Phil Burgdorf, M.A.


Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie (IVGA)

Wissenschaftliche Assistenz

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte
96047 Bamberg

Telefon: +49 951 863-3933
Fax: +49 951 863-3935
E-Mail: phil.burgdorf(at)uni-bamberg.de
Büro: Am Kranen 14, Raum 02.12

Sprechstunde: Mittwoch 10:00 - 12:00

    Mein Hauptforschungsinteresse gilt der prähistorischen Nutzung von Höhlen auf der Nördlichen Frankenalb und in Mitteleuropa. Seit ich während meines Studiums an mehreren Projekten mitgewirkt habe, interessieren mich vor allem wiederkehrende rituelle Handlungen und wie diese zu interpretieren sind. Neben dem archäologischen Fundmaterial liegt mein Interesse auch im Bereich der naturwissenschaftlichen Analyse menschlicher Skelettreste (14C, Isotopenanalysen und aDNA-Analysen), die wertvolle Hinweise zu den Lebensumständen der Menschen liefern können und eine Datierung ermöglichen. Interdisziplinäres Arbeiten ist mir daher nicht fremd und ein Anliegen in meinen Projekten.

    Die Fränkische Alb ist bereits seit meinem Magisterstudium ein Forschungsfokus. Durch die Auswertung jungneolithischen Fundmaterials einer Ausgrabung vor der Jungfernhöhle sammelte ich erste Erfahrungen in der Arbeit mit Geoinformationssystemen, die ich heute im Rahmen meiner Forschungstätigkeit nutze und gerne weitergebe.

    Durch Erfahrung in der praktischen Feldarchäologie, in der ich weiterhin tätig bin, sowie der Planung und Durchführung von geophysikalischen Surveys möchte ich in meiner Lehre zeigen, wie sich die praktische Arbeit im Feld mit der Auswertung von LIDAR und Satellitendaten verbinden lässt. Die Arbeit mit nichtinvarsiven Prospektionsmethoden und Daten aus der Fernerkundung ermöglicht es Bodendenkmäler zerstörungsfrei zu dokumentieren und ihre Bedrohung durch äußere Einflüsse zu ermitteln. Der Schutz unserer Bodendenkmäler ist eine der wichtigsten archäologischen Aufgaben. 

    Weitere Forschungsschwerpunkte

    • Prähistorische und frühneuzeitliche Höhlennutzung in Europa
    • Opfer und Ritus in der Vorgeschichte
    • GIS Analysen und Landscape Archaeology
    • Nichtinvasive Prospektionsmethoden: Magnetometerprospektion
    • Das Jungneolithikum in Mitteleuropa

    Curiculum Vitae

    • Seit April 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter/ Wissenschaftlicher Assistent bei der Juniorprofessur für Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie
    • Seit 2017 tätig in der praktischen Feldarchäologie in leitender Position und als Grabungstechniker

    • 2017 Weiterbildung zum GIS-Spezialist im Bereich Webmapping und Geodatenbanken

    • Seit 2014 Lehraufträge bei der Professur für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie und der Juniorprofessur für Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie

    • 2014–2016 Mitarbeiter der Professur für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie mit dem Schwerpunkt 3D-Digitalisierung von archäologischen Fundobjekten

    • 2007–2014 Magisterstudium: Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Denkmalpflege. Titel der Magisterarbeit: Auswertung der Ausgrabungen an der Jungfernhöhle bei Tiefenellern 2008/2009.

    Projekte