Automatisierte Annäherungsreaktion zu Nahrungsmitteln und dünnen Körperbildern bei Essstörungen

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Steins-Löber, Dr. phil. Ines Kollei, Dipl.-Psych. Judith Leins (Universität Bamberg)

Theoretischer Rahmen: Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen spielen viele Faktoren eine Rolle. Neben bewussten Entscheidungsprozessen scheinen auch automatisierte Informationsverarbeitungsprozesse einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Zu diesen Prozessen gehören automatisierte Aufmerksamkeitsprozesse und Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen. Interessant sind diese Prozesse vor allem im Zusammenhang mit relevanten Stimuli wie z.B. Nahrungsmittel oder Körperbilder. Bislang ist die empirische Datenlage jedoch recht heterogen und über Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen ist bei Personen mit einer Essstörung noch wenig bekannt. Ziel des vorliegenden Projektes ist es, automatisierte Aufmerksamkeit und Annäherungs- und Vermeidungsreaktionen genauer zu untersuchen.

Methode: An der Untersuchung nehmen Frauen mit einer Essstörung und eine gesunde Kontrollgruppe teil. Die Methodik umfasst die Durchführung diagnostischer Interviews, den Einsatz von Fragebögen und die Anwendung mehrerer experimenteller Aufgaben (z.B. Approach Avoidance Task, Dot Probe Task).

Zeitraum: Seit September 2016

Laufende Abschlussarbeiten im Rahmen des Forschungsprojektes: Isabel Rademacher, B.Sc.; Melanie Rudolph, B.Sc.; Karin Müller, B.Sc.