Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Islamische Kunstgeschichte und Archäologie

Projektdaten

Projektitel: Archäologische und bauhistorische Prospektionen eines mittelalterlichen Stadtviertels - Rab-e Rashidi, Tabriz, Iran
Geldgeber: Gerda Henkel Stiftung
Förderzeitraum: 2018-2020
Projektpartnerin: Dr. Judith Thomalsky (DAI Teheran)
Antragsteller: Prof. Lorenz Korn (Universität Bamberg); Dr. Judith Thomalsky (DAI Teheran)


Das Rabʿ-i Rashidi in Täbris: Archäologische und bauforscherische Prospektion

Im Jahre 1309 gründete der Staatsmann und Gelehrte Rashid ad-Din Fazl Allah, Wesir der über Iran herrschenden Ilkhane, eine der bedeutendsten frommen Stiftungen seiner Zeit. Nach einem in der islamischen Welt üblichen Muster wurden Einrichtungen der Wohlfahrt mit solchen der Wissenschaft und der Lehre geschaffen. Sie wurden auf einem ausgedehnten Gelände außerhalb der damaligen ilkhanidischen Residenzstadt Täbris angelegt. Die Bauten der ilkhanidischen Zeit sind längst verfallen und z. T. durch spätere Bebauung einer Festungsanlagen des 16.-17. Jahrhunderts überlagert, jedoch ist das Stiftungsgelände im heutigen Stadtbild noch eindeutig identifiziert und von moderner Bebauung weitgehend freigehalten worden.
Die archäologische und bauforscherische Erkundung wird von der Islamic Art University of Tabriz in Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut und der Universität Bamberg unternommen. Nach einer ersten Kampagne zur Dokumentation der späteren Bebauung sollen 2018 auch archäologische Arbeiten stattfinden, die auf die Gründungsphase der Stiftung abzielen. Das Projekt wird von der Gerda Henkel Stiftung gefördert.