Job-Profil Senior Consultant Software Services

Meine Abteilung „Service Strategy & Portfolio Management“ beschäftigt sich damit, wie wir und unsere Partnerunternehmen unsere Software am besten dem Kunden zur Verfügung stellen können (z.B. über das Internet oder lokal), wie Software eingeführt wird (z.B. im Rahmen eines Einführungsprojekts) und wie wir Probleme beim Kunden durch kontinuierliche Wartung der Software und zusätzliche Dienstleistungen lösen können.

Im Tagesgeschäft arbeite ich in einem kleinen Projektteam mit Kollegen unterschiedlicher Nationen zusammen; seit etwa 6 Monaten habe ich dessen Leitung übernommen.

Die Softwareindustrie ist für mich deshalb eine der interessantesten Branchen, da sie unglaublich viel Platz für eigene Ideen und Kreativität bietet und sich immer wieder neu erfindet.

So müssen wir uns zum einen ständig auf neue Technologien einstellen und permanent unsere eigenen Produkte hinterfragen und erneuern, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Folglich ist für mich und meine Kollegen ein wichtiger Teil der Arbeit, uns stets auf dem Laufenden zu halten. Das beinhaltet beispielsweise neue Datenbanktechnologien wie In-Memory, Konzepte des Web 2.0 wie Blogs und Wikis, aber auch neue Endgeräte aus dem Bereich Augmented Reality wie das iPhone auf dem Radar zu haben.

Zum anderen kann man im Softwarebereich der Phantasie freien Lauf lassen, da sich das „Material Software vielen physischen Grenzen entzieht“. Kurz gesagt kann man (fast) alles umsetzen, was man sich vorstellen kann. Dies erhöht die Möglichkeiten für die Lösung eines Problems natürlich enorm.

Darüber hinaus tummeln sich in der Softwareindustrie sehr viele schlaue und junge Kollegen aus vielen Nationen. Das macht die Arbeit im Allgemeinen spannend, angenehm und oft unkonventionell - so trägt im Unternehmen z.B. eigentlich keiner Anzug und Krawatte (außer bei direktem Kundenkontakt).

Wir beschäftigen uns in unserem Aufgabenbereich zunächst mit sehr strategischen Fragestellungen, wie bspw.:

- Welches Marktpotential bietet eine bestimmte Technologie (z.B. Software-as-a-Service)?
- Welche besonderen Anforderungen an unsere Dienstleistungen und Produkte hat ein bestimmter Kundenkreis (z.B. mittelständische Unternehmen)?

Solche Fragestellungen werden meist im Rahmen von Marktanalysen beantwortet. Dies kann durch eigene Kundeninterviews geschehen oder auch durch Recherchen im Internet oder die Beauftragung externer Analysten.

Andererseits übersetzen wir die Strategie in konkrete und anfassbare Produkte und Dienstleistungen und übernehmen dabei Aufgaben wie:

- Definition von Softwareanforderungen
- Entwurf grafischer Prototypen (wie sieht und bedient der Nutzer am Ende die Software)?
- Welche Arbeitsschritte müssen bei der Durchführung einer Dienstleistung erfolgen, wie lange dürfen diese dauern, wer muss diese übernehmen und was darf das Ganze am Ende kosten?

Bei der Definition von Softwareanforderungen werden bspw. dann alle relevanten Kunden zu konkreten Funktionalitäten befragt - Kunden können sowohl "echte" Kunden, als auch firmeninterne Kunden sein - und die Anforderungen so formuliert, dass ein Softwareentwickler daraus Programme entwickeln kann. Der Entwurf eines grafischen Prototypen beschäftigt sich dann sehr genau damit, wie ein Benutzer die Software bedient. Meist beginnt ein solcher Prototyp immer noch mit einem Bleistift und einem Stück Papier. Dieser wird dann mit potentiellen Benutzern diskutiert und stetig verfeinert.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld meines Teams ist das Projektmanagement. Oft sind viele andere Parteien an der Erledigung einer Aufgabe beteiligt. Dann übernehmen wir die Koordination unterschiedlicher Teams, verteilen Aufgabenpakete und berichten an das Management und den Vorstand über den Fortschritt eines Projektes und bereiten Entscheidungsvorlagen vor.

Die sehr solide und facettenreiche Ausbildung an der Universität Bamberg hat mich befähigt, ein  sehr breites Spektrum an Tätigkeiten in meinem Beruf auszuüben (interne strategische Beratung, Projektmanagement, Produktmanagement, Software-Architektur, User Experience Design, uvm.).

Gegenüber anderen Hochschulen, die ich während meiner Berufstätigkeit kennen gelernt habe, hat es die Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Universität Bamberg wie keine andere geschafft, den Spagat zwischen zeitlosen, grundlegenden Methoden und Konzepten sowie aktuellen Trends zu meistern. Somit ist man nach einem abgeschlossenen Studium in Bamberg nicht nur gerüstet für die aktuellen Herausforderungen beim Berufseinstieg, sondern hat auch das Handwerkszeug sich den ständig wechselnden Anforderungen und Neuerungen der Zukunft zu stellen.

Als Wirtschaftsinformatiker war es schon fast selbstverständlich für mich, bei SAP nach Job-Möglichkeiten zu schauen. Als Weltmarktführer für Unternehmenssoftware und mit der Firmenzentrale in Deutschland ist SAP deshalb die erste Wahl für mich gewesen. Die engen Beziehungen zwischen SAP und verschiedenen Lehrstühlen in Bamberg waren da natürlich sehr hilfreich, um erste Kontakte zu knüpfen.