Die Verarbeitung störungskompatibler Stimuli bei Patientinnen mit Anorexia Nervosa: Das Belohnungssystem

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Steins-Löber (Universität Bamberg)

Theoretischer Rahmen: Die Mehrheit der wissenschaftlichen Studien, welche sich bislang mit der Untersuchung des Belohnungssystems bei Anorexia Nervosa beschäftigt haben, konzentrierte sich weitestgehend auf störungsunabhängige, allgemein als belohnend betrachtete Stimuli wie beispielsweise der Gewinn von Geld oder die Darbietung schmackhafter Nahrungsmittel. In der aktuellen Diskussion bezüglich der Entstehung und Aufrechterhaltung der AN wird demgegenüber die Hypothese vertreten, dass auch bei diesem Störungsbild spezifische Stimuli  appetitiv verarbeitet werden, und es zu einer Sensitivierung des Belohnungssystems kommt. Es wird postuliert, dass diese Sensitivierung zur Aufrechterhaltung problematischer Verhaltensmuster führt. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum die Funktionsweise des Belohnungssystems bei Patientinnen mit Anorexia Nervosa auf neuronaler Ebene untersucht werden. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Probandinnen ohne Essstörungsdiagnose als Kontrollgruppe rekrutiert.

Methode: Studierende werden online Fragebögen zu allgemeinen Daten und ihren Essgewohnheiten ausfüllen sowie verschiedene Situationen danach beurteilen, wie belohnend diese auf sie wirken. Zudem werden die Studierenden gebeten, ihre Gefühle und die Intensität dieser in verschiedenen Szenarien zu beschreiben.

Zeitraum: Seit Januar 2016 

Laufende Abschlussarbeiten im Rahmen des Forschungsprojektes: Gizem Biyik (Bachelorarbeit)