Jubiläum

25-jähriges Bestehen der Kommunikationswissenschaft

Damals 30, heute 800 Studierende. Damals Rühl, heute Stöber. Vieles hat sich in 25 Jahren Kommunikationswissenschaft in Bamberg geändert. Das 25-jährige Bestehen, das die Bamberger Kommunikationswissenschaft am 20. Juni 2008 in der AULA der Universität mit einem Symposium und einer Festveranstaltung beging, bot Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme.

Gelegenheit zur Bestandsaufnahme

„Mitte der 1980er saßen die Bamberger Kommunikationswissenschaftler noch in meinem Büro am runden Tisch in der Kapuzinerstraße 22“, erinnerte sich Prof. em. Dr. Dr. Manfred Rühl an die Anfänge seiner Lehre in Bamberg. Rühl war im Oktober 1983 auf den Lehrstuhl für Journalistik berufen worden. Neben dem Emeritus Rühl waren weitere ehemalige Dozenten der Bamberger Kommunikationswissenschaft in die AULA zur 25-Jahr-Feier gekommen: Zu ihnen gehörten unter anderem Prof. em. Dr. Heinz-Werner Stuiber, durch den im Wintersemester 1982/83 der Lehrstuhl für Journalistik vertreten worden war, und Dr. Kurt R. Hesse, der als erster die Assistentenstelle inne hatte. Aber auch Dr. Cecilia von Studnitz – von 1988 bis 2005 zuständig für die praktische Ausbildung – nahm an der Feier teil. „Sie lehrte sehr engagiert Generationen von Studenten den Praxisteil der Journalistik“, hob Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Rudolf Stöber hervor. Dies übernimmt seit 2005 Dr. Kristina Wied. Und wenn Studierende der Kommunikationswissenschaft das Sekretariat betreten, erwartet sie seit April dieses Jahres Claudia Seidel und nicht mehr Helga Meinhardt, die Ende 2007 nach mehr als 20 Jahren am Lehrstuhl in den Ruhestand gegangen ist. 

Symposium am Vormittag  

Mit den Worten, so ein Jubiläum begehe man nicht alle Tage, leitete Prof. Dr. Rudolf Stöber, am Vormittag das wissenschaftliche Symposium ein, das sich mit dem Thema „Die Kommunikationsbranche im Wandel: Herausforderungen für die Kommunikationswissenschaft“ befasste. Manfred Rühl referierte zum Thema „Professionalisierung – was denn sonst?“ und Prof. Dr. Gerhard Vowe von der Universität Düsseldorf sprach über „Die Professionalisierung der strategischen Kommunikation“, während Prof. Dr. Juliana Raupp von der Freien Universität Berlin einen Überblick über die PR-Forschung der vergangenen 25 Jahre darlegte und Rudolf Stöber das Thema „Öffentlichkeit im Wandel. Rückwirkungen auf die Kommunikationswissenschaft“ beschrieb. 

Podiumsgespräch am Nachmittag  

Über den Wandel der Kommunikationsbranche und Herausforderungen für die Praxis tauschten sich am Nachmittag beim Podiumsgespräch vier Absolventen aus, die es weit gebracht haben: Jan Philipp Betz, der als selbstständiger PR-Berater unter anderem für die Dresdner Bank (Schweiz) tätig ist, Christoph Schwennicke, der heute als Reporter im Hauptstadtbüro des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ arbeitet, Susanne Erzberger, die als Chefin vom Dienst bei JanusTV/Kabel1 und nebenbei als freie Produzentin tätig ist, und Dr. Simone Richter, die die Geschäftsführung der „Projektstelle gegen Rechts" in Wunsiedel inne hat. Auch der Moderator der Podiumsdiskussion ist Absolvent: Stephan Burkert arbeitet als Reporter bei Antenne Bayern. 

Studierende übernahmen Organisation  

Während in der AULA der Festakt langsam dem Ende entgegenging, atmeten hinter den Kulissen ungefähr 20 Studierende der Kommunikationswissenschaft auf. Sie hatten das Fest in der Übung „Projektmanagement“ organisiert und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

(Text: Alexandra Franz)

 

 

Die Festschrift zum 25-jährigen Bestehen steht hier Downloadzum Download(1.8 MB) bereit.

  

(Bildherkunft: Heiko Aumüller, Kathrin Garbe)