Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte

Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie

Kartierung der Variabilität stabiler Isotope

Die Stabile-Isotopenanalyse hat sich zu einer der wichtigsten Methoden in den archäologischen Wissenschaften entwickelt um den geographischen Lebenslauf einzelner Menschen zu bestimmen, und beeinflusst damit auch unser Verständnis von historischen Migrationsbewegungen. Derzeit werden digitale Karten für verschiedene stabile Isotopenverhältnisse (z. B. Strontium, Sauerstoff, Blei) aus regionalen oder globalen Messkampagnen  für mehrere Regionen der Erde erstellt. Diese Karten variieren sehr stark von einem Isotop zum anderen, abhängig z.B. von deren Eigenschaften von der regionalen Geologie, den Böden oder Entfernung zum Meer. Zusammen mit Forschungsgruppen aus Leiden und der Universität Konstanz haben wir existierende Karten der Isotope Strontium und Sauerstoff korreliert um den wahrscheinlichen Ursprung von Lebewesen in der Karibik aus den Messungen von Zahnproben genauer einschränken zu können (Laffoon et al. 2016; Laffoon, Sonnemann & Shafie et al. 2016).

Während die Entwicklung weiterer Karten an anderen Instituten vorangeht arbeiten wir an einer Online-Plattform, in der Isotopen-Spezialisten ihre Daten mit den korrelierten Karten abgleichen können, um damit den Ursprungsort der Probe besser zu lokalisieren.