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Im Mittelpunkt der Forschung zur Verzahnung von Theorie und Praxis steht das Ziel, "Lehrpersonen zu befähigen, ihr Theoriewissen für die Analyse und Gestaltung des Berufsfeldes nutzbar zu machen" (Wissenschaftsrat 2001). In Bezug auf einen wissenschaftlich-theoreigeleiteten und selbstreflexiven Erfahrungserwerb in der Schule ist das Handlungswissen von Lehrpersonen sowie von Lehramtsstudierenden im Rahmen schulpraktischer Studien anhand situativer Erfordernisse anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Barbara Vollmer & Dr. Martin Lunkenbein, LS für Schulpädagogik 

Mit der Ratifizierung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 sind Schulen aufgefordert, Menschen mit Behinderung die Teilhabe an Schule betreffenden Prozessen zu ermöglichen. Lehrkräfte stehen somit vor der Herausforderung, das Übereinkommen der UN in die Praxis ihres Schulalltags umzusetzen. In enger  Zusammenarbeit mit der Adalbert-Stifter-Schule Forchheim lernen Studierende des Lehramts sowohl theoretische Konzepte zu Inklusion als auch Herausforderungen und Problematiken bei der inklusiven Förderung vor Ort kennen. Über das Erstellen kleiner Videos aus Sicht der betroffenen Schüler*innen sollen die Studierenden zu einem tieferen Verständnis der je individuellen Perspektive einzelner Schüler*innen mit Förderbedarf befähigt werden.

Prof. Dr. Olaf Struck, Roland Back, Professur für Arbeitswissenschaft in Kooperation mit Campus of Excellence und den Mittelschulen in der Stadt und dem Kreis Hof

Seit 2012 übernimmt die Professur für Arbeitswissenschaft die wissenschaftliche Begleitung eines fünfjährigen Förderprojektes für 60 benachteiligte und begabte Hauptschüler in der Region Hof. Hierfür wurden die sozialwissenschaftlichen und pädagogischen Grundlagen sowie die Kompetenzdiagnostik und Auswahlverfahren entwickelt.
Darüber hinaus steuert die Professur ein Mentorenprogramm für Schüler*innen, dass von zwölf Studierenden des "Lehramts an Mittelschulen" durchgeführt wird. Neben der fördernden und wissenschaftlichen Begleitung besteht das Ziel vor allem auch in der wissenschaftlichen Evaluation der langfristigen Maßnahmen, die in einem Kontrollgruppendesign durchgeführt wird. Das Projekt wird u. a. von der Bundesagentur für Arbeit, der Oberfrankenstiftung, Unternehmen und Industrie- und Handwerksammern sowie dem Schulamt unterstützt.

Prof. Dr. Frithjof Grell, LS Elementar- und Familienpädagogik, Hans Joachim Batscheider, Stud.Dir., Seminarlehrer, SBS Herzogenaurach- Höchstadt sowie A. Ast-Hasch, Schulleiterin, und A. Keidel, Schulleiter

Kern des vorliegenden Universitätsschulkonzepts ist die Verzahnung der Ausbildungsorte Universität Bamberg mit der Seminarschule Herzogenaurach-Höchstadt. Die zentrale Schaltstelle zwischen der Universität Bamberg und der Seminarschule Herzogenaurach-Höchstadt ist die Ausbildung der Mentoren, deren Aufgabe eine Mittlerrolle zwischen Theorie und Praxis sein wird. In deren Ausbildungsarbeit soll der Wert der theoretischen Ausbildung an der Universität und das Spezifikum der Schulpraxis produktiv aufeinander bezogen werden. Die Ausbildung der Mentoren konzentriert sich im Wesentlichen auf sach- und fachgerechte Planung von Unterricht; Motivation und Identifikation von Schülern; Förderung selbstorganisierten Lernens; Persönlichkeitsbildung; Beratung und Beurteilung; Reflexion von Unterricht.

Prof. Dr. Olaf Struck, Professur für Arbeitswissenschaft, Roland Back, AOR, Professur für Arbeitswissenschaft, Petra Meyer, teilabgeordnete Lehrerin im Hochschuldienst

AWT-Lehramtstudierende fördern Schüler*innen individuell in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch und geben Hilfestellungen bei der Berufsorientierung. Diese Theorie-Praxis-Verzahnung umfasst 20 Schulwochen innerhalb eines Schuljahres. Die Förderung beginnt jährlich im November und endet im Juni. Bisher fand diese Individualförderung an fünf Mittelschulen statt. Das Projekt ist vernetzt mit dem universitätsspezifischen Modul "AWT als Steuerungsfach".

Wolfgang Heyder und Florian Guth, Brose-Baskets Bamberg, in Kooperation mit Roland Back, AOR, Sportzentrum Universität Bamberg, und Prof. Dr. Stefan Voll, Sportzentrum Universität Bamberg

Im Rahmen des existenten Kooperationsvertrages zwischen den Brose-Baskets und dem Sportzentrum der Universität Bamberg wurde 2010 ein gemeinsames Seminar entwickelt, das für beide Kooperationspartner eine win-win-Situation darstellt. Im Rahmen des wissenschaftlichen Seminars werden an der Universität sportdidaktische Grundpositionen reflektiert, die im Jugendkonzept der Brose-Baskets von den teilnehmenden Studierenden erprobt und durchgeführt werden.

Prof. Dr. Anna S. Steinweg, Didaktik der Mathematik und Informatik

Ein Team aus Lehrperson und Studentin bzw. Student arbeitet in der Regel ein ganzes Schulhalbjahr intensiv zusammen und entwickelt eigenständig die je spezifisch notwendigen Methoden und Formen der Unterstützung der Lernenden für die betreffende Klasse. Die Teamarbeit ermöglicht besonders wertvollen Austausch und zeitnahe Reflexion der Arbeit für die Studierenden und sichert von Seiten der Schule adäquate Förderangebote. KuSs bietet Chancen, im Schulalltag weitere Erfahrungen in der Organisation und Begleitung von Lehr-Lernprozessen in Mathematik zu sammeln und diese gewinnbringend für die Ausbildung zu nutzen. Angeboten werden mathematische Förderung individuell bzw. in Kleingruppen zur optimal angepassten Begleitung des Lernens und Unterstützungsangebote bei mathematischen Aktivitäten im Klassenverband als Differenzierungskräfte. Qualitätssicherung: Die Teilnahme an KuSs setzt besondere, zertifizierte Leistungen in Mathematikseminaren im Studium voraus.

Prof. Dr. Olaf Struck, Professur für Arbeitswissenschaft, Roland Back, AOR, Professur für Arbeitswissenschaft,  Petra Meyer, teilabgeordnete Lehrerin im Hochschuldienst

Im Rahmen des vorliegenden Projektes werden verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Zum einen werden Mittelschüler als Expert*innen und Referent*innen in verschiedenen Modulen eingesetzt (z. B. Berufsorientierung, Schülerfirma etc.). Des Weiteren gestalten AWT-Studierende aktiv verschiedene Berufsorientierungsprojekte und -maßnahmen an Mittelschulen. Aus der 2. Phase der Lehrerbildung geben Seminarleiter*innen als Referenten*innen Lehramtsstudierenden innerhalb eines AWT-Modules einen frühzeitigen Einblick in die 2. Phase der Lehrerbildung. Die AWT-Dozierenden geben wiederum ihr spezifisches Fachwissen an Lehramtsanwärter*innen weiter.

Prof. Dr. Olaf Struck, Professur für Arbeitswissenschaft, Roland Back, AOR, Professur für Arbeitswissenschaft, Petra Meyer, teilabgeordnete Lehrerin, mit den gegenwärtigen und zukünftigen Kooperationspartnern LS für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Didaktik der englischen Sprache und Literatur, Didaktik der Mathematik und Informatik sowie LS für Schulpädagogik

Lehramtsstudierende – primär mit der Studienrichtung "Lehramt an Mittelschulen" und offen für andere Lehramtsrichtungen – fördern Mittelschüler*innen in Kleingruppen von zwei bis fünf Schüler*innen im Umfang von 44 Schulstunden in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch im Rahmen eines Schuljahres. Am Projekt nehmen Schüler*innen aus allen Jahrgangsstufen der Mittelschule teil. Der/die Förderstudierende erteilt pro Woche zwei Stunden eigenverantwortlichen Unterricht in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrer*innen über 22 Schulwochen hinweg. Das Projekt beginnt im November eines Schuljahres und endet im Juli.

Gefördert von der Sparkassen Stiftung und der Kayser Stiftung.

Weitere Informationen zu den an den Projekten beteiligten Partnerschulen der Wissenschaft


 

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