Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte

Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie

Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie (IVGA)

Seit 2010 ergänzt die Arbeitsgruppe Informationsverarbeitung in der Geoarchäologie (IVGA) das Fächerangebot der Archäologischen Wissenschaften an der Universität Bamberg. Der Fokus der IVGA sind die Aktivitäten früherer Bewohner eines Kulturraums. Mit dem Ziel minimaler archäologischer Zerstörung, dient eine Kombination naturwissenschaftlicher und digitaler Techniken zur räumlichen Analyse von Siedlungsmustern, und der Interpretation historischer Veränderungen einer Landschaft.

Zum Verständnis von Siedlungsaktivität gehört die Datenaufnahme durch photogrammetrische und geophysikalische Methoden zur Analyse von Topographie und Untergrund, sowie Bohrkernuntersuchungen im Zusammenhang der Siedlungsaktivität stehender Böden und Sedimente. Regional ergänzt durch aktive und passive Fernerkundung und der digitalen Integration archäologischer Daten in geographische Informationssysteme, können Informationen in einen überregionalen Kontext gebracht werden, und zu Themen wie Klimaveränderung,  Migrationsbewegungen, und der Erhaltung von Kulturlandschaften einen Beitrag leisten.

Eine zeitgemäße, international gut vernetzte Ergänzung zu den in Bamberg bewährten archäologischen Disziplinen, baut die IVGA auf Dialog und Zusammenarbeit, und sieht sich zudem als Schnittstelle zu den auch an der Universität vertretenen Fächern der angewandten Informatik, der historischen und physischen Geographie, und den Denkmalwissenschaften.

Die Lehre der IVGA wird einerseits durch eine stark angewandte Seite vertreten, Praktika und Übungen zur Erlernung spezieller Analysetechniken, als auch einer theoretischen, mit der Absicht archäologische Themen von einem naturwissenschaftlichen Standpunkt zu betrachten.Das fachliche Profil der IVGA wird auch aus den Schwerpunkten in Lehre und Forschung deutlich.