strong></p>
<p>Mir ist es wichtig, in den Seminaren immer wieder Verbindungen zu aktuellen Forschungsarbeiten herzustellen. Außerdem möchte ich den Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten anhand dieser Themen beibringen und ihnen das nötige Werkzeug und die Methoden an die Hand geben, sodass sie selbstreguliert lernen können.</p>
<p><strong>Sie sind bereits 2014 nach Bamberg gekommen. Können Sie sich noch an Ihre ersten Tage hier erinnern?</strong></p>
<p>Ich war am Tag vor meinem Arbeitsbeginn zum ersten Mal in Bamberg. Die Bewerbung und auch die Wohnungssuche liefen komplett online ab, weil ich ja noch in England war. Also kam ich mit einem riesigen Koffer an und war ziemlich aufgeregt, weil ich eine Verpflichtung eingegangen war, ohne die Stadt und auch das Team in der Arbeit wirklich zu kennen. Aber bis heute habe ich es nie bereut, weil mir die Arbeit viel Spaß macht und ich meine Kolleginnen und Kollegen sehr schätze. In den ersten Monaten in Bamberg habe ich übrigens in einer WG mit <a href="/grundschulpaed/team/prof-dr-miriam-hess/">Miriam Hess</a> zusammengewohnt, die seit Sommer 2021 ebenfalls Professorin an der Universität Bamberg ist. Durch sie hatte ich auch einen großartigen privaten Einstieg in Bamberg.</p>
<p><i>Vielen Dank für das Interview!</i></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 15 Feb 2022 13:09:27 +0100</pubDate>
                        <title>Trauer um Christoph Houswitschka  </title>
                        <link>https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/nachruf-christoph-houswitschka/</link>
                        <description>Der Professor für Englische Literaturwissenschaft ist am 10. Februar 2022 überraschend verstorben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Plötzlich und unerwartet ist <a href="/englit/personen/ehemalige/christoph-houswitschka/">Prof. Dr. Christoph Houswitschka</a> am Donnerstag, 10. Februar 2022, im Alter von 60 Jahren verstorben. Er war seit 2002 Inhaber des <a href="/englit/">Lehrstuhls für Englische Literaturwissenschaft</a> und engagierte sich auf verschiedenen Ebenen äußerst intensiv in der akademischen Selbstverwaltung. So fungierte er als Dekan und Prodekan, als Direktor des Instituts für Anglistik und Amerikanistik und als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Studentenwerks. Er war Sprecher des akademischen Direktoriums des Sprachenzentrums, Mitglied der Zertifizierungskommission in der Systemakkreditierung sowie Mitglied in mehr als 20 Berufungsausschüssen. Eine tragende Rolle spielte er sowohl im Zentrum für Mittelalterstudien als auch im Zentrum für Interreligiöse Studien.</p>
<p>In einem Nachruf würdigen Christoph Houswitschkas Kolleginnen und Kollegen vom Institut für Anglistik und Amerikanistik besonders seine Leistungen in Forschung und Lehre sowie seine Person. „Sein leidenschaftlicher Einsatz für die Belange der Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses ging weit über die Wissensvermittlung hinaus“, schreiben sie. „Der Idealismus, mit dem er beispielsweise ein internationales Masterprogramm aufbaute, betreute und die interkulturelle Verständigung vorantrieb, wiesen ihn als wahren, weltzugewandten Europäer aus.“</p>
<p>Prof. Dr. Markus Behmer, Dekan der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften, betont: „Seine Zugewandtheit, seine Herzenswärme, seine Ruhe, seine Kompetenz, sein Humor, sein immer so hilfsbereites und ausgleichendes kollegiales Engagement, sie werden uns immens fehlen.“ In ihm habe sich, so sein Kollegium, eine starke Persönlichkeit mit einem unprätentiösen Wesen verbunden.</p>
<p>Weitere Informationen zu Christoph Houswitschka sowie einen Nachruf seines Lehrstuhlteams gibt es unter: <a href="/englit/">https://www.uni-bamberg.de/englit/</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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