Präsident Godehard Ruppert (v. l.) mit den Verdiensträgerinnen und -trägern Maria Steger, Andrea Kabus, Jürgen Ederleh und Bernhard Spörlein (Foto: Tim Kipphan/Universität Bamberg).

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Herausragendes Engagement würdigen

Feierliche Ehrungen am Dies academicus

Im Rahmen des Dies academicus honorierte die Universität Bamberg Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für die Universität einsetzten, mit der Verdienstmedaille bene merenti in Silber oder der Ernennung zum Ehrensenator. Erstmals wurde zudem die Benedikt Kraft-Medaille vergeben.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für die Universität zu engagieren – sowohl für Universitätsangehörige als auch für Externe. Welche vielgestaltigen Formen dieses Engagement annehmen kann, zeigte sich am diesjährigen Dies academicus: Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise und teilweise über Jahre hinweg für die Universität eingesetzt haben, wurden im Rahmen der Feier am 9. November für ihre sehr unterschiedlichen Verdienste geehrt.

Das freundliche Gesicht der Universität

Erstmalig wurde in diesem Jahr die Benedikt Kraft-Medaille verliehen, die besondere Leistungen im nicht-wissenschaftlichen Bereich würdigt. Erste Trägerin dieser neuen Auszeichnung ist Maria Steger, die als Leiterin der Studierendenkanzlei für viele Studierende die erste und letzte Person ist, die sie an der Universität sprechen. „Für alle Probleme, die bei ihr auflaufen, findet Maria Steger eine Lösung – zur Not sogar mit privater Hilfe“, betonte Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, Präsident der Universität Bamberg. Als Leiterin des Eltern-Service-Büros setzt sie sich zudem für die Realisierung einer familien- und kinderfreundlichen Universität ein. „Ihrer Stellungen ist sie sich nicht nur bewusst, sie nimmt sie zudem in einer äußerst glaubwürdigen und freundlichen Weise wahr“, so Ruppert.

Mit der neuen Medaille erinnert die Universitätsleitung an Benedikt Kraft, den Nachkriegsrektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Bamberg. Er setzte sich für die Errichtung einer neuen Landesuniversität ein und „war ein Vorbild in politischem Weitblick wie sozialem Engagement“, so Ruppert. Aufgrund der Fürsorge, die Kraft selbst in schwierigen Zeiten allen Hochschulangehörigen zukommen ließ, entschied sich die Universitätsleitung für den ehemaligen Hochschulrektor als Namensgeber der neuen Auszeichnung.

Von nun an Mitglieder der Universität

Herausragend für die Universität engagierten sich auch Herbert Brauner und Dr. Jürgen Ederleh, deren Verdienste vom akademischen Senat der Universität Bamberg mit der Ehrensenatorwürde honoriert wurden. Von 2007 bis 2015 ließen sowohl Brauner als auch Ederleh als externe Mitglieder des Universitätsrates ihren Erfahrungsschatz in vielerlei Beratungsfragen der Universität einfließen. Herbert Brauner, der am Dies acdemicus leider verhindert war, öffnete der Universität als Vertreter der lokalen Wirtschaftsszene zudem viele Türen zu Unterstützungsleistungen privater Geldgeber und förderte insbesondere die universitäre Fußball-Auswahl begeistert. 

Jürgen Ederleh hat der Universität während seiner langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführer der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) häufig große Unterstützung zukommen lassen, beispielsweise bei der Erstellung von Daten im Benchmarking der Verwaltungsausstattungen. Als Ehrensenatoren sind beide nunmehr keine Externen, sondern bleiben der Universität als Mitglieder eng verbunden.

Wohlverdiente Ehrenmedaillen

Die Verdienstmedaillen bene merenti(deutsch: dem Wohlverdienten) in Silber verlieh der akademische Senat an Dr. Andrea Kabus und Dr. Bernhard Spörlein. Andrea Kabus förderte über 21 Jahre hinweg als Frauenbeauftragte die Gleichstellung von Frauen an der Universität. In vielen Berufungskommissionen setzte sie sich dafür ein, dass die Verfahren für alle Kandidatinnen und Kandidaten fair verliefen. Eine ihrer Stellungnahmen trug sogar zu einer kleinen Sensation bei, als mit der Berufung von Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins auf den Lehrstuhl für Christliche Soziallehre und allgemeine Religionssoziologie die erste Professorin an einer katholischen Fakultät in Bayern lehrte.

Bernhard Spörlein trug mit seiner Dissertation zur Institutionen- und Sozialgeschichte der älteren Universität Bamberg und einer gründlichen Neuedition der alten Matrikelbücher maßgeblich zur Aufarbeitung der universitären Historiographie bei. Bei seinen Werken handle es sich dabei „um eine unglaublich penible, hervorragende Arbeitsleistung, die für die Universität von unbezahlbarem Wert ist“, unterstrich Ruppert bei der Ehrung.

Hinweis

Diesen Text verfasste Antje Jaschik für die Pressestelle der Universität Bamberg. Er steht Journalistinnen und Journalisten zur freien Verfügung.

Bei Fragen oder Bilderwünschen kontaktieren Sie die Pressestelle bitte unter der Mailadresse medien(at)uni-bamberg.de oder Tel: 0951-863 1023.