Exploration von relevanten Inhalten in der psychologischen Behandlung der Adipositas

Projektleitung: Dr. phil. Stefanie Schroeder (Universität Bamberg)

Theoretischer Rahmen: Adipositas entsteht grundlegend aufgrund einer Dysbalance von Energieaufnahme (Ernährung) und Energieverwertung (u.a. körperliche Bewegung). Auf diese Vorgänge haben neben biologischen und sozialen Faktoren auch psychologische Faktoren (z. B. Selbststeuerung, Emotionsregulation, Selbstwirksamkeit) einen deutlichen Einfluss. Leitlinien zur Behandlung der Adipositas empfehlen daher in der Therapie der Adipositas auch auf die beeinflussenden psychologischen Faktoren zu fokussieren. In der Regel werden psychologische Inhalte der Therapieangebote abgeleitet von empirischen Befunden zur Relevanz einzelner Faktoren im Rahmen der Entstehung und Aufrechterhaltung der Adipositas. Ein weiterführender Ansatz zur optimalen Gestaltung psychologischer Therapiekonzepte im Sinne einer Verbesserung der langfristigen Aufrechterhaltung einer Gewichtsreduktion könnte sein, Experten in diesem Bereich hinsichtlich Ihrer Erfahrungen und Bedürfnisse zu befragen. Als Experten werden hier sowohl Betroffene als auch Behandler verstanden.

Methode: Es werden halb-strukturierte Interviews mit den verschiedenen involvierten Personengruppen durchgeführt (adipöse Personen mit Schwierigkeiten in der langfristigen Gewichtsregulation, Personen denen eine langfristige Gewichtsreduktion gelungen ist, verschiedene Behandler im Bereich Adipositas). Die Interviews werden unter anderem in Form von Gruppendiskussionen durchgeführt und nach den Regeln der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring) ausgewertet.

Zeitraum: Seit Frühjahr 2017

Laufende Abschlussarbeiten im Rahmen des Forschungsprojektes: Tina Erhardt (Bachelorarbeit); Sophie Baumgartner (Masterarbeit); Fabian Büttner (Masterarbeit)