Kunst in der Bibliothek! Fabian Franke (von links), Martine Seibert-Raken, Christa Jansohn und Rainer Drewello freuen sich über eine gelungene Ausstellungseröffnung

Die Universitätsbibliothek als Veranstaltungsort entdecken: Besucher der Ausstellung in der TB 4, in der sonst „Stillarbeit“ herrscht

Kunst begegnet Wissenschaft

„Lieber barfuß als ohne Buch!“

Ausstellungseröffnung in der Bamberger Uni-Bibliothek

Im Rahmen des Jahres der Geisteswissenschaften luden die Universitätsbibliothek und das Centre for British Studies zu einer Ausstellungseröffnung in die Teilbibliothek 4. Die Bonner Künstlerin Martine Seibert-Raken präsentierte unter dem Motto „Lieber barfuß als ohne Buch!“ Werke und Objekte, die sie eigens für Bamberg entworfen hat.

Kunst begegnet Wissenschaft: Die Werke von Martine Seibert-Raken sind nicht nur ein Hingucker für Studierende – auch alle Bamberger sind herzlich eingeladen, die Objekte in der Teilbibliothek 4 der Universität Bamberg näher zu betrachten. Zur Ausstellungseröffnung am 24. Mai präsentierte die Bonner Künstlerin ihre Arbeiten bei schönstem Wetter und zeigte sich begeistert: „Ich habe mich in Bamberg von Anfang an wohl gefühlt. Und das Licht in der Bibliothek ist ein Traum, einfach toll.“ Toll fanden auch die Gäste ihre Werke – bei seinem Grußwort geriet der Prorektor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Prof. Dr. Rainer Drewello, ins Schwärmen: „Die Assoziationen, die man mit den Kunstwerken hat, sind exquisit. Die Farben, vor allem die Mischung zwischen braun und blau, das ist für mich die Würze.“

Das ABC der Menschheit

Dass es zu einer Ausstellung der Bonner Künstlerin in Bamberg kam, war reiner Zufall. Prof. Christa Jansohn, Direktorin des Centre for British Studies, hatte Seibold-Raken bei einer Valentinsausstellung im Februar 2006 kennen gelernt und war so begeistert von der damals hochschwangeren Künstlerin und ihren Werken, dass sie nicht nur ein Bild kaufte, sondern auch mit Seibert-Raken in Kontakt blieb. Inzwischen ist das Kind 13 Monate alt und die Künstlerin hat Zeit gefunden, ihren Teil zum Jahr der Geisteswissenschaften beizusteuern.

Nach sieben Jahren, die den Naturwissenschaften gewidmet waren, steht nun auch die Vielfalt der geisteswissenschaftlichen Fächer im Zentrum der Öffentlichkeit. Bei verschiedenen Ausstellungen, Lesungen und Projekten unter dem Motto „Das ABC der Menschheit“ werden auch in Bamberg die Geisteswissenschaften zum Erlebnis. „Wir wollen die Universitätsbibliothek auch als Veranstaltungsort entdecken“, kündigt Bibliotheksdirektor Dr. Fabian Franke an, „und dazu gehört die Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft.“

Bücher inspirieren

Die Arbeit von Seibert-Raken ist jedenfalls eine Wissenschaft für sich. Für ihre Werke verarbeitet sie die verschiedensten Arten von Papier. Anschließend werden sie bewässert und getränkt, getrocknet und mit Salzsäure bearbeitet. Eine feste Routine gibt es dabei nicht: „Das hängt ganz von meiner Tagesform ab“, verrät die Künstlerin. Die Verbindung zu Büchern sieht sie jedoch nicht nur in der Verwendung von Papier. Lesen ist für sie extrem wichtig, Bücher inspirieren sie.

Öffnungszeiten

Interessierte können sich die Werke noch bis zum 31. Juli 2007 in der Teilbibliothek 4 (Heumarkt 2) anschauen. Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8.30 bis 21 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr.