Bewerbungspraxis 2012 - Eine empirische Studie mit über 10.000 Stellensuchenden und Karriereinteressierten im Internet

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer der vorliegenden Studie „Bewerbungspraxis 2012“ sieht aktuell gute Chancen, einen den eigenen Ansprüchen genügenden neuen Arbeitsplatz zu finden und plant, sich in nächster Zeit nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen. Für diesen Prozess der Stellensuche ist das Internet das wichtigste Instrument der Stellensuchenden. Diese und weitere Haupterkenntnisse der im Sommer 2011 mit über 10.000 Stellensuchenden und Karriereinteressierten im Internet durchgeführten Studie, werden im Folgenden kurz zusammengefasst:

Weiterhin optimistische Beurteilung des Arbeitsmarktes und hohe Wechselwilligkeit: Die Suche nach neuen Arbeitsplätzen ist für vier von zehn Stellensuchenden vor dem Hintergrund der derzeitigen Arbeitsmarktlage erfolgsversprechend, was einem Anstieg von 10,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Drei von zehn Stellensuchenden sehen zudem große Chancen, den individuellen Traumjob zu finden. Diejenigen, die Wirtschaftsinformatik studiert haben, beurteilen den Arbeitsmarkt und die individuellen Aussicht auf einen zufriedenstellen Arbeitsplatz im Vergleich zu anderen Studienrichtungen am optimistischsten. Drei von zehn Studienteilnehmern planen ihren aktuellen Arbeitsvertrag in den nächsten Monaten zu kündigen und mehr als die Hälfte wird sich in nächster Zeit nach einem neuen Arbeitsplatz bei einem anderen Arbeitgeber umsehen.

Internet-Stellenbörse nach wie vor wichtigster und effektivster Informationskanal: Mit 61,6 Prozent ist die Internet-Stellenbörse auch in diesem Jahr der Kanal, der von Stellensuchenden und Karriereinteressierten am häufigsten zur Suche nach potenziellen Arbeitgebern und offenen Stellen genutzt wird. Der Internet-Stellenbörse werden auch die größten Chancen eingeräumt, über diesen Kanal einen neuen Job zu finden. Mit deutlichem Abstand folgen die Unternehmens-Webseite und Karrierenetzwerke. Printmedien verlieren in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung und werden zum ersten Mal seit Beginn der Studienreihe von weniger als einem Viertel der Befragten häufig genutzt.

Bedeutung von Social Media steigt, aber nur in bestimmten Zielgruppen: Generell beurteilen 26,3 Prozent Social-Media-Anwendungen für die Rekrutierung als positiv. In einer segmentspezifischen Auswertung wird deutlich, dass vor allem Studenten und diejenigen, die im Personalwesen, Marketing, IT/EDV oder Consulting/Beratung tätig sind, Social-Media-Anwendungen positiv bewerten und entsprechende Anwendungen häufiger nutzen. So finden es generell 32,9 Prozent der Studienteilnehmer gut, wenn Unternehmen eine Fanpage bei Facebook zur Kommunikation und Verbreitung von Karrierethemen nutzen. 15,6 Prozent begrüßen eine entsprechende Nutzung von Twitter und 68,9 Prozent, wenn Unternehmen über Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn nach Kandidaten suchen.

Bereits relativ hohe Bedeutung der mobilen Job Suche: Ein Viertel der Befragten nutzt bereits ein mobiles Endgerät zur Suche nach offenen Stellen. Mehr als die Hälfte findet es gut, wenn Internet-Stellenbörsen/Online-Karriereportale Applikationen (Apps) für mobile Endgeräte anbieten, über die nach offenen Stellen gesucht werden kann. 46,5 Prozent begrüßen zudem ein entsprechendes Angebot von Unternehmen.

Einstellungsgespräche als wichtiger Employer Branding Faktor: Die Erfahrungen während eines Einstellungsgespräch sind für neun von zehn Stellensuchenden ein wichtiger Entscheidungsfaktor, ob sie bei einem Unternehmen arbeiten möchten. Dennoch haben nur 58,4 Prozent in den letzten Jahren überwiegend positive Eindrücke von Unternehmen in Einstellungsgesprächen gewonnen und knapp sechs von zehn Befragten haben auf Grund dieser Eindrücke bereits einmal ein Angebot abgelehnt.

Arbeitnehmer wünschen stärkere Einbindung in Mitarbeiterempfehlungsprogramme: Vier von zehn Studienteilnehmer würden gerne ihrem Arbeitgeber Personen aus dem eigenen Umfeld als neue Mitarbeiter empfehlen, und wünschen sich daher noch stärker als Unternehmensbotschafter eingesetzt zu werden oder sich noch stärker in Mitarbeiterempfehlungsprogramme einbringen zu können. Generell geben sechs von zehn Befragten an, Aussagen von Mitarbeitern eines Unternehmens seien für sie wichtige Informationen bei der Entscheidungsfindung, ob sie sich bei einem Unternehmen bewerben werden.

Zusammenfassung der Ergebnisse als PDF-Download(387.3 KB).

Die vollständigen Studienergebnisse senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Schicken Sie hierfür bitte einfach eine E-Mail an studien(at)monster.de.

Bei Fragen rund um die Studie können Sie sich jederzeit an Dr. Sven Laumer wenden.