Infrarot-Thermografie

Testmessungen mit Wärmebildkameras

Im Bereich der technischen Bauwerksanalyse testen Mitarbeiter des KDWT zur Zeit Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von Infrarot-Thermografie im Denkmalbereich. Als zerstörungsfreies Prüfverfahren eignet sich die Thermografie besonders für die Belange der Bauforschung. Thermokameras dokumentieren berührungslos die Oberflächentemperaturen von Objekten, indem sie die Intensität der objektspezifischen elektromagnetischen Strahlung darstellen. Aus diesen Thermogrammen lassen sich Schlussfolgerungen über Konstruktion, Materialart und Beschaffenheit historischer Bauteile ziehen. Infrarot-Thermografie kann in der zerstörungsfreien Voruntersuchung ganzer Gebäude angewendet werden, um beispielsweise Materialität der Wände, Lage von Fachwerk unter Putz, Deckenbalken usw. vorab in Erfahrung zu bringen. Weiterhin eignet sich die Wärmebild-Darstellung vor allem in Kombination mit anderen Analysemethoden zur Klärung einzelner Befunde.

Die aktuellen Test-Untersuchungen fanden in Schloss Obbach statt. Zum Einsatz kamen sowohl hochempfindliche, gekühlte Thermografie-Systeme mit verschiedenen Filter-Aufsätzen als auch ungekühlte universell einsetzbare FPA-Modelle. Nach Abschluss der Test-Auswertungen wird eine Thermokamera für das KDWT angeschafft werden, die die Bandbreite der NDT-Analytik in Bauforschung und Restaurierungswissenschaften um ein vielversprechendes Instrument erweitert.

(siehe auch die Projektwebseite)