Bamberger Medienbildungstag 2016

Medienbildung und informatische Bildung von klein auf. So sieht es die Forschungsgruppe FELI, die am Medienbildungstag im September 2016 ihr Projekt „Experimentierkiste Informatik“ in einem Workshop vorstellte.

Der Medienbildungstag, eine bayernweite Fortbildung für Lehrkräfte aus allen Schularten wurde in Zusammenarbeit mit den beiden Bamberger Berufsschulen II und III, sowie dem Medienbildungsverein mebido ausgerichtet. Unter dem Thema „Medienbildung 4.0“ wurden Vorträge und Workshops zu verschiedenen Aspekten der Medientechnik, -gestaltung, -didaktik, -erziehung und -kultur angeboten. Die Zielsetzung war, aktuelle und interessante Einblicke in Theorie und Praxis moderner Medien-bildung zu ermöglichen. Das Forschungsteam der Universität Bamberg von Prof. Ute Schmid stellte die „Experimentierkiste Informatik“ in einem Workshop vor. Die Experimentierkiste umfasst Materialien zu sechs Themenbereichen, wie

  •  Berufsbild Informatiker / Informatikerin        

  • Pixel

  • Analog / Digital

  • Einstieg Computer

  • Algorithmus

  • Suchen & Sortieren

Zu diesen Themen wurden die einzelnen Materialien als Stationen an mehreren Tischen aufgebaut. Nach einer kurzen Einführung von Prof. Ute Schmid und der Vorstellung der Teammitarbeiter, fand ein kleiner Austausch mit den interessierten Besucherinnen statt. Anschließend versammelte sich die Gruppe jeweils um einen der Tische, um das Material und seine zielgerichtete Anwendung kennen zu lernen.

Am Ende des Workshops zeigten sich die Besucher sehr angetan und motiviert die" Experimentierkiste Informatik" als Projektwoche in ihrer Einrichtung zu installieren.

Projekttag an der Fachakademie für Sozialpädagogik 2016

Am Freitag, den 08.07.16 durfte die Forschungsgruppe Elementarinformatik (Feli) in der Fachakademie für Sozialpädagogik einen ganzen Projekttag zur Experimentierkiste Informatik gestalten. Punkt 8:00 Uhr stellte sich das Forschungsteam den Studierenden vor und begann den Einstieg mit einer Präsentation zum geplanten Projekttagablauf. Dabei wurde kurz erklärt, was die Studierenden der Akademie in den nächsten Stunden erwarten können. Mit sechs Mitarbeiterinnen konnte das Forschungsteam alle sechs Themengebiete (Informatiker/Informatikerinnen, Pixel, Analoge/Digitale Repräsentationen, Computer, Algorithmus, Sortieren) in verschiedenen Räumen abdecken.

Die Studierenden durften sich nach persönlicher Interessenlage für eine der thematischen Kleingruppen entscheiden. Für die Kleingruppenarbeit wurden jeweils 90 Minuten festgelegt, nach deren Ablauf jede Gruppe die Möglichkeit zum Wechsel in einen anderen Themenbereich hatte. Während der Kleingruppenarbeit zeigten sich die angehenden Erzieherinnen und Erzieher den Themen gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert. Jede Gruppe wurde von einer Feli-Mitarbeiterin erst theoretisch in das Thema eingeführt und hat anschließend die Möglichkeit alle entsprechenden Materialien aus der Experimentierkiste Informatik praktisch auszuprobieren. Vordergründig wurde auch dazu motiviert, eigene Ideen und Vorschläge zu entwickeln. Zum Ende jeder Themeneinheit hatte die Gruppe Gelegenheit, sich eine kleine Vorführung auszudenken, um allen anderen Studierenden einen Einblick in die verschiedenen Workshops zu geben.

Die letzte Stunde war für eine Abschlussrunde geplant, in der die Kleingruppen ihre selbst erarbeiteten, kreativen Gruppenarbeiten präsentierten und über ihre persönlichen Eindrücke sprachen. Beispielsweise demonstrierten die Teilnehmenden des Algorithmus-Workshops, anhand ihrer Geburtsdaten den Ablauf eines Suchalgorithmus, während die Berufe-Gruppe ein Bilderbuch zum Thema "Meine Tante ist Informatikerin" kreiierte. Alle anderen Kleingruppen entwickelten weitere kreative Bastelideen (bspw. Camera obscura u. a.) und setzten diese sofort in die Tat um. Zum Ende wurden für die Feli-Evaluation Fragebögen verteilt, um die Eindrücke der Teilnehmenden zur Experimnetierkiste Informatik und den vorgestellten Materialien festzuhalten.

„Wir (…) möchten die eigentliche Idee von Comenius wieder aufgreifen,

indem wir den Kindern die Welt selbst darbieten.“

Maria Montessori