Das Handelsblatt listet die forschungsstärksten BWLer. (Foto: Universität Bamberg)

Tim Weitzel (links) und Sven Laumer (2.v.l. hinten) erforschen gemeinsam mit dem CHRIS-Team das Personalwesen. (Foto: Stefan Bergmann)

Björn Ivens forscht zu soziologischen und psychologischen Phänomenen von Geschäftsbeziehungen. (Foto: Universität Bamberg)

Erfolgreiche Forschung zur BWL

Handelsblatt platziert Bamberger Wissenschaftler weit vorn

Drei Wissenschaftler der Universität Bamberg sind im aktuellen Handelsblatt-Ranking für Betriebswirte weit vorn dabei. Ihre Forschung zu Geschäftsbeziehungen von Unternehmen und zum Personalwesen bescherte ihnen die Platzierung im renommierten Ranking.

Für ihre Analysen zu Recruiting Trends sind die Bamberger Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Tim Weitzel und Dr. Sven Laumer bekannt. Wie wird künftiges Personal rekrutiert? Wie finden Bewerberinnen und Bewerber die passende Stelle? Und welche Rolle spielt das Internet dabei? Diesen Fragen gehen sie mit empirischen Studien wie beispielsweise „Recruiting Trends“ nach. Darüber hinaus fokussieren sie aber auch theoretische Fragestellungen in ihrer Forschung: „Wir untersuchen, was die IT-Nutzung antreibt und welche Konsequenzen sie hat“, sagt Tim Weitzel. Sven Laumer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, fügt hinzu: „Wir wollen erklären, warum Menschen die IT nutzen und warum nicht, ob dadurch Stress oder Wohlbefinden entsteht.“

Mehrere ihrer Artikel zu diesen theoretischen Fragestellungen sind in renommierten Fachzeitschriften erschienen. Im Handelsblatt-Ranking für das Jahr 2014 sind die beiden Wissenschaftler nun auf den vorderen Rängen platziert worden. Tim Weitzel, der den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen, innehat, ist gleich zweimal dabei. In der Kategorie „Top 100 Beste Forschungsleistung“ belegt er Platz 86, in der Kategorie „Lebenswerk“ Platz 107 von 250. Sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Sven Laumer ist in der Kategorie „Top 100 Forscher unter 40“ auf Platz 59. Insgesamt berücksichtigt das Handelsblatt weit über 2000 deutschsprachige Forscher von nationalen und internationalen Universitäten.

Vor neun Jahren veröffentlichte das Handelsblatt das erste Ranking der forschungsstärksten Volkswirte. Seit 2009 listet es alle zwei Jahre auch Betriebswirte, die besonders viel und gut publizieren. Jede BWLerin und jeder BWLer erhält für Aufsätze, die in den mehr als 760 berücksichtigten Zeitschriften erscheinen, Punkte. Je renommierter und einflussreicher die Zeitschrift, desto höher der Punktwert, der gutgeschrieben wird. Dabei werden auch Forscher berücksichtigt, die nicht an BWL-Instituten forschen, aber in den wichtigsten Fachzeitschriften publizieren und somit von internationalen Wissenschaftlern in diesem Bereich anerkannt sind - wie Tim Weitzel und Sven Laumer als Wirtschaftsinformatiker.

Erfolgreich dank Publikationskultur

Auch der Bamberger Forscher Dr. Björn Ivens, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, ist in der Liste „Lebenswerk“ platziert. Er erforscht Geschäftsbeziehungen von Unternehmen mit ihren Privat- und Unternehmenskunden. Dabei betrachtet er vor allem soziologische und psychologische Phänomene. „Ich habe festgestellt, dass in Konfliktfällen Unternehmen häufig nicht auf ihren Verträgen beharren und gegen ihre Geschäftspartner vor Gericht gehen. Stattdessen bestimmen Normen wie Flexibilität im Umgang miteinander und der verantwortungsvolle Umgang mit Macht den Erfolg“, so Ivens. Dies dient der langfristigen Wahrung der Geschäftsbeziehungen. Der Professor freut sich, trotz der hohen Lehrbelastung im Ranking vertreten zu sein: „Die Studierendenzahlen durch den doppelten Abiturjahrgang haben es uns nicht gerade leicht gemacht. Da blieb nicht immer so viel Zeit zum Forschen, wie ich gerne gehabt hätte."

Neben dem Rang lässt sich aus der Tabelle noch mehr ablesen. Wie viele Handelsblatt-Punkte pro Jahr hat ein Forscher? Und wie alt ist er? Dabei zeigt sich, dass Sven Laumer in der Kategorie „Forscher unter 40“ mit seinen 31 Jahren der zweitjüngste ist. Gleichzeitig liegt er mit seinen Punkten pro Jahr auf Platz drei der Bestenliste. Das heißt: Der junge Wissenschaftler publiziert vergleichsweise sehr viel in den berücksichtigten Fachzeitschriften. Die sehr guten Platzierungen begründet Laumer vor allem mit der Kultur am Lehrstuhl: „Wir arbeiten sehr viel im Team. Dadurch bereichern wir uns gegenseitig.“ Beweis dafür sei auch die große Zahl der zumeist gemeinschaftlich publizierten Artikel: „Bei uns am Lehrstuhl herrscht eine große Publikationskultur." Es sei ihnen besonders wichtig, nicht nur zu forschen, sondern durch ihre Veröffentlichungen andere an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. „So bekommen auch Doktoranden schnell Rückmeldung von einer breiteren Gutachterschaft. Das steigert die Qualität ihrer Forschung und das Ergebnis sind qualitativ hochwertigere Promotionen.“

Ansprechpartner für Rückfragen:

Prof. Dr. Björn Ivens
Lehrstuhl für BWL insbesondere Marketing
Feldkirchenstrasse 21
Telefon: 0951-863-2566
E-Mail: bjoern.ivens(at)uni-bamberg.de

Prof. Dr. Tim Weitzel
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
An der Weberei 5
96047 Bamberg
Telefon: 0951-863-2871
E-Mail: tim.weitzel(at)uni-bamberg.de

Dr. Sven Laumer
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
An der Weberei 5
96047 Bamberg
Telefon: 0951-863-2873
E-Mail: sven.laumer(at)uni-bamberg.de

Hinweis

Diesen Pressetext verfasste Samira Rosenbaum für die Pressestelle der Universität Bamberg. Er kann für redaktionelle Zwecke verwendet werden.

Bei Fragen oder Bilderwünschen kontaktieren Sie die Pressestelle bitte unter der Mailadresse medien(at)uni-bamberg.de oder Tel: 0951-863 1023.