Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte

Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie

Spurensuche der Siedlungsgeschichte in Franken durch geophysikalische Prospektion

In gemeinsamen kleineren Projekten mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD), um besser zu verstehen in was für Böden welche archäologische Reste im Untergrund mit dem Georadar zu erkennen und damit zu kartieren sind. Das Ziel ist eine Datenbank mit dem potentiellen Nutzen des Instruments in der Region. Franken ist reich an Kulturdenkmälern vom Neolithikum, über die Bronze- und Eisenzeit, wie auch im frühen und späten Mittelalter. Allzu häufig sind jedoch nur wenig bauliche Elemente erhalten, oder haben messbare Strukturen im Untergrund hinterlassen. Daher ist eine Absicht den Nutzwert des Georadar für bestimmte Forschungsfragen zu herauszufinden, und sich dann auf Stätten mit großem archäologischem Prospektionspotential zu konzentrieren (Michl & Sonnemann 2017). Wann immer das Georadar erfolgreich detektiert, liefert es einen wesentlichen Beitrag zur Siedlungsgeschichte der Region, und hilft der lokalen Denkmalpflege beim Schutz dieser Stätten.

Diese Untersuchungen werden grundsätzlich als Übung mit Studierenden des Instituts angeboten, um ihnen die wohl vielseitigste Projektionsmethode näher zu bringen, und die  Vorteile nicht-invasiver Methoden in der Archäologie zu demonstrieren. Die Absicht ist einen Überblick zur Theorie und Anwendung des Georadars zu gewähren, und die einzelnen Bearbeitungsschritte zu erläutern.

In der Mainpost: Die Suche nach dem Mittelalterlichen Siechhaus (Gerolzhofen)