Tagung „Ort und Prozess. Verhandlungen von Erbe vom urbanen bis zum ländlichen Raum“

26.–27. November 2020,

veranstaltet vom Arbeitsbereich Denkmalpflege, KDWT in Koop. mit dem BLfD

 

Veranstaltet vom Arbeitsbereich Denkmalpflege des Kompetenzzentrums für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) in Kooperation mit dem Referat Bürgerbeteiligung und städtebauliches Erbe des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD)

Bamberg, An der Universität 2, Raum U2/00.25 (vssl.)

Corona-bedingt ist die Veranstaltung nicht für Gastzuhörer:innen geöffnet

 

„Urban Heritage“ umfasst die materiellen Überlieferungen und immateriellen Zuschreibungen in einem Siedlungsraum und konstituiert sich in Bewertungs-, Aushandlungs- und Selektionsprozessen immer wieder neu. Diese „Erbe-Verhandlungen“ sind eng mit Entwicklungs- und Planungsprozessen verbunden. Akteure aus Politik, Verwaltung, der Denkmalpflege, aus Bürgerschaft und Betroffenenkreisen, Interessensgruppen, Institutionen und Wirtschaft diskutieren und bestimmen, wie mit dem Baubestand umgegangen wird. Welche Werte werden historischen Baustrukturen zugeschrieben und in welchen Formen sollen diese weiterhin zur Verfügung stehen? Die Tagung „Ort und Prozess. Verhandlungen von Erbe vom urbanen bis zum ländlichen Raum“ befragt Ortsentwicklungen als Aus- und Verhandlungsprozesse, die ein örtliches Selbstverständnis mitkonstituieren. Der Prozess der Verhandlung eben dieses Erbes wird in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt: Darunter fallen z. B. Formen von Wertsetzungen, Argumentationsstrategien, Interaktionsmuster und formelle wie informelle Umsetzungsinstrumente, die den Umgang mit den gebauten, strukturellen und auch immateriellen Werten vor Ort beeinflussen.

Zwischen Dienst nach Vorschrift, Governance, Engagement und Widerstand fragt die Tagung danach, welche Praktiken und Prozesse bauliche oder ideelle Kontinuitäten erzeugen oder mit diesen brechen und inwieweit sie steuerbar sind.

 

Weitere Informationen zur Tagung werden zeitnah veröffentlicht.