Lehrerinnen und Lehrer sind wichtige Akteure bei der Vermittlung von kulturellem Wissen und bei der Ermöglichung von kultureller Teilhabe. Die voranschreitende kulturelle Heterogenität markiert hierbei sowohl Potenziale als auch Herausforderungen: (Angehende) Lehrkräfte benötigen Kompetenzen zur Codierung und Decodierung von Kultur(en) – nicht zuletzt, um Schülerinnen und Schüler für den Umgang mit dem Facettenreichtum von Kultur als „selbstgesponnenem Bedeutungsgewebe“ (Clifford Geertz) zu sensibilisieren, in dem sich Menschen wiederfinden. Diese Kompetenzen können und müssen bereits in der universitäre Lehrerinnen- und Lehrerbildung angebahnt werden. Gerade die Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften leisten im Sinne eines solch weiten Kulturbegriffs im Verbund mit den Bildungswissenschaften dazu einen elementaren Beitrag - überdies auch Disziplinen, die sich in Struktur, Form und Inhalten der Schule nicht explizit abgebildet wiederfinden.

Die Tagung bietet ein Forum zur Diskussion über unterschiedliche Konzepte und Begriffe von kultureller Bildung sowie über Kompetenzen der Kulturerschließung und ihre Vermittlung in der universitären Lehrerbildung. Dabei steht der Austausch zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften über (vermeintliche) Disziplingrenzen hinweg im Vordergrund.

 

Die Tagung Herausforderung „Kulturelle Lehrerinnen- und Lehrerbildung“: Perspektiven für das Studium der Geisteswissenschaften wird vom Teilprojekt KulturPLUS: Kulturbezogene Bildung des Projekts WegE – Wegweisende Lehrerbildung veranstaltet.

Das Projekt WegE wird im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.