Projektdaten:

Projekttitel: Seldschukische Kuppelmoscheen in Iran
Geldgeber: Volkswagen-Stiftung
Förderzeitraum: 2018-19
Antrag im Opus Magnum-Programm der Volkswagen Stiftung
Antragsteller: Prof. Dr. Lorenz Korn

Förderung im Opus-Magnum-Programm der VW-Stiftung: Kuppelmoscheen im Iran

Die Einführung monumentaler Kuppelräume unter der Herrschaft der Seldschuken in Iran (11.-12. Jahrhundert) stellt die bedeutendste Phase in der Entwicklung der Moscheearchitektur zwischen den Anfängen im 7. Jahrhundert und der osmanischen Zentralkuppelmoschee des 15.-16. Jahrhunderts dar. Mit der Ausprägung der wichtigsten Partie des Betsaales als Kuppelsaal erlangte die Moschee neue räumliche Qualitäten und eine äußere Gestalt, die sich bis heute als typenbildend für die Moschee erweisen sollte.

Die Ursachen für diesen Wandel in der Moscheearchitektur und die Umstände, unter denen er sich vollzog, sind bislang nur unzureichend erforscht, obwohl die Bedeutung dieser Umbildung für die Kunstgeschichte der islamischen Welt allgemein anerkannt wird. In seiner Forschung zur Moscheearchitektur geht Prof. Korn den Bedingungen, unter denen sich die Entwicklung der Kuppelmoschee vollzog, auf den Grund.

Die Förderung durch die VW-Stiftung ermöglicht ihm, ein Jahr lang ohne Unterrichtsverpflichtung die Ergebnisse aus den Feldforschungen der letzten Jahre und das zusammengetragene umfangreiche Material zu einem Buch zu verarbeiten. Dafür wurde Prof. Korn für das akademische Jahr 2018/19 vom Dienst an der Universität Bamberg beurlaubt. Seine Vertretung durch Ralph Bodenstein wird im Rahmen des Opus-Magnum-Förderung von der VW-Stiftung finanziert.