Inhibitionsfähigkeit und Belohnungsabhängigkeit bei Kaufsucht

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Steins-Löber (Universität Bamberg), Prof. Dr. med. Dr. phil. Astrid Müller (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover)

Kooperationspartner: Dr. rer. nat. Patrick Trotzke, Dipl.-Psych., Allgemeine Psychologie: Kognition, Universität Duisburg Essen

Theoretischer Rahmen: Kaufsucht gehört zu den stoffungebundenen Süchten. Kernsymptome sind der wiederholte, nicht-zweckgebundene, exzessive Konsum von Waren, der sich weder am Bedarf noch an der finanziellen Situation orientiert. Charakteristisch sind eine massive zwanghafte gedankliche Beschäftigung mit Kaufen und unwiderstehliche Kaufimpulse, die in wiederholten Kaufexzessen resultieren. Bisherige Fragebogenerhebungen ergaben, dass pathologisches Kaufen mit einer erhöhten Impulsivität und reduzierten Selbstkontrollfunktionen einhergeht. Angesichts der postulierten Nähe von Kaufsucht als nicht-stoffgebundene Abhängigkeit zu stoffgebundenen Abhängigkeiten hat das Projekt zum Ziel, die Rolle von Inhibitions- und Wahrnehmungsprozessen in Bezug auf belohnungsassoziierte Reize bei Kaufsucht anhand verschiedener Paradigmen zu untersuchen, die in der Forschung zu substanzgebundenen Süchten (z.B. Alkoholabhängigkeit) und anderen potentiellen nicht-stoffgebunden Süchten (z. B. spezifischen Formern der Internetsucht) bereits erfolgreich angewendet wurden.

Methode: Patienten der MMH sowie gesunde Kontrollprobanden und Personen mit Risikoverhalten werden in die Untersuchung eingeschlossen und absolvieren verschiedene experimentelle Paradigmen.

Zeitraum: Seit Juni 2016

Laufende Abschlussarbeiten im Rahmen des Forschungsprojektes: Julia Kohl, B.Sc., Pascal Steymans, B.Sc.