Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen

Recruiting 2010

Die Ergebnisse unserer empirischen Befragung der 2000 grössten Unternehmen in der Schweiz, Österreich und Deutschland sowie 1000 deutscher Mittelständler hinsichtlich deren Einsatz von IT im Personalbeschaffungsprozess sind dieses Jahr erstmalig als Buch erschienen.

Zum Erscheinen des Buchs hat Prof. Weitzel auch ein Interview auf saatkorn., dem bekannten Blog von Gero Hesse zu Themen der Personalbeschaffung und Employer Branding, gegeben. Lesen Sie das Interview hier nach.

Das Buch kann über den WEKA Verlag bezogen werden.

Zusammenfassung

Getrieben durch technischen Fortschritt und Fachkräftemangel bei gleichzeitig knappen Mitteln werden die Rekrutierungsprozesse in Unternehmen kontinuierlich professionalisiert. Dieses Buch bietet eine wichtige Orientierungshilfe für Personaler und zeigt basierend auf einer empirischen Befragung der 2.000 größten Unternehmen in Schweiz, Österreich und Deutschland sowie 1.000 deutscher Mittelständler die aktuellen Recruiting Practices und beleuchtet, wie Unternehmen mit alten Herausforderungen und neuen Medien umgehen. Wichtige Themen sind:

  • On- und Offline: Welche Kanäle werden zur Personalansprache in der Schweiz, Österreich und Deutschland verwendet, und aus welchen Kanälen kommen die meisten Einstellungen?
  • Rekrutierung-Controlling und Bewerbermanagementsysteme: Wie werden die HR-Prozesse ge­staltet, und was ist der Nutzenbeitrag des E-Recruiting?
  • Web 2.0: Wie gehen die HR-Verantwortlichen mit Social Media um?

Wichtige Ergebnisse sind:

  • Trotz Wirtschaftskrise erwarten viele Unternehmen aus der D/A/CH-Region wachsende Probleme bei der Besetzung wichtiger Stellen. So können derzeit 32,7% der offenen Stellen der Schweizer Top-Unternehmen nur schwer oder gar nicht besetzt werden. In Österreich sind es 27,6% und in Deutschland 40,7%.
  • Fast zwei Drittel der realisierten Einstellungen gehen bei Großunternehmen in der Schweiz, Österreich und Deutschland inzwischen auf eine Stellenanzeige im Internet zurück, und auch die Mehrzahl der eingehenden Bewerbungen ist elektronisch.
  • Es herrscht große Unsicherheit über die Bedeutung von Social Media. Trotz des großen Interesses ist die Nutzung von Web 2.0 und der Suchmaschine Google im Tagesgeschäft aber noch sehr zurückhaltend.